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International Mazedonien steht vor unsicheren Zeiten

Die Fronten sind verhärtet. Die Opposition setzt sich aus verschiedenen Gruppierungen zusammen. Sie fordert den Regierungschef zum Rücktritt auf. Dieser ruft seine Anhänger zur Gegendemonstration am Montag auf.

Der Politiker vor zwei Mikrophonen. Er ballt die Faust in die Höhe. Im Hintergrund die Menschenmassen bei der Demonstration
Legende: Oppositionsführer Zoran Zaev fordert die Regierung zum Rücktritt auf. Keystone

«Wir haben weder Gerechtigkeit noch Frieden», skandieren die Demonstranten. Und immer wieder: «Rücktritt, Rücktritt!». Der breite Boulevard vor dem pompösen Regierungsgebäude ist vollgepackt mit Regierungsgegnern, die aus ganz Mazedonien angereist sind.

Bilder von Regierungschef Nikola Gruevski hinter Gitterstäben werden mitgetragen. Die sozialdemokratische Opposition, Studentenverbände und Bürgerbewegungen werfen der Regierung vor, tief in Kriminalität und Korruption verstrickt zu sein.

Auffällig ist, wie vereint die verschiedenen Volkstruppen auftreten. Über der Menge wehen einträchtig die Flaggen der Mazedonier, Albaner, der Roma und der Türken. Mazedonien steckt in seiner tiefsten politischen Krise seit seiner Unabhängigkeit vor 25 Jahren.

Regierung plant Gegendemonstration am Montag

Die Sozialdemokraten boykottieren seit über einem Jahr das Parlament und werfen der Regierung vor, die Bürger im grossen Stil abzuhören. Oppositionsführer Zoran Zaev will seine Mitkämpfer bis zum Rücktritt der Regierung auf der Strasse halten.

Regierungschef Gruevski aber sagte am Samstag, er denke nicht mal an einen Rücktritt und rief seine Anhänger zu einer Gegendemonstration am Montag auf. Mehrere Vermittlungsversuche der US- und EU-Botschafter in der Hauptstadt Skopje sind bisher ohne Erfolg geblieben

