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International Mauerbau in Calais hat begonnen

Nahe dem Flüchtlingslager im nordfranzösischen Calais haben Bauarbeiter mit der Errichtung einer Mauer begonnen. Einen Kilometer lang und vier Meter hoch soll sie werden – und die Flüchtlinge daran hindern, zum Hafen zu gelangen.

Legende: Video Der Mauerbau von Calais abspielen. Laufzeit 1:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.09.2016.

Im Norden Frankreichs, nahe dem Flüchtlingslager vor der Stadt Calais, haben Bauarbeiter mit der Errichtung einer Mauer begonnen.

Die einen Kilometer lange und vier Meter hohe Mauer soll Flüchtlinge daran hindern, auf eine Zufahrtsstrasse zum Hafen von Calais zu gelangen.

Vogelperspektive auf das Flüchtlingslager in Calais vor Beginn des Mauerbaus.
Legende: Die Mauer verlängert bereits existierende Zäune entlang der Strasse. Bis Ende Jahr soll sie stehen (Bild vor Baubeginn). Reuters

In dem auch als «Dschungel» bekannten Lager am Ärmelkanal leben tausende Flüchtlinge. Die meisten von ihnen hoffen, auf Fähren über den Ärmelkanal oder durch den Eurotunnel heimlich nach Grossbritannien zu gelangen.

Immer wieder blockieren Flüchtlinge mit Baumstämmen und anderen Gegenständen die Zufahrtsstrasse zum Hafen, um Lastwagenfahrer zum Bremsen zu zwingen und dann an Bord der Lastwagen versteckt auf Fähren zu gelangen.

Die neue Mauer, die nur einige hunderte Meter von dem Flüchtlingslager entfernt entsteht, soll die Flüchtlinge daran hindern. Sie verlängert bereits existierende Zäune entlang der Zufahrtsstrasse und soll vor Jahresende fertig gebaut sein.

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31 Kommentare

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  • Kommentar von Lutz Bernhardt (lb)
    Originalton Walter Ulbricht, DDR: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten." Originalton Angela Merkel: "Wir schaffen das." Im ersten Fall eine vorsätzliche Lüge. Im zweiten Fall irreales Wunschdenken. In beiden Fällen: Die Mauer ist gekommen!
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    1. Antwort von Michael Räumelt (Wirtschaftskanzlei)
      L.B: 1. ist eine Lüge immer vorsätzlich (denn der Vorsatz macht die Lüge aus) 2. was hat dies mit dem aktuellen Bau der Mauer in Calais zu tun? Sie kommt doch.
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    2. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      Die Situation ist insoweit grundverschieden, als Ulbricht eine Mauer errichtete, weil die DDR-Leute aus dem "Arbeiter- und Bauernparadies" weg wollten und jetzt werden Mauern und Stacheldrahtzäune errichtet, weil die Leute in ein (imaginäres?) Paradies rein wollen.
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    3. Antwort von Lutz Bernhardt (lb)
      @Michael Räumelt: "1. ist eine Lüge immer vorsätzlich" Da sind wir verschiedener Meinung. Notlügen äussert man in der Regel im Affekt, nicht aus Vorsatz. Das ist so wie bei Mord und Totschlag. Meiner Meinung nach. Aber ist auch nicht so wichtig. 2. Hätte Frau Merkel recht behalten (Wir schaffen das!), dann bräuchte es nirgendwo Mauern, oder?
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    4. Antwort von Margot Helmers (Margot Helmers)
      Da denke ich gerade an ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: „Und denn, man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse. In Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten, überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich, im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.“ Das vor 200 Jahren!
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Symptombekämpfung der absolut jämmerlichen Art.... Schon erstaunlich, dass eine (vermeintlich) gut gerüstete Armee wie diejenige Frankreichs es nicht schafft, unliebsame Eindringlinge zu entfernen und in ihr angestammtes Gebiet zurückzubringen. Hätten die Deutschen gewusst, wie man Frankreich ohne Blutzoll besetzen kann, wäre der 1. Weltkrieg wohl etwas anders verlaufen.....
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    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Aber bei uns wird zur Sicherheit unserer Grenzen der Einsatz von Militär strikte abgelehnt & Länder der EU, welche Militär an Grenzen gegen teilweise sehr gewalttätige Migranten einsetzten, wurden als Barbaren verurteilt. Aber in Frankreich soll es jetzt das Militär richten? Und wenn Sie dort als Lastwagenfahrer täglich diesen gewaltbereiten Migranten begegnen müssten, würden vermutlich auch Sie eine sichernde Massnahme begrüssen.
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  • Kommentar von Hans Wettstein (Hans W)
    Wann hören wir auf, diese Migranten Flüchtlinge zu nennen? Würde es einem von uns in den Sinn kommen, in die USA zu gehen, dann die ganze Familie nachzuziehen und dort auf Kosten der Steuerzahler auf unbeschränkte Zeit zu gastieren? Wären die USA dumm genug dazu, ich würde sofort gehen. Leider aber sind die nicht so dumm wie wir.
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    1. Antwort von Peter Zurbuchen (drpesche)
      Sorry, Herr Wettstein, aber die Migranten kommen auch nicht hier her, um auf Kosten der Steuerzahler zu leben. Sie wollen arbeiten und tun das, wenn sie die Möglichkeit haben auch ganz gut. Leider wird ihnen die Möglichkeit meistens verwehrt, und dann kommen Leute wie Sie und behaupten, es seien faule Schmarotzer. Wir können ihnen nicht alle Ressourcen wegnehmen und dann hoffen, sie blieben trotzdem zuhause...
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