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Sjewjerodonezk weiter stark unter Beschuss
Aus Tagesschau vom 29.05.2022.
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Krieg in der Ukraine Laut Selenski ist die Infrastruktur von Sjewjerodonezk zerstört

  • Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat die umkämpfte Region Charkiw im Osten des Landes besucht.
  • Selenski hat Russland zudem die weitgehende Zerstörung der Grossstadt Sjewjerodonezk im Donbass vorgeworfen.
  • Zwei Berater des Präsidenten haben den Westen mit Nachdruck aufgefordert, der Ukraine schwere Waffen zu liefern.
  • Die EU-Kommission hat einen neuen Kompromissvorschlag für ein Öl-Embargo gegen Russland präsentiert. Laut dem Entwurf soll zunächst nur die Einfuhr von per Schiff transportiertem Öl auslaufen.
  • In der Schweiz haben die Bundesbehörden bis Freitag 53’655 Flüchtlinge aus der Ukraine registriert. Die aktuellen Entwicklungen zeigt unser Asyl-Dashboard.
  • Die Übersicht über die aktuelle Lage in der Ukraine finden Sie hier.

Der Ticker ist abgeschlossen

  • 0:26

    Lawrow: Einnahme des Donbass ist «bedingungslose Priorität»

    Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hat die Einnahme des ostukrainischen Donbass als «bedingungslose Priorität» bezeichnet. Es gehe darum, die ukrainische Armee und Bataillone aus den von Moskau als unabhängige Staaten anerkannten Gebieten Donezk und Luhansk zu drängen, sagte Lawrow dem russischen Aussenamt zufolge in einem Interview mit dem französischen Sender TF1. Das Ministerium veröffentlichte die Antworten am Sonntag auf seiner Internetseite.

    In anderen Gebieten der Ukraine, in denen Russland eine «militärische Operation» durchführe, müssten die Bewohner selbst über ihre Zukunft entscheiden, sagte Lawrow. Hingegen rechnet die Regierung in Kiew damit, dass es etwa in der ukrainischen Region Cherson ein gelenktes Referendum geben könnte über die Ausrufung einer «Volksrepublik» nach dem Vorbild der prorussischen Separatistengebiete Luhansk und Donezk.

  • 0:13

    900'000 Dollar für Eurovision-Trophäe

    Das ukrainische Kalush-Orchester, das diesen Monat den Eurovision Song Contest gewonnen hat, hat 900'000 US-Dollar durch den Verkauf der Eurovision-Trophäe gesammelt. Das Geld soll an das ukrainische Militär gehen, das gegen die russische Invasion kämpft.

    Die Gruppe gewann den Eurovision Song Contest mit ihrem Beitrag «Stefania», auf einer Welle der öffentlichen Unterstützung. Wolodimir Selenski, der Präsident der Ukraine, begrüsste den emotionalen Sieg des Kalush-Orchesters. Am Sonntag verkauften sie das Kristallmikrofon, das sie erhalten hatten, in einer Facebook-Auktion, die von dem ukrainischen TV-Moderator Serhiy Prytula geleitet wurde.

    Mit dem Erlös soll für die Streitkräfte das unbemannte Luftfahrtsystem PD-2, bestehend aus drei Flugzeugen und einer Bodenkontrollstation, gekauft werden, sagte Prytula bei der Auktion.

    Das Kalush-Orchester mit der Eurovision-Trophäe
    Legende: Das Kalush-Orchester reiste nach seinem Eurovision-Sieg in Turin direkt in die Ukraine zurück. Keystone
  • 23:04

    Spezialsteuer für Energie-Konzern steht zur Diskussion

    Seit dem russischen Angriff gegen die Ukraine steigen die Preise besonders stark bei Treibstoff, Heizöl und Gas. Davon profitieren aber Energie-Unternehmen, die nun in Italien und Grossbritannien mit einer Spezialsteuer belegt werden.

    Italiens Regierung hat einen Rabatt für die Endkunden von Benzin und Diesel eingeführt. Sie finanziert ihn, indem sie die Zusatzgewinne der Energiekonzerne mit einer Sondersteuer von 25 Prozent belegen. Auch Grossbritannien hat eine Sondersteuer eingeführt.

    SP-Nationalrätin Samira Marti lobt das italienische und britische Modell. Die steigenden Preise sollen von der öffentlichen Hand sozialpolitisch abgefedert werden. Im bürgerlichen Lager, etwa bei dem FDP-Nationalrat Beat Walti, kommt diese Idee einer Sondersteuer für Energiekonzerne nicht gut an. Diese ausserordentlichen Gewinne würden bereits besteuert. Die SVP hat Vorstösse gegen hohe Treibstoffpreise eingereicht, die in der Sommersession behandelt werden.

