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Vorwahlen Frankreich Klarer Sieger bei der Stichwahl der Konservativen

Der frühere Premierminister François Fillon steigt für die Konservativen ins Rennen um den Élyséepalast.

Legende: Video Fillon gewinnt parteiinterne Stichwahl abspielen. Laufzeit 04:04 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.11.2016.

Jetzt ist klar: François Fillon steigt in Frankreich für die bürgerliche Rechte ins Rennen um die Präsidentschaft. In der Stichwahl kam er nach Auszählung fast aller Stimmen auf rund 67 Prozent. Sein Gegner Alain Juppé erzielte rund 33 Prozent.

Alain Juppé räumte am Sonntagabend seine Niederlage ein. «Ich wünsche ihm viel Erfolg für seinen bevorstehenden Präsidentschaftswahlkampf», sagte Juppé. Fillon rief seine Partei in einer Siegesrede in Paris zum Zusammenhalt auf: «Ich werde alle brauchen», sagte er mit Blick auf die Wahl im Frühjahr 2017. Er nannte neben Juppé auch Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy, der in der ersten Runde der Vorwahl ausgeschieden war.

Hohe Beteiligung

An der Stichwahl nahmen nach Angaben der Organisatoren mehr Menschen teil als an der ersten Runde vor einer Woche. Damals hatten knapp 4,3 Millionen Anhänger der bürgerlichen Rechten ihre Stimmen abgegeben. Für die Konservativen ist die Vorwahl eine Premiere.

Fillon hatte sich in der ersten Runde der Vorwahl mit gut 44 Prozent der Stimmen überraschend deutlich durchgesetzt. Er plädiert für einschneidende Reformen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik und fordert ein besseres Verhältnis zu Russland.

Gute Chancen für Stichwahl im Mai 2017

Die Präsidentenwahl ist im April und Mai kommenden Jahres geplant. Die Vorwahl der bürgerlichen Rechten gilt als eine äusserst wichtige Weichenstellung. «Der Gewinner der Vorwahl wird von morgen an der Favorit der nächsten Präsidentenwahl sein», schrieb die Wochenzeitung «Journal de Dimanche».

Der Vorwahl-Gewinner hat gute Chancen, im kommenden Mai in die entscheidende Stichwahl zu kommen. Potenzielle Gegnerin ist die Rechtspopulistin Marine Le Pen. Der Chefin der Rechts-Aussen-Partei Front-National werden in der ersten Runde der Präsidentenwahl bis zu 30 Prozent der Stimmen zugetraut.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    2) Zeit eine gemeinsame europäische Identität zu schaffen ist kaum noch. Im Sinne der "bunten" Gesellschaft jedenfalls, ist diese nicht umsetzbar, weil die Mehrheit der Menschen in Europa sie ablehnt. Und auf Dauer kann man Mehrheiten nicht uminterpretieren oder neu erfinden nur weil sie einem nicht passen. Und das kann man schon jetzt als sicheres Ergebnis dieser Wahl festhalten. Egal wer am Ende gewinnt.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    1) Wenn er M. Le Pen nicht verhindern kann, dann wird der Euro vermutlich untergehen. Wenn F. Fillon aber Erfolg hat, ist die Zeit der "linken Bewegungen" in Europa endgültig vorbei. Egal wie es kommt, die EU wird sich verändern. Und das muss sie auch. Denn wenn die EU weiter an der Lebensrealität der Menschen vorbei konstruiert wird, geht sie unter.
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  • Kommentar von Stanic Drago (Putinversteher)
    Das bedeutet, nächste 4 Jahre wird in Frankreich gestreikt. Arbeiterklasse wird sein Wirtschaftsplan nie akzeptieren.
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      5 Jahre... Und es ist dringend nötig, dass sich FR einmal aus seiner Komfortzone erhebt. Das Land muss sich aus eigener Kraft reformieren. Die Zeit der Kolonialzeit ist vorbei, obwohl sich das noch nicht überall herumgesprochen hat.
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