- Die EU will verschärfte Kapitalvorschriften für Banken erst ab 2025 umsetzen.
- Die Reform kommt zwei Jahre später als eigentlich vorgesehen.
- Banken in der EU müssten demnach bis zu 8.4 Prozent mehr Kapital bis 2030 zur Seite legen, um Risiken entgegenzuwirken.
Ein wichtiger Teil des Gesetzespaketes betrifft Kredite für Unternehmen, die nicht von Rating-Agenturen bewertet werden. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen bekommen keine solche risikobasierte Bonitätsnote. Die EU-Kommission schlägt daher vor, dass Banken mehr Kapital zurücklegen müssen, wenn sie Unternehmen ohne Rating Kredite geben. Die Institute sollen das bis 2032 umzusetzen.
Das Gesetzespaket beschäftigt sich auch mit der Risikoberechnung der Banken. Die Institute nutzen teils eigene Modelle, um so den Eigenkapital-Bedarf tiefer zu berechnen. Die Reform schreibt nun vor, dass Banken dies nur begrenzt tun dürfen. Dafür gibt die Kommission ihnen fünf Jahre Zeit.
Die Gesetzesvorschläge werden nun dem Europäischen Parlament und den EU-Mitgliedstaaten vorgelegt. Sie können noch Änderungen vornehmen, bevor das Paket verabschiedet wird – das könnte allerdings noch dauern.