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    Sondersteuer auf Zusatzgewinne von Energieunternehmen
    Aus Tagesschau vom 29.05.2022.
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  • 22:32

    Selenski besucht umkämpfte Region Charkiw

    Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat die umkämpfte Region Charkiw im Osten des Landes besucht. Videoaufnahmen, die am Sonntag im offiziellen Telegram-Kanal des Präsidenten verbreitet wurden, zeigten Selenski, wie er Soldaten auszeichnete und die zerstörte Infrastruktur in Charkiw inspizierte. Es war der erste bekannte Besuch Selenskis im Frontgebiet im Osten des Landes seit Kriegsbeginn.

    Kurz nach Bekanntwerden des Besuchs wurde Charkiw nach Angaben des Stadtpräsidenten Ihor Terechow von russischen Truppen beschossen. Dabei sei ein Teil der zweitgrössten Stadt des Landes getroffen worden, sagte Terechow.

    Selenski dankte den Soldaten für ihren Einsatz. «Ich bin grenzenlos stolz auf unsere Verteidiger. Jeden Tag kämpfen sie unter Einsatz ihres Lebens für die Freiheit der Ukraine.»

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    Selenski besucht Charkiw
    Aus Tagesschau vom 29.05.2022.
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  • 20:34

    Selenski: «Gesamte kritische Infrastruktur in Sjewjerodonezk zerstört»

    Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat Russland die weitgehende Zerstörung der Grossstadt Sjewjerodonezk im Donbass vorgeworfen. Die gesamte Infrastruktur sei vernichtet, sagte Selenski in einer Videobotschaft. Mehr als zwei Drittel des Wohnbestands der Stadt seien komplett zerstört. Aber die Ukraine unternehme alles, um die Offensive einzudämmen.

    Sjewjerodonezk ist seit Monaten Ziel russischer Angriffe. Die Stadt gilt als letzter Punkt, den das ukrainische Militär in der Region Luhansk noch unter Kontrolle hält. Der ukrainische Generalstab hatte am Sonntagabend in seinem Lagebericht mitgeteilt, die russische Armee versuche, «am nordöstlichen Stadtrand von Sjewjerodonezk Fuss zu fassen» und führe Angriffe in Richtung Stadtzentrum durch. Die Bodenoffensive werde von Artillerie und Luftwaffe unterstützt.

    Stadt.
    Legende: Grosse Zerstörung in Sjewjerodonezk. (Bild vom 16. April 2022) Reuters
  • 20:18

    Öl-Embargo: EU-Kommission schlägt Kompromiss vor

    Im Streit über die Pläne für ein europäisches Öl-Embargo gegen Russland hat die EU-Kommission einen neuen Kompromissvorschlag präsentiert. Der Entwurf sieht nach Angaben aus der Behörde vor, zunächst nur die Einfuhr von per Schiff transportiertem Öl auslaufen zu lassen. Über die riesige Druschba-Pipeline transportiertes Öl würde demnach bis auf Weiteres von dem Embargo ausgenommen werden.

    Damit könnte Russland einen Teil seiner Geschäfte mit Unternehmen in der EU fortführen. Nach EU-Angaben floss zuletzt rund ein Drittel der Gesamtliefermengen durch die Druschba-Pipeline. Diese versorgt Raffinerien in Ungarn, der Slowakei und Tschechien sowie in Polen und Deutschland, wobei Deutschland und Polen bereits klargestellt haben, dass sie unabhängig von einem Embargo bis Ende dieses Jahres unabhängig von russischen Öllieferungen werden wollen.

    Die EU-Kommission zeigte sich am Sonntagabend nach ersten Beratungen optimistisch, dass ihr neuer Vorschlag Chancen auf eine Zustimmung durch alle 27 Mitgliedstaaten hat. Er soll nun auch bei dem an diesem Montag beginnenden Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs präsentiert werden. Eine Einigung sei in der kommenden Woche zu erwarten, hiess es am Sonntag aus Kommissionskreisen.

    Audio
    Öl-Embargo gegen Russland: Die wichtigsten Fragen und Antworten
    14:41 min
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  • 18:44

    Ukraine meldet Angriffe auf Stadtzentrum in Sjewjerodonezk

    Im Donbass gehen die Kämpfe nach ukrainischen Angaben mit unverminderter Härte weiter, vor allem im Raum Sjewjerodonezk. Der Feind «versucht, am nordöstlichen Stadtrand von Sjewjerodonezk Fuss zu fassen und führt Angriffsoperationen in Richtung Stadtzentrum durch», teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht mit. Die Bodenoffensive werde dabei von Artillerie und Luftwaffe unterstützt.

