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Legende: Video 40 Jahre Flucht beendet: Battisti ist wieder in Italien. abspielen. Laufzeit 00:55 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.01.2019.
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Landung in Rom Früherer Linksterrorist Battisti an Italien ausgeliefert

Cesare Battistis jahrzehntelange Flucht ist zu Ende. Zuletzt lebte er in Bolivien. Ihm wird mehrfacher Mord vorgeworfen.

  • Battisti war am Samstag in Santa Cruz in Bolivien festgenommen worden.
  • Er soll als Mitglied der Gruppe «Bewaffnete Proletarier für den Kommunismus» Ende der 1970er Jahre an vier Morden beteiligt gewesen sein.
  • Battisti hat die Teilnahme am Untergrundkampf zugegeben, bestreitet – jedoch die Teilnahme an den Morden.

Der 64-Jährige wurde von mindestens zehn Polizisten begleitet, als er aus dem Flugzeug stieg. Innenminister Matteo Salvini und Justizminister Alfredo Bonafede waren eigens zum Flughafen Ciampino in Rom gekommen.

Battisti hatte lange Zeit mit Duldung linker Regierungen erst in Frankreich und später in Brasilien gelebt und dabei zwischenzeitlich als Roman-Autor («Le Cargo sentimental») Geld verdient. Er war nach Bolivien entwichen, als der neu gewählte rechte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro seine Auslieferung als «kleines Geschenk» an Italien angekündigt hatte.

Legende: Video Einschätzungen von SRF-Korrespondent Philipp Zahn abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.01.2019.

Unter den Linksextremisten, die in den 1970er-Jahren Italien mit Terror überzogen, war Battisti keineswegs einer der bekanntesten. Sein als arrogant empfundenes Auftreten und seine Flucht durch mehrere Staaten sowie die Unterstützung, die er vor allem in Frankreich zeitweise von Intellektuellen bekam, machten ihn aber zur öffentlichen Hassfigur. «Die Opfer dieses elenden Mörders werden nicht wieder lebendig, aber nach 40 Jahren ist wenigstens Gerechtigkeit getan», sagte Salvini am Flughafen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Beutler  (Plinius)
    Und was geschieht mit den viel zahlreicheren italienischen Rechtsterroristen? Zum Beispiel mit denen, die für das Attentat auf den Bahnhof Bologna verantwortlich sind? 85 Tote und mehr als zweihundert Verletzte. Der Haupttäter, Luigi Gelli. Grossmeister der rechtsextremen Freimaurerloge P2, starb 2015 in seiner Villa in Arrezo. Gegen die Gewalttäter auf der rechten Seite ist Battista nur ein Hirtenknabe. Saldinis Erklärungen stinken zum Himmel, er, der die Gräuel des Faschismus rechtfertigt...
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    1. Antwort von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
      Wollen sie die Taten dieses Mörders und Terroristen noch beschönigen?
      Die Linksterroristen der "Brigate Rosse" waren mindestens so schlimm und richteten sinnlose "Blutbäder" an. Jegliche Art von Extremismus und Terrorismus ist verabscheuungswürdig, sei er politisch oder religiös motiviert!
      Hier noch nach "Gut und Böse" zu unterscheiden ist einfach nur unmenschlich und zynisch.
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    2. Antwort von Beat Kessler  (KLERUS)
      @Schaltegger: Nicht alle Verbrechen können der „Brigate Rosse“ zugeschrieben werden. Da hatten noch andere Akteure ihre Finger im Spiel! Im Zuge der Aufdeckung der „Geheimarmeen“ der Wertegemeinschaft, kamen einige Details ans Licht, die mehr als nur zum Nachdenken anregen sollten. Von daher sollten sämtliche Schlüsse den Gerichten überlassen werden. Mit freundlichen Grüßen
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    3. Antwort von kurt trionfini  (kt)
      Herr Beutler: Sie greifen zum billigsten Mittel der Rechtspopulisten: Abwiegeln und Ablenken mit der Frage "und was ist mit...?" In etwa so: "Rückläufige Geburtenrate bei den Waldameisen" - "Und warum spricht niemand von der abnehmenden Gleitfähigkeit der Regenwürmer?". Patati, Patata. Mir war und ist die Linke näher als die Rechte. Genau deshalb finde ich auch das nachträgliche Abrechnen durch das Hochrechnen der Anzahl von Toten geschmackslos, verfehlt und peinlich.
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