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Kopfgeld auf US-Soldaten Wie viel wusste Donald Trump? 

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Aus dem Archiv: USA und Taliban wollen Konflikt beenden
Aus Tagesschau vom 29.02.2020.
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Inmitten brisanter Enthüllungen über angebliches russisches Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan ist ein Streit darüber entbrannt, wie viel US-Präsident Donald Trump wusste. Der Nationale Sicherheitsberater Robert O'Brien bestritt Medienberichte, wonach Trump über die Gefahr unterrichtet worden sei.

Weil diese Vorwürfe nicht von den Geheimdiensten «überprüft oder untermauert wurden, war Präsident Trump nicht über die Themen informiert worden», sagte er. Dennoch habe sich unter anderem das Personal des Nationalen Sicherheitsrates «darauf vorbereitet, falls die Situation Massnahmen rechtfertigt».

Schriftliches Briefing an Trump?

Mehrere US-Zeitungen hatten sich auf Geheimdienstinformationen berufen, wonach russische Agenten militanten Islamisten der Taliban Geld für Angriffe auf US-Stellungen versprochen haben sollen. Die Belohnungen seien für die Tötung ausländischer Soldaten, darunter auch Briten, in Aussicht gestellt worden. Die Medien berichteten ausserdem unter Berufung auf anonyme Quellen, Trump sei über die Gefahr unterrichtet worden.

Die «New York Times» legte am späten Montagabend nach: Trump habe Ende Februar ein schriftliches Briefing erhalten. Wie viel der Präsident wusste, ist relevant, weil Massnahmen der US-Regierung gegen Moskau in der Sache nicht bekannt sind.

CIA «bestätigt» Information

Es gibt weitere Medienberichte in den USA, die aufzeigen, dass russisches Kopfgeld tatsächlich zum Tod von US-Soldaten in Afghanistan geführt hat: Untersucht werde unter anderem ein Autobombenanschlag im April 2019, bei dem drei Marinesoldaten getötet worden seien. Der «Washington Post» zufolge hatte die CIA die Informationen über das russische Kopfgeld untersucht und «bestätigt».

Vor einigen Wochen hatte Trump dagegen sogar die Idee geäussert, Russland auf den anstehenden G7-Gipfel in den USA einzuladen. Kritiker werfen dem US-Präsidenten schon seit Jahren vor, gegenüber Russland eine viel zu zurückhaltende und sogar zuvorkommende Linie zu fahren. O'Brien versicherte, dass Trumps Priorität auf der Sicherheit amerikanischer Truppen liege. Den Regierungsbeamten, die Informationen an die Presse übergaben, drohte er: Ihr Verhalten gefährde die nationale Sicherheit.

Esper: keine Beweise

Mittlerweile hat sich auch das US-Verteidigungsministerium zu Wort gemeldet. Es gebe kein «unterstützendes Beweismaterial» zu Berichten über russisches Kopfgeld auf US-Soldaten. Dies geht aus höchsten US-Militärangaben hervor.

«Ich möchte allen unseren Militärangehörigen versichern, dass das Ministerium alle potenziellen Bedrohungen gegen US-Militärpersonal sehr ernst nimmt», twitterte Verteidigungsminister Mark Esper.

Der Kreml bezeichnete die Medienberichte als Lüge. Die «grössten, verehrten und hochklassigen Massenmedien der Welt hören seit Jahren nicht auf, absolute «Enten» zu verbreiten», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

SRF 4 News, 28.06.2020,02.00 Uhr;

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66 Kommentare

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  • Kommentar von Henriette Rub  (Sylou)
    Möglicherweise würde das neue Buch von Helmut Roewer "Spaygate der Putsch des Establishments gegen Donal Trump" mit endlosen Quellverweisen etwas Licht ins Dunkel der vorherrschenden Meinung gegen DT bringen. Dabei muss ich weder für noch gegen in einstehen, würde aber trotzdem etwas Gerechtigkeit begrüssen.
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    1. Antwort von David Neuhaus  (Um Neutralität bemüht)
      Ich glaube kaum das jemand der gewohnt ist sein Wissen aus Schlagzeilen zu beziehen und das so gewonnene Weltbild mit Verve verteidigt Bücher liest das dieses in Frage stellen könnte.
      Der Psychoanalytiker Arno Gruen schrieb, dass viele Menschen ihre Persönlichkeitsstrukturen nur durch Feindbilder aufrechterhalten können. Insbesondere bei Menschen die strikt auf Anpassung bedachte sind würde das Wegfallen von Feindbildern zum Identitätsverlust und zum Auseinanderfallen ihrer Welt führen.
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  • Kommentar von Thomas Trefzer  (ttre)
    Auch wenn er die Berichte seiner Geheimdienste gelesen hätte, heisst dies noch lange nicht, dass er sie auch begriffen hätte... Glaube auch nicht, dass er seinem Vorbild Vladimier in die Suppe spucken möchte. Vielmehr hofft er vermutlich auf dessen Unterstützung im kommenden Wahlkampf. Dies nachdem ihm Kim's Hacker vermutlich eine Absage erteilt haben... great again ;-)
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    1. Antwort von Kurt Looser  (Dremel)
      Schlagzeilen bilden, sie bilden Klischees und führen letztlich zu Kriegen.
      Mit Russia Gate wurde von vornherein sichergestellt, dass sich die beiden größten Länder nicht annähern konnten. Ohne Dialog gibt es nur verhärtete Fronten, aber alle sind stolz mit ihrem Bashing auf der richtigen Seite zu stehen.
      Nun haben wir bald keine Abrüstungsverträge mehr, besten Dank an alle Hetzer im Sinne der gute Sache.
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  • Kommentar von Kurt Looser  (Dremel)
    Sie müssen etwas nur oft genug wiederholen, dann wird es zur Wahrheit. Titel und Text auf der Startseite lassen keine Zweifel offen, der Bericht ist dann nur noch dazu da, damit man rechtlich nicht belangt werden kann, bravo!
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