- Bundespräsident Guy Parmelin hat in Eriwan mit Italiens Premierministerin Giorgia Meloni über die Brandkatastrophe von Crans-Montana gesprochen.
- Gemäss einem Beitrag auf X hat er ihr bestätigt, dass der Bundesrat die Frage nach der Verrechnung der Spitalleistungen angehen werde.
Dabei würde sich der Bundesrat auf die rechtlichen Bestimmungen stützen, schrieb der Bundespräsident. Zusammen hätten sie zudem vereinbart, dass die zuständigen Behörden beider Länder in Kontakt blieben. Parmelin und Meloni sprachen am Rande des Treffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Armeniens Hauptstadt miteinander.
Der italienische Regierungssitz – der Palazzo Chigi – teilte mit, Meloni habe im Laufe des Gesprächs von Parmelin eine «politische Zusage» erhalten, dass italienischen Familien «keine Kosten für die in der Schweiz erbrachten Spitalbehandlungen in Rechnung gestellt werden», wie die italienische Nachrichtenagentur Adnkronos schrieb.
Keine Rechnungskopien mehr für Opferfamilien
In seinem Beitrag auf X hielt Parmelin weiter fest, dass die beim Brand von Crans-Montana verletzten Personen und ihre Familien für die in der Schweiz «unmittelbar» nach der Katastrophe erbrachten medizinischen Leistungen nichts bezahlen müssten. Falls diese Kosten nicht durch Versicherungen gedeckt seien, würden sie von der Opferhilfe übernommen.
«Um Missverständnisse zu vermeiden, wird die Schweiz den Familien der Opfer keine Rechnungskopien mehr zusenden», schrieb der Bundespräsident weiter. Die Kopien seien lediglich zur Kontrolle gesendet worden, teilte das Bundesamt für Sozialversicherungen kürzlich mit. Die Rechnungen würden an die ausländischen Krankenversicherer gestellt.
Beim Brand in Crans-Montana in der Silvesternacht kamen 41 Menschen ums Leben, 115 Personen wurden verletzt. Unter den Opfern waren auch italienische Staatsangehörige.