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Neuseeland verbietet Lebendtransporte per Schiff
Aus SRF 4 News aktuell vom 17.04.2021.
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Lebendexporte Neuseeland verbietet Tiertransporte per Schiff

Nach einem grossen Unglück waren die Transporte bereits vorübergehend sistiert. Jetzt ist das Verbot definitiv.

Tiertransporte per Schiff sind neu verboten: Nachdem letztes Jahr in einem Sturm in der Nähe von Japan ein Schiff auf dem Weg nach China mit 5'800 Rindern sank und alle Tiere und mehr als 40 Crewmitglieder ihr Leben verloren, hat die neuseeländische Regierung Tiertransporte vorübergehend untersagt. Nun wurde dieses Verbot definitiv ausgesprochen.

Neuseeland will als verantwortungsbewusstes Land gesehen werden: «Lebendexporte werden seit Jahren von Tierschützern als besonders grausames Geschäft kritisiert, nicht nur die von Neuseeland, auch die von Australien», sagt SRF-Australien-Korrespondent Urs Wälterlin. «Das Land hat den Ruf, grün und sauber zu sein.» Er merkt allerdings an, dass dieses Bild nicht ganz korrekt sei. «Gülle fliesst in derart grossen Mengen in die Gewässer, dass das Baden in den meisten Flüssen in Neuseeland heute verboten ist.»

Zahlen des neuseeländischen Bauernverbandes: Das Land exportiert rund 110'000 Tiere lebend pro Jahr, was einem Geschäft von etwa 140 Millionen Franken entspreche, sagt Wälterlin. Im Gegensatz zu Australien exportiert Neuseeland seit 2008 keine lebenden Schlachttiere mehr, sondern nur noch Milch- und Zuchttiere, die einen höheren Wert haben.

Keine einschneidende Entscheidung: «Im Vergleich zum Umsatz beim Export von Milch oder Milchprodukten ist die Summe von 140 Millionen für Neuseeland vernachlässigbar», sagt der Korrespondent. Mit dem Export von Milch und Milchprodukten würden jährlich Milliarden von Franken umgesetzt. Das Nachbarland Australien hingegen will an den Lebendtransporten von Kühen und Schafen festhalten.

SRF 4 News, 15.04.2021; 08:46;

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Cornelia Rothen  (C_Rothen)
    Als ich mit 15 Jahren (nun bin ich 44) eine Dokumentation zu Tiertransporten gesehen habe, hat mich dies tief erschüttert. Besonders auch die Schiffstransporte. Die Tiere wurden mit Elekrostäben in die dunklen Unterdecks getrieben. Knochenbrüche in Kauf genommen wegen Stürze. 3-5% Verlust (=Verrecken) einkalkuliert. Bestialisch, traurig,unfassbar... und das bewog mich vegetarisch zu leben. Wir müssen mehr Respekt zeigen vor den Tieren, nicht nur Profit und Billigfleisch an erste Stelle setzen.
  • Kommentar von André Piquerez  (Nemesis1988)
    Diese Tiertransporte finde ich eines der besten Beispiele für die Grausamkeit der Menschen. Es ist so ziemlich dasselbe was man über Jahrhunderte hinweg mit Menschen aus Afrika gemacht hat. Die Sklaven-Transporte sind sicherlich eines der düstersten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Aber bei den Tieren ist es genauso schrecklich nur dass die Tiere sich nicht wehren können und das alles von den meisten Ländern einfach so hingenommen wird trotz dieses Leides.
  • Kommentar von No Ra von Allmen  (No Ra von Allmen)
    Jeder Entscheid in diese Richtung bedeutet etwas weniger an Leid.
    Es gibt noch viel zu tun.
    Zu viel wegschauen - zu wenig klare Rechte und Kontrollen