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International Leuthard: Infrastrukturbereich Italiens soll die Schweiz bezahlen

Bundesrätin Doris Leuthard will die Zusammenarbeit mit Italien im Infrastrukturbereich ausbauen. Auch eine Mitfinanzierung italienischer Projekte im Rahmen der Neat auf Schweizer Seite wurde bei einem Treffen in Rom diskutiert.

Legende: Video Bundesrätin Leuthard zur Kooperation mit Italien abspielen. Laufzeit 1:37 Minuten.
Vom 06.09.2013.

Die Schweiz und Italien wollen im Energie- und Infrastrukturbereich enger zusammenarbeiten. Dazu haben Bundesrätin Doris Leuthard und Italiens Infrastrukturminister Maurizio Lupi in Rom ein Infrastrukturabkommen vereinbart.

Am 4. Oktober soll hierzu in Basel ein Treffen stattfinden, bei welchem die Inhalte des bereits im Dezember 2012 unterzeichneten Abkommens aktualisiert werden. Die Finanzierung der Infrastrukturprojekte werde im Anschluss den beiden Parlamenten zur Ratifizierung vorgelegt.

Leuthard zu Mitfinanzierung bereit

Ein Industriezweig der internationalen Linie Mendrisio-Varese.
Legende: Die Bauarbeiten – hier im Juni 2013 – an der Linie Mendrisio-Varese verlaufen auf Schweizer Seite nach Plan. Keystone

Zwei Projekte zählen als prioritär: Der Bau einer Verbindung Mendrisio-Varese, die für die Mailänder Weltexpo 2015 als strategisch gilt. Sowie die Bahnverbindung Busto Arsizio-Gallarate-Luino-Sankt Gotthard, die Teil des Neat-Ausbaus ist. Diese Strecke ist vor allem für den Warentransport auf der Achse Genua-Novara-Basel von Bedeutung.

Bundesrätin Leuthard bestätigte die Bereitschaft auf Schweizer Seite, den italienischen Teil mitzufinanzieren. Für die Schweiz geht es dabei um 230 Millionen Franken. Bei dem Treffen in Rom waren auch die auf der Gotthard-Achse südlich geplanten Ausbauten in Italien ein Thema. «Wir wollen bei der Planung genau dabei sein, wenn wir uns an diesem Infrastrukturprojekt finanziell beteiligen. Wir wollen klare Garantien, dass die Zulaufstrecken in Italien auch funktionieren», meinte Leuthard.

Stärkere Zusammenarbeit beim Strom

Zusätzlich wollen Italien und die Schweiz durch eine stärkere Kooperation im Strombereich den Handel zwischen den beiden Ländern fördern. Dies resultiert aus einem Treffen zwischen Leuthard und dem italienischen Energieminister Flavio Zanonato in Rom. Leuthard traf auch mit Italiens Umweltminister Andrea Orlando zusammen.

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34 Kommentare

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  • Kommentar von P. Kuster, Basel
    Die CH-Regierung hat offenbar die nächste Stufe erreicht. Es ist nicht mehr notwendig sie unter Druck zu setzen. Einfach Nichts tun, die Verträge nicht einhalten und die Gutmenschen von Bern öffnen von selber den Geldschrank. Auch wenn man sonst nichts zu tun halt, als die Schweizerinnen und Schweizer schlecht zu reden und an der Grenze schäbig zu behandeln.
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  • Kommentar von Walter Starnberger, Therwil
    Wunderbar, die Schweiz hat viel überflüssiges Geld. Zum Dank dafür schicken uns die Italiener ihre Asylbewerber, die sie gemäss Schengen/Dublin eigentlich selbst behalten müssten. Und mit den Ausbau der Neat auf der italienischen Seite können diese dann noch schneller und komfortabler reisen. Die Schweiz ist sehr ausländerfreundlich.
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  • Kommentar von M.Bracher, Bern
    Ich finde es schon interessant! Gestern in der Arena schwafelte die SP-lerin was, von Kürzungen bei der AHV, IV und Bildung wegen der Armee! Logischweise müssten für diese 230 Mio. ebenfalls Kürzungen bei der AHV, IV, Bildung vorgenommen werden! Da frage ich mich schon, weshalb die SP, für diese Kürzungen bei der AHV, IV und Bildung ist? 11:29 7.9.13 http://www.srf.ch/news/international/leuthard-infrastrukturbereich-italiens-soll-die-schweiz-bezahlen#main-comments
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