Chaos in Venezuela Krise mit Sprengkraft

Venezuela ist auf dem Weg zur Diktatur. Das ist nicht nur ein regionales Problem. Fünf Gründe, warum.

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Aufstand in Venezuela

1:53 min, aus Tagesschau vom 7.8.2017

Ölpreis: Seit 2014 ist der Ölpreis von 100 auf 50 Dollar gefallen. Davon haben Unternehmen und Verbraucher im Ausland profitiert. Venezuela hat mit über 300 Milliarden Barrel die grössten Reserven. Eine Staatspleite oder ein Importstopp – etwa durch die USA, dem grössten Abnehmer – könnten einen Preisanstieg auslösen.

Ölpumpen in Venezuela. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der tiefe Ölpreis: Einer der Auslöser der aktuellen Krise. Keystone

Spannungen: China, der Iran und Russland halten zu Maduro. Peking soll Venezuela von 2005 bis 2016 mit über 52 Milliarden Euro unterstützt haben. US-Präsident Donald Trump hat Sanktionen gegen Maduro verhängt – ihm kann die Hilfe der drei Mächte im «Hinterhof der USA» nicht gefallen.

Flüchtlinge: 140'000 Venezolaner sollen sich illegal in Kolumbien aufhalten, die Regierung will Sondervisa mit zwei Jahren Bleiberecht ausstellen. Auch in Brasilien kommen immer mehr verzweifelte Menschen an, die kaum versorgt werden können. Grenzstädte sind überfordert.

Venezolaner auf dem Weg nach Kolumbien (Aufnahme vom 26.07.). Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Letzte Hoffnung Flucht: Venezolaner auf dem Weg nach Kolumbien (Aufnahme vom 26.07.). Keystone

Instabilität: Gerade für die Beziehungen mit Kolumbien – durch den Friedensprozess zum neuen Hoffnungsland in der Region auch für europäische Unternehmen avanciert – könnte die Lage brenzlig werden. Es gab wiederholt Zwischenfälle an der Grenze. Maduro wirft Kolumbien zudem eine Unterstützung der Opposition vor.

Geschäfte: Für ausländische Unternehmen ist Venezuela zum grossen Verlustbringer geworden. Einnahmen in Landeswährung sind durch die Inflation kaum etwas wert.