    Die einstige Grossstadt Sjewjerodonezk ist seit Monaten das Ziel russischer Angriffsbemühungen. Sie ist der letzte Punkt, den das ukrainische Militär in der Region Luhansk noch unter Kontrolle hält.

  • 16:54

    Moskau ermittelt gegen Sohn britischer Abgeordneter

    Weil er im Ukraine-Krieg gegen das russische Militär kämpft, hat die Moskauer Justiz ein Strafverfahren gegen den Sohn der britischen Parlamentsabgeordneten und Ex-Ministerin Helen Grant eingeleitet. «Im Rahmen eines Strafverfahrens wegen Söldnertums untersuchen die Ermittler die Rolle eines Verwandten der britischen Parlamentarierin Helen Grant», teilte das russische Ermittlungskomitee in seinem Telegram-Kanal mit. In britischen Medien wird Ben Grant als Held gefeiert.

    Grant, ein ehemaliger britischer Marineinfanterist, kämpft seit März als Freiwilliger aufseiten der Ukraine gegen die russische Invasion. Die britische Presse berichtete zuletzt, er habe unter Feuer einem verletzten Kameraden das Leben gerettet und ihn vom Schlachtfeld getragen.

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    Ausländische Kämpfer reisen in die Ukraine
    Aus SRF News vom 03.03.2022.
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  • 15:36

    Selenski besucht ukrainische Truppen in Region Charkiw

    Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat die umkämpfte Region Charkiw im Osten des Landes besucht. Am Sonntag im offiziellen Telegram-Kanal des Präsidenten verbreitete Videoaufnahmen zeigten Selenski dabei, wie er Soldaten auszeichnete, die zerstörte Infrastruktur in Charkiw inspizierte, aber auch von der russischen Armee zurückgelassene ausgebrannte Militärfahrzeuge besichtigte.

    Selenski dankte den Soldaten für ihren Einsatz. «Ich bin grenzenlos stolz auf unsere Verteidiger. Jeden Tag kämpfen sie unter Einsatz ihres Lebens für die Freiheit der Ukraine», so der Präsident.

    Präsident Selenski umringt von Militärs in Charkiw
    Legende: Seit Ausbruch des Krieges hat Wolodimir Selenski mit seinem Besuch der Region Charkiw erstmals die Region um Kiew verlassen. Reuters
  • 14:52

    Erdogan bekräftigt geplantes Veto zur Nato-Aufnahme

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat laut Medien bekräftigt, Staaten, die Terrorismus unterstützten, nicht in die Nato zu lassen. Solange er Präsident der Türkei sei, werde die Türkei definitiv nicht ja dazu sagen, zitiert der staatliche Sender TRT Haber den Präsidenten.

    Schweden und Finnland seien weder ehrlich noch aufrichtig, habe Erdogan bei seiner Rückkehr von einem Besuch in Aserbaidschan am Samstag gesagt. Beide Länder haben offiziell den Beitritt zur Nato beantragt.

    Erdogan lehnt die Aufnahme ab. Er wirft den Ländern vor, Menschen mit Verbindungen zu terroristischen Gruppen zu beherbergen. Gespräche zwischen den drei Ländern sind Erdogan zufolge nicht auf dem zu erwartenden Niveau.

  • 14:11

    Bürgermeister von Mariupol warnt vor Krankheiten

    Nach der Eroberung der Hafenstadt Mariupol durch russische Truppen warnt Bürgermeister Wadim Boitschenko vor dem Risiko von Infektionskrankheiten. Kanalisation und Müllabfuhr funktionierten nicht mehr, zudem stiegen die Temperaturen. «Daher melden unsere Ärzte die Gefahr, die in diesem Sommer auftreten kann: Ausbrüche von Infektionskrankheiten wie der Ruhr und anderen», sagte Boitschenko, der selbst nicht in der Stadt ist.

    Menschen stehen Schlange vor Häuserruinen
    Legende: Zivilisten stehen am 27. Mai 2022 in der zerstörten Stadt Mariupol Schlange, um von den Russen sauberes Wasser zu bekommen. Keystone
  • 13:24

    Russland liefert Serbien weiterhin Erdgas

    Russland beliefert Serbien weiterhin mit Erdgas. Darauf hätten sich der russische Präsident Wladimir Putin und sein serbischer Amtskollege Alexandar Vucic in einem Telefonat verständigt, teilt das Präsidialamt in Moskau mit. Die beiden Länder wollten ihre Partnerschaft vertiefen.

