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Massive Kritik an Trump-Rede Frankreich fordert Respekt für Terror-Opfer

  • Das Aussenministerium in Paris weist die Kritik von US-Präsident Donald Trump an den strengen Waffengesetzen Frankreichs scharf zurück.
  • Trump habe es bei einer Rede vor der US-Waffenlobby an Respekt gegenüber Terroropfern fehlen lassen.
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Empörung in Frankreich über Trump-Auftritt
Aus Tagesschau vom 06.05.2018.
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Frankreichs Staatsspitze übt harte Kritik an Äusserungen des US-Präsidenten über die angeblich zu rigiden Waffengesetze des Landes. Zugleich wird die Behauptung von Donald Trump scharf zurückgewiesen, wonach die Paris-Attentäter vom November 2015 bei lockereren Waffenvorschriften früher hätten gestoppt werden können.

«Respekt für die Erinnerung an die Opfer»

Das französische Aussenministerium forderte in einer Stellungnahme mehr Wertschätzung für die Opfer. Man sei zudem «stolz darauf, ein sicheres Land zu sein, in dem der Kauf und der Besitz von Feuerwaffen streng geregelt sind», hiess es am Samstagabend weiter. Man missbillige die Äusserungen des US-Präsidenten entschieden und fordere «Respekt für die Erinnerung an die Opfer».

Waffen in freiem Umlauf stellen nach Auffassung der Regierung in Paris keinen Schutz gegen Terrorattacken dar. Im Gegenteil könnten sie die Planung solcher Angriffe sogar erleichtern, betonte das Ministerium.

«Bumm, komm her, bumm, komm her»

Trump hatte am Freitag vor Anhängern der US-amerikanischen Waffenlobby angedeutet, dass es bei de Anschlagserie in Paris weniger Opfer gegeben hätte, wenn bewaffnete Menschen in der Nähe gewesen wären. Hätte jemand auf die Terroristen geschossen, wäre es «eine ganz andere Geschichte gewesen», sagte Trump.

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Donald Trump provoziert Paris
Aus SRF News vom 05.05.2018.
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So aber hätten die Attentäter sich Zeit gelassen «und einen nach dem anderen abgeknallt.» Der Präsident unterstrich seine Worte, indem er seine Hand zu einer Pistole formte, die auf ein Opfer zielt. Dabei ahmte er die Täter nach: «Bumm, komm her, bumm, komm her, bumm, komm her.»

Ähnliche Vermutungen bereits 2015

Frankreich sei unter den Ländern mit den strengsten Waffengesetzen der Welt, betonte Trump. «Niemand hat Waffen in Paris, niemand. Und man erinnert sich an die 130 Toten».

Ähnliche Vermutungen hatte Trump bereits 2015 angestellt. Bei der koordinierten Anschlagsserie am 13. November 2015 hatten IS-Extremisten 130 Menschen getötet. In der Konzerthalle «Bataclan» richteten sie ein Massaker an, in Bars und Restaurants feuerten sie auf zahlreiche Menschen, am Stade de France sprengten sich während des Fussball-Länderspiels Frankreich-Deutschland Selbstmordattentäter in die Luft.

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63 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli  (H.Bernoulli)
    Man kann gegen diese plumpe Trump- Hetze sein, ohne die Worte und Taten Trumps in jedem Fall zu billigen. Man sehe seine Gegner an: sind diese etwa für weniger Waffengewalt? Sind die für weniger Militärausgaben, für weniger Kriege usw.? Klar ist die Macht der Waffen- und Kriegslobby in den USA ein wichtiges Thema. Trump macht dieses wenigsten richtig offensichtlich. Es kommt bei ihm durch seine Ungehobeltheit viel ans Tageslicht.
  • Kommentar von Markus Berner  (Markus Berner)
    Lieber Herr Trump - und wie war das bei 9/11? Wären damals die Passagiere bewaffnet gewesen, hätten sie die Terroristen erschiessen können. Wieso fordern Sie nicht, dass Flugpassagiere alle ihre Waffen an Bord nehmen können? Das würde nach Ihrer Logik doch sicher die Sicherheit bei Flugreisen erhöhen, wenn möglichst viele Passagiere bewaffnet wären...
  • Kommentar von Margot Helmers  (Margot Helmers)
    Gerade zu diesem Thema erschien in der Welt ein Bericht: "Trumps Waffenforderung und Frankreichs wahre Sorgen". Das französische Aussenministerium wies die Aussagen von Trumpempört zurück: "Frankreich sei stolz darauf, ein sicheres Land zu sein, wo Waffenkauf und -besitz streng kontrolliert würden." Heute gelten manche Vorstädte als rechtsfreie Zonen, in denen der radikale Islamismus einen perfekten Nährboden gefunden hat. Der Bürgermeister von Sevran hatte mal UN Soldaten gefordert!
    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Er hat nicht UNO Soldaten angefordert, sondern die Französische Armee. Er tat dies 2011, weil unter der damaligen konservativen Regierung von Nicolas Sarcozy die Polizeikräfte insbesondere in den ärmeren Gemeinden ausgedehnten Sparmassnahmen zum Opfer fielen und zahlreiche Stellen weggespart wurden.