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Marsch gegen Rassismus Tausende Italiener gehen in Macerata auf die Strasse

  • Tausende Demonstranten haben am Samstag im mittelitalienischen Macerata an einer Anti-Rassismus-Demonstration teilgenommen.
  • Zur Kundgebung hatten linksorientierte Kräfte aufgerufen.
  • Vor einer Woche hatte ein italienischer Rechtsextremer in Macerata, der Provinzhauptstadt der Region Marken, offensichtlich aus Fremdenhass aus einem fahrenden Auto geschossen und sechs Afrikaner verletzt.

Antifaschistische Organisationen aus dem ganzen Land versammelten sich genauso wie Anhänger von Linksparteien und sozialen Einrichtungen. Medien berichteten von «Tausenden» Teilnehmern. Auf Transparenten stand: «Wir sind alle Ausländer».

Ein Schütze hatte vor einer Woche mitten im Wahlkampf offensichtlich aus rassistischen Motiven das Feuer auf mehrere Afrikaner eröffnet. Sechs Menschen wurden verletzt.

Grund soll der Tod einer 18-jährigen Italienerin gewesen sein, die zerstückelt in zwei Koffern gefunden worden war. Zunächst wurde einem Nigerianer der Mord angelastet, der Vorwurf wurde später allerdings fallengelassen – aber die Rolle des Mannes ist immer noch nicht geklärt.

Seit der Attacke von Macerata ist im italienischen Wahlkampf eine bittere Debatte über Migration entbrannt. Vor allem rechte Parteien erhoffen sich dadurch mehr Zuspruch bei der Wahl am 4. März.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Rechtsradikalismus v.a.den Migranten anzulasten, wäre billig. Der Protestzug und allgemein die Proteste müssen dem gesamten Spektrum des Rechtsradikalismus gelten. Hier sei auf Ultras von Lazio Rom verwiesen, die durchaus hellhäutig sind und lautstark ihre faschistischen (neonazihaften) Parolen zum "Besten" geben. Es gilt, dass die Politik und die sozialen Einrichtungen hüben wie drüben sinnstiftend sein müssen. Dies nimmt dem Radikalismus (auch dem Linken) den Wind aus den Segeln.Das wäre gut!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Einfach auf "fremde" Menschen zu schiessen, kann und will sicher niemand goutieren! Nur ist es sehr unfaire, alles dermassen einseitig als rassistisch zu sehen und zu verurteilen! Warum entstehen solche "Hassgefühle" bei einheimischen Bürger(innen) überhaupt? Ueber diese (möglichen) Gründe (an der Wurzel) zu reden und zu schreiben ist und bleibt weiterhin weltweit tabu! Man demonstriert auf den Strassen gegen "Rassismus"! Punkt! Wer das Mass des Zumutbaren verliert, muss mit Reaktionen rechnen!
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Ich finde die Demo gegen Rassismus richtig. Ich frage mich allerdings, ob es richtig ist, den Angriff der (sonst Rechtsextremen) Typen auf die Schwarzen zu qualifizieren. Im Moment sieht es danach aus, dass es ihm nach dem Mord am Mädchen ausgehängt hat und Rache nehmen wollte. Vendetta ist ja bekannt in Italien seit Jahrhunderten und erreicht jede Hautfarbe. Rassistisches Motiv könnte mE dann klar eingegrenzt werden, wenn der Italiener seine Tat sowieso geplant hätte. Weiss man das?
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Bei der Vendetta rächen Familienmitglieder. Wenn ein Rechtsextremer auf Schwarze schiesst ist das keine Vendetta, sondern einfach ein Rechtsextremes Verbrechen. Ich sehe eigentich keinen Grund warum man eine solche Tat in Schutz nehmen sollte ("dass es ihm nach dem Mord am Mädchen ausgehängt hat...") Zumal der damals (Nigerianische) Festgenommene gar nicht der Mörder ist, und er inzwischen wieder freigelassen wurde.
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    2. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Man weis auf jeden Fall, dass es ein Anschlag eines Rechtsextremen auf unschuldige Menschen war. Da gibts nichts schönzureden.
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