    Vucic erklärt, Thema sei auch die Erweiterung von Gaslagern gewesen. Er und Putin hätten sich auf einen Liefervertrag über drei Jahre geeinigt. Über den Preis könne er nicht sprechen, Einzelheiten würden mit Gazprom geklärt. Der zehnjährige Liefervertrag mit dem russischen Energiekonzern läuft am 31. Mai aus.

    Nach russischen Angaben diskutierten Putin und Vucic auch die Lage in der Ukraine und im Kosovo. Dieses hat 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, was die dortige Regierung nicht anerkennt. Serbien unterhält traditionell enge Beziehungen zu Russland und will EU-Mitglied werden. Dafür ist aber eine Normalisierung des Verhältnisses zum Kosovo nötig.

  • 12:30

    Russischer Botschafter rechnet nicht mit Einsatz von Atomwaffen

    Der russische Botschafter in London, Andrei Kelin, rechnet nicht damit, dass sein Land in der Ukraine Atomwaffen einsetzen wird. Nach den Regeln des russischen Militärs sei dies nur vorgesehen, wenn Russland in seiner Existenz bedroht sei, sagte Kelin in einem BBC-Interview. «Das hat nichts mit der aktuellen Operation zu tun.» Auch die Frage, ob er glaube, dass Präsident Wladimir Putin im Fall einer Ausweitung des Krieges bereit sei, einen nuklearen Angriff auf Grossbritannien zu verüben, verneinte der Botschafter. Dieses und ähnliche Szenarien waren vor einigen Wochen im russischen Staatsfernsehen öffentlich diskutiert worden.

    Konfrontiert mit Belegen für russische Kriegsverbrechen in der Ukraine wies der russische Botschafter wiederholt Moskaus Verantwortung dafür zurück. «Nichts passiert, keine Leichen auf der Strasse», sagte Kelin zu Berichten über die Gräueltaten im Kiewer Vorort Butscha, wo nach dem Abzug der Russen im April Hunderte Leichen gefunden wurden. «Unserer Ansicht nach ist das eine Erfindung. Es wird benutzt, um die Verhandlungen zu stören», sagte Kelin.

  • 11:19

    Russland: Grosses Arsenal in Krywyi Rih zerstört

    Die russischen Truppen haben nach Angaben der Regierung in Moskau ein grosses Arsenal der ukrainischen Armee in Krywyi Rih zerstört. Raketen hätten das Lager getroffen, meldet die russische Nachrichtenagentur Tass und zitiert das Verteidigungsministerium. Krywyi Rih ist eine Grossstadt im südlichen Zentrum der Ukraine. Zudem sei in der Region Dnipro mit Luftabwehrraketensystemen ein ukrainisches Kampfflugzeug vom Typ SU-25 abgeschossen worden.

  • 10:28

    London wirft Russland Verbreitung irreführender Narrative vor

    London wirft Russland vor, im Ukraine-Krieg gezielt irreführende Erzählungen zu verbreiten. Moskau sei bereit, «die weltweite Ernährungssicherheit für seine eigenen politischen Ziele aufs Spiel zu setzen und sich dann als vernünftiger Akteur zu präsentieren und den Westen für jegliches Scheitern verantwortlich zu machen», heisst es in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf Geheimdienstinformationen.

    So habe Russland die Ukraine vor einigen Tagen aufgefordert, den Hafen von Odessa zu entminen, damit Schiffe sicher durchfahren könnten. Tatsächlich blockiere Moskau selbst die Ausfuhr von Getreide aus ukrainischen Häfen.

    Dies sei ein Kerngedanke moderner russischer Kommunikationsstrategie, heisst es von den Briten. So würden «alternative Narrative» eingeführt, oft wenig überzeugend, um es der Öffentlichkeit zu erschweren, die Lage zu verstehen.

  • 9:02

    Ukraine: Russland-Sanktionen nicht Ursache für Nahrungsmittelkrise

    Die Ukraine widerspricht Russland erneut, dass westliche Strafmassnahmen gegen Moskau der Grund für die aktuelle mangelnde Lebensmittelsicherheit in der Welt seien. «Sanktionen gegen Russland haben nichts mit der sich abzeichnenden globalen Nahrungsmittelkrise zu tun», teilt Aussenminister Dmitro Kuleba per Twitter mit. «Der einzige Grund für Engpässe, steigende Preise und drohenden Hunger ist, dass das russische Militär 22 Millionen Tonnen ukrainischer Lebensmittelexporte in unseren Seehäfen physisch blockiert», betont Kuleba. Der Westen müsse Russland zum Ende der Blockade bringen.

