Zum Inhalt springen

Header

Video
Blackout in Venezuela
Aus Tagesschau vom 08.03.2019.
abspielen
Inhalt

Mega-Stromausfall in Venezuela Schüler und Arbeiter bleiben zu Hause

  • In Venezuela ist es zu einem weitreichenden Stromausfall gekommen. Das öffentliche Leben ist an vielen Orten zum Erliegen gekommen.
  • Schüler und Arbeitnehmer bleiben zu Hause. Damit sollen Reparaturarbeiten vereinfacht werden.
  • Präsident Nicolás Maduro sowie der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó beschuldigen sich gegenseitig.

Die weitreichenden Stromausfälle betrafen neben der Hauptstadt Caracas 15 der insgesamt 23 Bundesstaaten des Landes, wie aus örtlichen Medienberichten und Kommentaren auf Twitter hervorging.

Vizepräsidentin Delcy Rodríguez erklärte gegenüber dem Fernsehsender Telesur, dass öffentlich und privat Beschäftigte nicht an ihren Arbeitsstellen erscheinen müssten. Auch Schüler könnten zu Hause bleiben, um die Reparaturarbeiten zu vereinfachen.

Gegenseitige Schuldzuweisung

In Venezuela tobt derzeit ein Machtkampf zwischen Präsident Nicolás Maduro und Oppositionsführer Juan Guaidó, der sich Mitte Januar zum Interimspräsidenten ausgerufen hatte.

Informationsminister Jorge Rodríguez sprach von Sabotage und beschuldigte Feinde der sozialistischen Regierung Maduros. Maduro selbst sprach auf Twitter von einem «Stromkrieg vonseiten des US-Imperialismus, der scheitern wird.»

Guaidó hingegen machte Maduros Regierung für den Stromausfall in dem krisengebeutelten Land verantwortlich. «Das Volk weiss, dass das Licht kommt, wenn die unrechtmässige Machtübernahme endet», schrieb er auf den sozialen Medien.

Marode Energie-Infrastruktur

In Venezuela kommt es regelmässig zu Unterbrechungen in der Energieversorgung. Maduros Regierung gibt dafür politischen Gegnern die Schuld, die diese Probleme willentlich herbeiführten. Kritiker Maduros hingegen sehen in Korruption und mangelnden Investitionen in das Stromnetz die Gründe für die Ausfälle.

Dunkle Hochhäuser
Legende: Im abgedunkelten Caracas sind nur noch Silhouetten der Hochhäuser erkennbar. Keystone
Schliessen

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

26 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Norbert Zehner  (ZeN)
    Solche Ereignisse wird man in EU in den nächsten 20 Jahren auch noch erleben müssen. Letztendlich sind Ursachen dieselben, planwirtschaftliche Neuaufbrüche (E-Wenden) und politischer Zentralismus mit ihn begleitende Subventionswirtschaft.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ursula Keller  (Note)
    Hatten wir doch 2004 beim xten Sturzversuch von Chavez auch schon. Ein Krieg der wirtschaftsliberalen Eliten gegen die Regierung. Wirklich nichts Neues. Sind wir froh, dass es keinen Bürgerkrieg geben kann, denn dazu müsste die USA ja venezoleanische Bürger auf ihrer Seite haben und nicht nur ein paar Eliten plus einige Unzufriedenen aus dem Mittelstand (für welche diese Kriese ja tatsächlich ein Rückfall bedeutet und das bisher Erreichte wieder zunichte macht). Nationale Einigkeit wäre wichtig!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von m. mitulla  (m.mitulla)
    In Venezuela ist ein Regime Change im Gange . nach dem Muster vieler anderer Staaten in Lateinamerika, aber auch im nahen Osten. In ca 30 Jahren wird der CIA die Akten dazu öffnen- wie er das schon oft getan hat (s. Nicaragua, Honduras, Chile, Paraguay, Bolivien, Brasilien, Guatemala, Uruguay, Argentinien, Ecuador, Peru, Iran, Somalia, uvm .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen