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Legende: Video Reaktionen auf Trumps Golan-Entscheid abspielen. Laufzeit 01:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.03.2019.
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Kritik auch von Verbündeten Trumps Golan-Entscheid sorgt weltweit für Kopfschütteln

  • Die USA werden von verschiedenen Seiten kritisiert, nachdem Donald Trump Israels Anspruch auf die Golanhöhen anerkennen will.
  • Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens. Israel hatte sie während des Sechstagekrieges 1967 besetzt und 1981 annektiert.
  • Die USA verletzten mit ihrer Anerkennung das Völkerrecht, heisst es.

Eine Sprecherin der Europäischen Union betonte, dass Trumps Entscheid an der Haltung der EU nichts ändere. Die EU würde im Einklang mit internationalem Recht Israels Anspruch auf das Gebiet nicht anerkennen.

Auch der Aussenminister Frankreichs wies darauf hin, dass eine Anerkennung gegen internationales Recht verstosse. Deutschland kritisiert den US-Präsidenten ebenfalls. «Wenn nationale Grenzen verändert werden sollen, müssen alle Seiten auf friedliche Art und Weise involviert sein», sagte eine Regierungssprecherin. Einseitige Schritte wiesen sie zurück. Auch Russland – als Alliierter von Syriens Präsident Baschar al-Assad – warnte davor, dass Trumps Äusserungen die Region destabilisieren können.

Kritik auch von Verbündeten

In der arabischen Welt sorgt die Anerkennung von Israels Anspruch auf den Golan naturgemäss für Aufruhr. Der Iran sprach in einer Mitteilung von einer «illegalen und inakzeptablen» Äusserung Trumps. Syrien als direkt Betroffener teilte mit, der Golan bleibe syrisch und Donald Trump habe seine Verachtung für das Völkerrecht bewiesen.

Auch die Türkei – eigentlich ein Verbündeter der USA – verurteilte die neue Haltung der USA. Der Entscheid bringe den Mittleren Osten an den Rand einer neuen Krise. Eine Anerkennung des israelischen Anspruchs sei inakzeptabel, sagte Präsident Erdogan.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Andrew Simon (A. Simon)
    Die Frage ist doch, warum Syrien den Golan nicht mehr hat. Vielleicht, weil sie von 1948 bis 1973 ständig Israel angegriffen haben und alle Kriege verloren haben? Der Golan hätte immer bei Syrien bleiben können, wenn Syrien den friedlichen Weg gewählt hätte. Syrien hat hoch gepokert und den Golan verloren. Und abgesehen davon, welches Land auf der Welt würde mit Assad so einen Deal eingehen? Keines!
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  • Kommentar von Klaus Kreuter (KallePalle)
    Da gibt es doch keine Diskussion? So wenig wie die Krim zu Russland gehört, so wenig gehören die Golan-Höhen den Israeli. Mit solchen Statements werden alle Verbündeten schlicht gegen den Kopf gestossen, es kann nicht sein, dass Völkerrecht auf diese Weise ausgehebelt wird. Israel muss mit Syrien selbst verhandeln und einen Weg finden die Situation für beide Seiten zu regeln.
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    1. Antwort von Edwin Schaltegger (Edwin Schaltegger)
      Ich empfehle ihnen sich vermehrt mit dem geschichtlichen Hintergrund des Jom-Kippur Krieges von 1973 zu befassen bevor sie das Völkerrecht dermassen strapazieren. Die Armeen von Syrien, Ägypten und weiteren arabischen Staaten wollten Israel von der Landkarte "ausradieren" und die Juden ins Meer werfen. Die Israeli haben mit mit hohem Blutzoll die syrischen und arabischen Streitkräfte besiegt und dabei die strategisch überlebenswichtigen Golanhöhen besetzt und zu Recht annektiert.
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    2. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      E.S. Dies geschah im Sechs-Tage-Krieg 1967.
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  • Kommentar von Martin Pfyffer (coruja)
    Wann werden Sanktionen gegen die USA erhoben, wenn sich diese nicht an das Völkerrecht halten? Sanktionen gibt es immer nur von den USA gegen andere Staaten, ausgenommen Israel und Saudiarabien, die "Kuschelfreunde", Eigentlich sind die Sanktionen nichts anderes als Wirtschaftskrieg.
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