Lebensmittel-Hilfe gelangt wieder nach Homs

Nach eintägiger Unterbrechung sind die Hilfslieferungen in die von syrischen Regierungstruppen belagerte Altstadt von Homs am Mittwochvormittag fortgesetzt worden. Einen schweren Stand hat die UNO-Resolution zur humanitären Situation.

Zerbombte Häuserruinen und Schuttberge. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Manche Quartiere von Homs sind total zerstört (Bild vom Juli 2013) Keystone

«Um 11.00 Uhr (Ortszeit) wurden wieder Lebensmittel nach Homs gelassen», sagte Gouverneur Talal Barasi der Nachrichtenagentur AFP. Der Konvoi könne auch wieder eine Gruppe Zivilisten aus der Altstadt herausbringen, fügte er hinzu.

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Blockierte Resolution

Erste Beratungen über eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats zur humanitären Lage in Syrien haben kein Ergebnis gebracht. Sowohl Russland als auch die westlichen Staaten beharrten auf ihren gegensätzlichen Standpunkten.

Am Freitag hatte die Evakuierung begonnen, bis zum Montag wurden nach UNO-Angaben 1132 Menschen aus Homs gebracht. Zudem wurden Lebensmittelrationen verteilt, die 1550 Menschen einen Monat lang ernähren können.

Die Millionenstadt Homs wird seit mehr als anderthalb Jahren von Regierungstruppen belagert. Bei den Syrien-Friedensgesprächen in Genf hatten beide Konfliktparteien vereinbart, dass Frauen, Kinder und alte Menschen in Sicherheit gebracht und Hilfslieferungen ermöglicht werden sollen.

Am Wochenende startete die Hilfsaktion für die zuletzt 3000 in der Altstadt von Homs eingeschlossenen Menschen. Dabei wurde die vereinbarte Feuerpause jedoch nicht von allen Seiten eingehalten. Am Dienstag wurden die Evakuierungen schliesslich unterbrochen.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Zweite Runde der Syrien-Friedensgespräche in Genf

    Aus Tagesschau vom 10.2.2014

    In der ersten Ende Januar wurde die Evakuierung von Frauen, Kindern und älteren Bewohnern aus der umkämpften Altstadt von Homs beschlossen. Doch dann wurde die vereinbarte Waffenruhe gebrochen. In Genf sind heute die Delegationen von Regierungs-und Oppositionsvertretern eingetroffen für einen zweiten Anlauf. Einschätzungen von SRF-Korrespondentin Alexandra Gubser in Genf.

  • Syrien: Hilfe für Homs verzögert sich

    Aus Tagesschau vom 8.2.2014

    Rund 2'500 eingeschlossene Zivilisten warten in der Altstadt von Homs auf dringend benötigte Hilfe. Die kommt aber vorerst nicht. Die ausgehandelte dreitägige Waffenruhe wurde bereits wieder gebrochen. Teile der Stadt und auch Fahrzeuge des Roten Halbmondes sind beschossen worden. Vier Mitarbeiter des Hilfswerks wurden dabei verletzt.