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Kopf der «Agenda 2010» Ehemaliger deutscher Wirtschaftsminister Wolfgang Clement ist tot

  • Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement ist tot.
  • Der 80-Jährige sei am frühen Sonntagmorgen zu Hause in Bonn im Kreis der Familie friedlich in seinem Bett gestorben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Familienkreis.
  • Als Superminister von Gerhard Schröder setzte Clement die Hartz-Reformen um. Damit sicherte er der deutschen Wirtschaft Boomjahre, brachte die SPD aber um einen Teil ihrer Stammwählerschaft.
Clement litt an Lungenkrebs. Er ist mit 80 Jahren im Kreis seiner Nächsten gestorben.
Legende: Clement litt an Lungenkrebs. Er ist mit 80 Jahren im Kreis seiner Nächsten gestorben. Keystone

Wolfang Clement war von 1998 bis 2002 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, 2002 bis 2005 amtierte er als Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft.

Ehemalige Weggefährten Clements würdigten ihn als sozialliberalen Menschen, der sich zeit seines Lebens für sozialen Aufstieg, Arbeit und Wachstum eingesetzt habe.

Blumen vom Ex-Kanzler schon zum 80. Geburtstag

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Als Clement am 7. Juli 80 Jahre alt wurde, sagte der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) der Deutschen Presse-Agentur: «Wolfgang Clement hat politisch viel bewegt, in Nordrhein-Westfalen ebenso wie auf Bundesebene.» Schröder sagte weiter: «Ich habe es ihm hoch angerechnet, dass er im Jahr 2002 das Amt des Ministerpräsidenten aufgegeben und in meinem Kabinett den Posten des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit angenommen hat.»

Zusammen mit dem damaligen Chef des Bundeskanzleramts Frank-Walter Steinmeier habe er zu den wichtigen Akteuren gehört, die die Reformagenda 2010 konzipiert hätten, sagte Schröder.

Die Reformagenda 2010, die Clement als Superminister wesentlich mit umsetzte, gilt heute als seine herausragende politische Leistung – sie bescherte der deutschen Wirtschaft Boomjahre.

Vom Genossen zum Liberalen

Gleichzeitig verlor Clement aber den Rückhalt seiner Partei, weil er sie mit den Einschnitten im Sozialbereich um einen Teil ihrer Stammwählerschaft brachte.

Die Mitarbeit an der Realisation der Reformagenda war der Anfang einer langen Entfremdung, die schliesslich 2008 zum Parteiaustritt des unbequemen Genossen führte. In den Folgejahren warb Clement dann mehrfach für die FDP.

Clement litt an Lungenkrebs und starb mit 80 Jahren.

SRF 4 News, 27.9.2020, 13 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Willi Fetzer  (wi)
    Klar, über Tote soll man nur Gutes sagen! Jedoch zu seinem Vermächtnis gehört auch dass er vielen Deutschen die Butter und die Wurst vom Brot nahm! Dass die zu den Firmen und Konzernen floss sollte auch gesagt werden und nicht so tun dass er der Heilsbringer aller Deutschen war! Er machte viele zu Verlierern!