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26 Kommentare

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  • Kommentar von R. Haechler, AG
    @ Redaktion: Wo ist der Bericht der Gegendemonstration ?
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    1. Antwort von Michael Berger, Boswil
      GENAU DAS FRAGE ICH MICH AUCH. Ist doch Beweis genug wie professionell das SF arbeitet respektive das Sie das journalistische Gewissen bereits verkauft haben und nur noch als Propaganda-Blatt fungieren. Ah sorry - nun bin ich natürlich wieder ein Verschwörungstehoretiker....ich nenne das hingegen "realistisch und aufgeklärt"
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    2. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Haechler&Berger, SRF hat durchaus über die Gegendemo berichtet, einfach live via Radio und Fernsehen. Auch in vielen anderen Medien finden sich ausführliche Berichte. Für neue Verschwörungstheorien gibt es also keinen Grund :-)
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    3. Antwort von iljasa fejzulovski, näfels
      es gab keine richtige gegendemonstration es weiss langsam das ganze volk macedoniens das die jetzige regierung nur aus verbrechern gelenkt wird... die haben millionen für sich angeschaft und das volk hungert... ach übrigens von den gefangenen oder ergebenen 8 von dennen sind getötet worden im gefängniss
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Gestern Ägypten, dann die Ukraine, heute Mazedonien, dann... man muss nur schauen, welche Länder von Victoria Nuland ("Fuck the EU") bereist, um nicht zu sagen heimgesucht werden, dann weiss man, welche Länder als nächstes auf dem "Fahrplan" steht: Armenien und Tschetschenien...
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    1. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Und die Polizeigewalt gegen Schwarze samt anschliessenden Massenprotesten, Plünderungen usw. wurden dann wohl von den Russen und Chinesen "organisiert", um die USA zu "destabilisieren"?? Es ist so unsäglich billig, immer die USA verantwortlich zu machen, wenn irgendwo in einem totalitären Staat die Dinge aus dem Ruder laufen! Die Verantwortlichen und ihre eifrigen Fürsprecher sollten lieber einmal nachdenken, was falsch läuft, anstatt ständig diese dumme USA-Keule zu schwingen!
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    2. Antwort von m.mitulla, wil
      Es sind nicht alles Halunken unt "totalitäre Herrscher", welche in den meisten Zeitungen so benannt werden - da steckt sehr viel Propaganda dahinter F.Buchmann. Aber wie ich schon so oft erwähnte: wenn man nur auf eine Seite sehen und hören will...
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    3. Antwort von m.mitulla, wil
      ...gerne wiederhole ich meine Antwort. Es ist zwar hart - aber manchmal muss man den Dingen ins Auge sehen. Die Destabilisierungstaktik wurde schon so oft angewendet. Anschliessend wurden die betroffenen Staaten mit US-Army/ Nato beglückt. Es gibt bis heute kein Staat, dem es nach so einem grosen Glück besser ging als vorher. Schauen Sie doch einmal in den "glücklichen" Nachbarstaat Kosovo mit dem "Colossal Camp Bondsteel", das grösste seiner Art in Europa...
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    4. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Jetzt, m.mitulla, müssen Sie mir nur noch erklären, was um alles in der Welt die USA und ihre Verbündeten davon haben sollen, mutwillig solche Zustände zu schaffen?? Vielmehr ist es doch so, dass Putin wieder ein grosser "Player" werden will, nach eigenem Bekunden "auf Augenhöhe mit den USA". Das kleine Mazedonien als zukünftiges Transitland für sein Gas ist eine seiner "Schachfiguren". Notfalls wird er einen Krieg à la Ukraine inszenieren, um seine Interessen durchzusetzen.
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    5. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      P.S. "Bondsteel" ist Teil des internationalen KFOR-Dispositivs im Kosovo und nicht irgendein geheimes US-Lager!
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    6. Antwort von m.mitulla, wil
      @F.Buchmann. Lesen Sie doch die Strategien der USA einfach selber einmal nach. Ich hatte Ihnen schon oft Anhaltspunkte gegeben. 500 Zeichen sind wenig... Der Balkan ist für die USA ein strategisch wichtiger Punkt. Yugoslawien, wie heute auch Serbien haben sich standhaft geweigert, den USA einen "militärischen Standplatz" zu gewähren. Trotz US-Camp, nicht geheim, aber auch nicht grossartik publik gemacht: geht es heute den Menschen im Kosovo besser? Ich denke nicht! Die UCK wütet immer noch.
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    7. Antwort von Ognjenovic Alexander, Zürich
      @ Herr m. mitulla Bitte machen Sie sich keine Mühe mehr den Herr Buchmann aufzuklären! Er ist und bleibt ein USAversteher! Und wir sind nun mal die Putinversteher oder Kremltrolle! (Obwohl ich weder mit Putin noch mit dem Kreml was zu tun habe!) Aber dennoch Frage an Herr Buchmann: Ist es denn so schlimm, wenn die Russen eine Gasleitung durch Mazedonien, Serbien etc. verlegen? Oder denken Sie, dass Putin sich in der Leitung verstecken könnte um Europa von dort aus zu überfallen??????
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    8. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      m.mitulla, es ist voll daneben, den Westen für die Misswirtschaft im Kosovo verantwortlich zu machen. Das damalige Eingreifen hat eine Massenabschlachtung verhindert, seither sind die Bäume leider nicht in den Himmel gewachsen, wie auch in Serbien oder eben Mazedonien. "Anhaltspunkte": Von denen habe ich Ihnen weiss Gott auch genug gegeben, aber Sie beharren anscheinend lieber auf Ihrem Feindbild :-) Wie gesagt: Wenn in den USA etwas falsch läuft, macht auch niemand die Russen verantwortlich....