  • 7:51

    Präsidentenberater fordern schwere Waffen vom Westen

    Mychajlo Podoljak, Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski, fordert den Westen zur Lieferung moderner Mehrfachraketenwerfer mit hoher Reichweite auf. «Wenn der Westen wirklich den Sieg der Ukraine will, ist es vielleicht Zeit, uns MLRS zu geben?», fragte er auf Twitter. MLRS sind in den USA hergestellte Artilleriesysteme. «Es ist schwer zu kämpfen, wenn man aus einer Entfernung von 70 Kilometern angegriffen wird und nichts hat, womit man sich wehren kann», meinte Podoljak. Die US-Regierung zieht einem Medienbericht zufolge in Erwägung, Mehrfachraketenwerfer in die Ukraine zu schicken.

    Präsidentenberater Olexij Arestowitsch sprach sich für Lieferungen von Raketen vom Typ Harpoon aus, mit denen Schiffe angegriffen werden können. Damit könnte die Ukraine die russische Blockade der Seehäfen durchbrechen, wurde Arestowitsch von der Agentur Unian zitiert.

    mehrere MLRS, US-amerikanische Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesysteme, feuern bei einer Übung Raketen ab
    Legende: MLRS steht für Multiple Launch Rocket System, ein US-amerikanisches Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem. Dieses Bild zeigt eine Übung mit einem RT-2000 MLRS in Taiwan (Archivbild von 2017). Keystone
  • 7:21

    Kampf um Sjewjerodonezk geht weiter

    Die Kämpfe um die ostukrainische Stadt Sjewjerodonezk halten nach Angaben des ukrainischen Militärs an. Russische Einheiten hätten auch am Samstag ihre Angriffe auf das Gebiet der Stadt fortgesetzt, teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte am Sonntagmorgen auf Facebook mit. «Die Kämpfe gehen weiter.»

  • 0:52

    Selenski fordert Einstufung Russlands als Terrorstaat

    Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski fordert, dass Russland offiziell als Terrorstaat eingestuft wird. In seiner abendlichen Video-Ansprache sagte Selenski, dies spiegle die tägliche Realität wider, die Russland mit dem Angriff auf die Ukraine gestartet habe. Der Terror sei inzwischen «die einzige Form des Handelns des russischen Staates gegenüber der Ukraine und Europa» geworden.

    Er nannte neben dem Angriffskrieg die Bereiche Energie und Nahrungsmittel als Beispiele für den russischen Terror. Dies wolle er zu Wochenbeginn am EU-Gipfel thematisieren. Bereits im April hatte das ukrainische Parlament Russland gesetzlich als Terrorstaat eingestuft.

    Selenski.
    Legende: Russland terrorisiere mit dem Krieg nicht nur die Ukraine, sondern mit seiner Energiepolitik und der Blockade von Weizenexporten aus der Ukraine auch Europa und die Welt, sagt Wolodimir Selenski. Keystone (Archivbild)
  • 0:41

    Russische Bomben töten Zivilisten

    Bei Angriffen auf ukrainische Orte sind den Behörden zufolge mehrere Zivilisten getötet oder verwundet worden. Präsident Wolodimir Selenski sagte, bei den russischen Angriffen auf Zivilisten handle es sich um «sinnlose, barbarische Angriffe» mit Raketen und Mörsern. Die ukrainische Armee ihrerseits teilte mit, mehrere russische Angriffe abgewehrt zu haben. Dabei seien 33 «Okkupanten» getötet und sechs gepanzerte Fahrzeuge zerstört worden.

    Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen. Die heftigsten Kämpfe sind weiterhin im Donbass im Gange. Dort ist besonders die Grossstadt Sjewjerodonezk umkämpft. Unklar bleibt, inwieweit die Stadt noch in ukrainischer Hand ist.

Wieso zeigt SRF Kriegsbilder?

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In den Publizistischen Leitlinien von SRF steht zum Thema Kriegsberichterstattung: «Es ist nicht unsere Aufgabe, ein geschöntes Bild der Realität zu liefern. Ereignisse, die schockierend sind, dürfen auch schockieren. Eine schonungslose Darstellung ist oft nötig, um einem Sachverhalt gerecht zu werden.»

Beim Krieg in der Ukraine kommt hinzu, dass die kriegführende Partei Russland behauptet, dass es gar keinen Krieg gebe und dass Zivilpersonen verschont würden. Hier stehen wir zusätzlich in der Pflicht, dieser Lüge mit klaren Aussagen und eindeutigen Bildern zu widersprechen.

Tagesschau vom 29.05.2022, 19:30 Uhr

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