Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Video Sprecher der Familie: «Wir vermissen Louisa.» abspielen. Laufzeit 01:14 Minuten.
Aus News-Clip vom 15.04.2019.
Inhalt

Mehr als 5 Jahre vermisst Neuseeländische Elitesoldaten suchen nach Krankenschwester

  • Neuseeländische Spezialeinheiten suchen in Syrien nach der vor mehr als fünf Jahren verschleppten neuseeländischen Krankenschwester Louisa Akavi.
  • Das Internationale Rote Kreuz (IKRK) hatte zuvor die Entführung der Mitarbeiterin in Syrien bekannt gegeben, die sie jahrenlang verschwiegen hatte.

«In den letzten fünf Jahren haben die neuseeländische Regierung und das IKRK immer auf der Grundlage gearbeitet, dass (sie) am Leben ist. Und diese Hoffnung besteht noch immer», sagte Neuseelands Aussenminister Winston Peters. Louisa Akavi befinde sich vermutlich noch immer in der Gewalt der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Um die Krankenschwester zu finden, sei ein Team mit Elitesoldaten in den Irak entsandt worden.

Frau.
Legende: Louisa Akavi soll sich in der Gewalt des Islamischen Staates befinden. Screenshot

Die 62-jährige Akavi war am 13. Oktober 2013 zusammen mit sechs weiteren Menschen verschleppt worden, als sie in einem Hilfskonvoi des Roten Kreuzes in der nordwestsyrischen Provinz Idlib unterwegs war. Vier der Entführten wurden am folgenden Tag freigelassen, nicht aber Akavi und zwei syrische Fahrer.

Entführung war bis jetzt nicht bekannt

Die Entführung wurde bislang geheim gehalten, damit der Fall keine internationale Aufmerksamkeit erhält, die Akavi hätte schaden können. «Heute bitten wir öffentlich um Informationen über drei unserer Mitarbeiter, die 2013 in Syrien entführt wurden», teilte Dominik Stillhart, Einsatzleiter beim IKRK, am Sonntag in Genf mit. Dies sei der längste Entführungsfall in der 156-jährigen Geschichte der Organisation. Gleichzeitig liess die Familie über einen Sprecher mitteilen, dass man Louisa sehr vermisse.

Es gibt Hinweise darauf, dass Akavi Ende 2018 am Leben war. Die «New York Times» berichtete, mindestens zwei Menschen hätten angegeben, Akavi im Dezember in einer Klinik in dem syrischen Dorf Susa gesehen zu haben, zu diesem Zeitpunkt eine der letzten Ortschaften in der Hand des IS. «Nachdem der IS seine letzten Gebiete verloren hat, waren wir der Meinung, dass es jetzt an der Zeit ist, sich zu äussern», sagte Stillhart. Keine Informationen gebe es dagegen über den Verbleib der beiden Fahrer.

Mann vor Landrover des IKRK.
Legende: Auch der Fahrer Nabil Bakdounes verschwand. Keystone

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.