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Umkämpfte Stadt Keine Autonomie für Ost-Aleppo

Um die Situation im umkämpften Aleppo zu beruhigen, sollten die östlichen Teile der syrischen Stadt Autonomie vom Regime erhalten. Dies schlug der UNO-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura vor. Damaskus wies den Vorschlag umgehend zurück. Derweil wird in der Stadt weitergekämpft.

Trümmer in Aleppo
Legende: Die UNO wollte die Lage in Ost-Aleppo beruhigen – indem die Region unter Selbstverwaltung gestellt wird. Reuters

UNO-Vermittler Staffan de Mistura ist bei der Regierung in Damaskus mit einem Plan, den Osten Aleppos unter Selbstverwaltung zu stellen, abgeblitzt. Der Vorschlag sei «komplett zurückgewiesen worden, sagte Aussenminister Walid al-Moallem der staatlichen Nachrichtenagentur Sana zufolge. Eine solche Autonomie würde die Souveränität Syriens verletzen.

Derweil starben bei gegenseitigem Beschuss und Angriffen zwischen Rebellen und Regime in der umkämpften Stadt Aleppo Menschenrechtlern zufolge mindestens 17 Zivilisten, darunter elf Kindern. Sieben Kinder starben durch Granaten, die von Aufständischen am Sonntag abgefeuert wurden und eine Schule trafen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

In der Nacht seien sechs Mitglieder einer Familie getötet worden, als Regime-Helikopter geächtete Fassbomben über dem von Rebellen gehaltenen Ostteil der Stadt abwarfen – dort kamen vier Kinder ums Leben. Bei einer ähnlichen Attacke in einem anderen Teil des belagerten Ostteils seien weitere vier Zivilisten getötet worden.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es ist offensichtlich, dass Syrien hilflos gebombt werden soll: alle Hilfsorganisatoren, die lebensnotwendige Infrastruktur usw. wird demontiert, damit man hinterher was zum Aufbauen hat, aus grosszügiger Hand. Eine Hand, die keiner beissen wird. Eine ganz miese Nummer.
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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Bemerkenswert, wie sich die UNO und Mistura ins Zeug legen, um die US-, Saudi-Arabien- und Katar-finanzierten Anti-Assad-Söldner zu Retten. Wobei diese Islamisten sind, welche Organisationen angehören, die als Terrororganisationen gelten. Wie Ex- US-General Flynn sagte, die USA unter Obama und mit Clinton als Aussenministerin, wussten um die Entstehung des IS und seiner Ziele. Der IS sei, so Flynn, von den USA gewollt gewesen. Flynn wird unter Trump eine wichtige Position einnehmen.
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    1. Antwort von Dieter Burkthard (Zweistein)
      Ach so, darum führen die USA jetzt ja eine Koalition gegen den IS.
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    2. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @D. Burkthard: Genau: Angeben etwas gegen den Terrorismus zu tun um dann insgeheim das Gegenteil zu tun. Propaganda nennt sich das. Beispiel: Warum liessen es die USA zu, dass der IS Waffen aus Waffenlagern erbeuten konnten, welche von den USA im Irak zurückgelassen wurden? Wo war die Koalition gegen den IS, um diese Lager zu zerstören (am besten zu dem Zeitpunkt, bei dem die IS-Leute anwesend sind!). Bemerkenswert auch, wie Waffenlieferungen "irtümlich" dem IS in die Hände fielen. Usw.
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    3. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @ D. Burkthardt, PS.: Wenn die USA Assad stürzen wollen, was haben sie für Möglichkeiten? Nur moderate Rebellen unterstützen, welche sowohl von Assad wie von den Islamisten bekämpft werden? Die grösste Gefahr für Assad sind Islamisten. Ist es also nicht naheliegend, dass die USA diese Leute unterstützen - wenn es ihnen mit dem Sturz Assad ernst ist und sie nicht eigene Truppen schicken wollen? Oder denken Sie, die USA hätten Bedenken, Islamisten zu unterstützen? Siehe Taliban in Afghanistan.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Eine geile Idee. Wer würde eine religiös-extreme Macht in einem säkularen Staat willkommen heissen? Freiwillige vor! Selbst die UNO sollte begreifen, dass eine Trennung von Kirche und Staat eine gute Idee ist. Religionsvertreter an der Macht haben mir grosser Regelmäßigkeit Ärger, Elend und Heuchelei zur Folge gehabt. Aufklärung und Denken ist gefordert. Religionsfreiheit widerspricht dem nicht. Persönliche Freiheit für alle Menschen ist jedoch weit wichtiger.
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