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Kräftemessen in Venezuela
Aus Echo der Zeit vom 30.04.2019.
abspielen. Laufzeit 05:25 Minuten.
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Lagebericht aus Venezuela «Die Situation ist sehr verwirrend»

Steht ein Putsch bevor? Aus Venezuela gibt es nur wenige Informationen. Eine Journalistin vor Ort schätzt die Lage ein.

Aus Venezuela erreichen uns Meldungen über einen möglichen Militärputsch gegen Machthaber Nicolàs Maduro. Die Lage ist unübersichtlich. Das «Echo der Zeit» von Radio SRF hatte soeben Kontakt mit der venezolanischen Journalistin Herminia Fernandez. Sie schildert, wie sich ein Teil des Militärs und der Polizei gegen Maduro auflehnen.

Herminia Fernandez

Herminia Fernandez

Journalistin

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Hernandez lebt in Caracas und arbeitet für diverse internationale Medien wie den französischen Fernsehsender «France24». Da die Telefonleitungen mehrheitlich tot sind und auch das Internet nur sehr lückenhaft funktioniert, wurden die Fragen per Nachrichtendienst Whatsapp gestellt – sie antwortete dann mit Sprachnachrichten.

Im Morgengrauen hätten sich die abtrünnigen Soldaten und Polizisten bei der Militärbasis La Carlota, auf Brücken und Strassen im Zentrum der Hauptstadt an wichtigen Positionen positioniert. Ganze Autobahnen seien mit Lastwagen blockiert worden.

Es ist schwierig abzuschätzen, ob das jetzt der entscheidende Augenblick ist für die Oppositionellen mit Guaidó.

«Die Strassen sind voll mit Menschen, die Juan Guaidós Aufruf zum Putsch folgen», schreibt die Journalistin. Maduros Leute würden die Protestierenden mit Tränengas bewerfen. Vor wenigen Augenblicken hätte man auch Detonationen und Schüsse gehört.

Trotzdem würden die Menschen auf den Strassen und Brücken bleiben: «Die Situation ist sehr verwirrend. Und es ist schwierig abzuschätzen, ob das jetzt der entscheidende Augenblick ist für die Oppositionellen.»

Soldaten in Caracas
Legende: Der Anfang vom Ende für Maduro? Oppositionsführer Guaidó habe ebendies für den 1. Mai angekündigt, berichtet die Journalistin. Reuters

Guaidó habe die letzten Tage immer wieder davon gesprochen, dass das Ende der Maduro-Regierung am 1. Mai Tatsache sei. «Niemand hat so recht verstanden, wie er das meint, was sein Plan ist.» Nun bleibe abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln und wie die Militärs, die immer noch zu Maduro halten, auf die neuste Entwicklung reagieren.

Video
Leopoldo López fordert das Militär auf, sich der Bewegung anzuschliessen (unkomm.)
Aus News-Clip vom 30.04.2019.
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15 Kommentare

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  • Kommentar von Haller Hans  (H.Haller)
    Maduro wird sich wohl durchsetzen und halten können. Die Frage ist nur wie lange noch. Ebenso wird Maduro sich weiterer Mittel bedienen wollen um sich an der Macht halten zu können. Das Militär selber ist eher am Selbsterhalt interessiert und sicherlich nicht scharf darauf sich auf ein ungewisses Abenteuer einzulassen. - Böse gesagt, denen ist egal wer da Regiert, Hauptsache es geht dem Militärs nicht an den Kragen.
  • Kommentar von Jakob Tschudi  (Jake7)
    Ein "Aufruf zum Putsch" ist immer auch ein Aufruf zur Gewaltanwendung. Ob das den Guaido-Fans klar ist?
    1. Antwort von Haller Hans  (H.Haller)
      Keine Sorge, diese Guaido's wissen das selber ja auch. Nur Maduros Ansagen und Aufrufe sind auch nicht so friedfertig.
  • Kommentar von Jakob Tschudi  (Jake7)
    Merkwürdig: Von "ganzen Autobahnen", die angeblich blockiert werden und grossen Menschenansammlungen, die Guaidos Aufruf zum Putsch (interessante Formulierung - wer hat den Putsch eigentlich angezettelt...?!) angeblich folgen, ist in den Videos, die derzeit kursieren, nichts zu sehen.