Kansas: Anschlag von «Kreuzrittern» auf Muslime vereitelt

Mitglieder einer militanten Gruppe wollten im US-Bundesstaat einen Anschlag auf Somalier und ihre Moschee verüben. Doch das FBI hat ihnen vorzeitig das Handwerk gelegt. Bei den Tätern, die einem Haftrichter vorgeführt wurden, könnte es sich um christliche Extremisten handeln.

Moschee in Garden City, Kansas Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Anwohner haben sich vor der Moschee versammelt, die mutmassliches Ziel der militanten Christen war. Reuters

Drei in den USA festgenommene Männer werden verdächtigt, einen Anschlag auf einen Wohnkomplex mit einer Moschee im Bundesstaat Kansas geplant zu haben.

Das FBI hat die Männer im Alter von 47 bis 49 Jahren als Schlüsselfiguren einer gewaltbereiten Gruppierung namens «Die Kreuzfahrer» («The Crusaders») identifizieren können, teilte das US-Justizministerium mit.

In der Wohnanlage in der Stadt Garden City leben viele Somalier. Im Komplex gibt es auch eine von den Anwohnern genutzte Moschee. Den Ermittlern zufolge hatten die Männer geplant, im Wohnkomplex mit vier Autobomben eine gewaltige Explosion herbeizuführen.

Laut FBI soll ein Informant an den Treffen der «Kreuzfahrer» teilgenommen und die Behörden alarmiert haben. Die Verdächtigen seien einem Richter vorgeführt worden. Es gelte vorderhand die Unschuldsvermutung. Im Falle einer Verurteilung drohe ihnen lebenslange Haft.