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    9. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Herr Ognjenovic, eine Gasleitung nach Europa via Türkei-Griechenland-Mazedonien-Serbien-Ungarn – was für ein grotesker Umweg! Und wie viel neue Möglichkeiten, über ergebene Vasallen erpresserischen Druck auszuüben! Warum weibelt der Kreml so eifrig für dieses Projekt und hat dafür gesorgt, dass naheliegendere Varianten beerdigt wurden? Wir sind hier auch nicht ganz dumm :-)
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    10. Antwort von Ognjenovic Alexander, Zürich
      @ Herr Buchmann... früher diente die Ukraine als Transytland, da diese aber häufig die Gasrechnungen nicht bezahlte und das Gas für die Weiterleitung blokierte, wurde es notwendig alternative Routen wie Schwarzes Meer und Baltisches Meer in Betracht zu ziehen, um europäische Länder weiterhin mit Gas beliefern zu können unabhängig des kindischen Verhaltens der Ukraine!
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    11. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Herr Ognjenovic, die Ukraine ist nach wie vor ein Transitland, und alles funktioniert klaglos. "Kindisch"? So würde ich eher Putins rastlose Suche nach Konfrontation bezeichnen! Wir können nichts dafür, dass er und seine Entourage unter einer Art "Versailles-Syndrom" leiden. Revanchismus hat schon immer in die Irre geführt. Serbien und Mazedonien wären gut beraten, sich nicht in diese unheilvollen Bestrebungen einspannen zu lassen....
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    12. Antwort von Ognjenovic Alexander, Zürich
      @ Herr Buchmann der Westen soll sich doch bitte mit der Tatsache abfinden, dass Serbien und Mazedonien 2 unabhängige souveräne slawische Staaten sind, die selber entscheiden können, mit wem sie wirtschaftlichen Handel betreiben wollen! Und ja... die Ukraine benimmt sich sehr kindisch bezüglich Gasweiterleitung und auch bezüglich dem Anerkennen des Freiheitsrechtes von Donezk, Lugansk und der Krim! Die Ukraine wird in Zukunft sowieso zwischen Russland, Rumänien und Polen aufgeteilt!
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    13. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      ....und Sie, Herr Ognjenovic, sollten sich mit der Tatsache abfinden, dass die Ukraine ein unabhängiger Staat ist, dessen Grenzen 1994 u.a. von Russland garantiert worden sind, der also nie und nimmer unter den Nachbarn aufgeteilt werden wird wie seinerzeit Polen zwischen Hitler und Stalin. Donezk, Lugansk und die Krim gehören zu dem von Russland mit garantierten Territorium. Serbien und Mazedonien sollen machen, was sie wollen, wem nicht zu raten ist, dem ist nicht zu helfen :-)
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    14. Antwort von Ognjenovic Alexander, Zürich
      Gäbe es in der Schweiz ein Referendum für den Anschluss zur USA, dann würden Sie sicher mit "JA" stimmen!!! Davon bin ich mir 1000% überzeugt! :-)
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    15. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Herr Ognjenovic, wer keine Argumente mehr hat, nimmt Zuflucht zu haltlosen Unterstellungen :-)
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Die Parallelen zu andern Ländern. in denen die Destabilisationen ähnlich angefangen hatten, und in denen nachweislich auch ausländische Aufwiegler mitbeteilöigt waren, sind frappant. Wann merkt eigentlich die aufgeklärte Gemeinschaft, dass hier Partikularinteressen mit fiesen Touren durchgesetzt werden sollen? Die erste Frage muss sein: Wem nützt dieser Aufstand? Die nächste Frage: Wer geanu sind die Aufwiegler? Nächste Frage: Wer nimmt die daraus folgenden Flüchtlinge auf?
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    1. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Ich habe noch ein paar andere Fragen: Wer will mit allen Mitteln dafür sorgen, dass Serbien und Mazedonien in seiner Einflusssphäre bleiben? Wer spielt schon wieder das alte Lied vom "Kampf gegen den Faschismus"? Wer freut sich, wenn sich bei einem Bürgerkrieg ein verstärkter Flüchtlingsstrom in die westlichen Länder ergiesst, was dort Spannungen erzeugt, welche von den von ihm gehätschelten Rechtsaussenkräften (FN, Pegida usw.) ausgeschlachtet werden können?
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    2. Antwort von m.mitulla, wil
      Ja, es gibt viel Unordnung in der Welt. Ich behalte mir vor, gegen alle Kriege, Tötungen und Versklavungen zu sein. Lesen Sie doch endlich einmal nach, wie es sich verhält auf der Welt mit Öl, Gas und dessen Transport... (gilt auch für Mazedonien).
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    3. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Man sollte nicht die Leute, welche sich dem "Kommentar-Mainstream" entgegenstellen, als uninformiert, auf einem Auge blind usw. hinstellen :-) Russland möchte sein Gas via Türkei, Griechenland, Mazedonien, Serbien und Ungarn nach Europa pumpen, "zufälligerweise" sind das alles Länder, deren Regierungen sich immer antiwestlicher benehmen. Zu dumm, dass jetzt das Volk in Mazedonien nicht mitspielt :-) Klar doch, dass es von den USA bezahlt wird, während Ihr Putin es einmal mehr sooo gut meint :-)
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    4. Antwort von m.mitulla, wil
      Bitte vermeiden Sie persönliche Anreden, wie "Ihr Putin". Ich finde jede Anwendung von Gewalt daneben, auch die verbale... Russland möchte sein Gas frei verkaufen, wie andere Staaten das auch tun möchten - ohne die Vorschriften und den Druck der USA! Geniessen Sie den sonnigen Abend :)
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    5. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Dass Putin sein Gas gerne als Druckmittel einsetzt, wissen wir beide schon lange :-) Dass er eine neue Exportroute durch eine "Achse" von Staaten propagiert, in denen er seinen Einfluss zielstrebig ausweitet, ist sicher kein Zufall. Der Mann ist kein "Sonntagsschüler". Jetzt hat er halt ein Problem, weil die mazedonische Bevölkerung quer durch alle Ethnien offenbar nicht so klaglos mitspielt, wie man sich das vorgestellt hat....
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