Republikaner punkten auch bei Gouverneurswahlen

Nebst ihrem Triumph im Senat haben die US-Republikaner auch bei den Gouverneurswahlen die Demokraten in die Schranken gewiesen. Selbst der Heimatstaat des Präsidenten ging an die Konkurrenten.

Nebst ihrem Triumph im Senat haben die US-Republikaner auch bei den Gouverneurswahlen die Demokraten in die Schranken gewiesen. Sie eroberten mit Massachusetts, Maryland und Illinois – dem Heimatstaat von Präsident Barack Obama – drei Hochburgen der Demokraten.

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Blog aus den USA

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Siegerposen, Kopfschütteln und Fragezeichen: SRF-Reporter berichten live aus Washington.

In Illinois löst der Republikaner Bruce Rauner den demokratischen Amtsinhaber Pat Quinn ab. Im Ostküstenstaat Maryland verlor der Demokrat Anthony Brown die Gouverneurswahl.

Brown war als Favorit in den Urnengang gestiegen. Er hat Schweizer Wurzeln: Seine Mutter stammt aus Bürglen im Kanton Uri. Sie trat auch im Wahlvideo ihres Sohnes auf.

In Florida setzte sich der republikanische Gouverneur Rick Scott knapp gegen seinen Herausforderer Charlie Christ durch. Ausserdem verteidigten die Republikaner vier Bundesstaaten, in denen die demokratischen Herausforderer laut Umfragen gute Chancen auf einen Sieg hatten.

Allerdings lief es nicht in allen Bundesstaaten glatt für sie. So verpasste der Demokrat Tom Wolf dem bisherigen republikanischen Gouverneur von Pennsylvania, Tom Corbett, eine empfindliche Niederlage.

Ältester Gouverneur verteidigt Sitz

Der Westküstenstaat Kalifornien bleibt demokratisch. Bei der Wahl lag der amtierende Gouverneur Jerry Brown kaum einholbar vor seinem Herausforderer Neel Kashkari.

Brown ist mit 76 Jahren der älteste unter allen Gouverneuren in den USA. Er war bereits von 1975 bis 1983 erster Mann in Kalifornien – er folgte auf Ronald Reagan. Jetzt ist er Nachfolger eines anderen Hollywood-Republikaners, Arnold Schwarzenegger.

Andrew Cuomo bleibt Gouverneur des US-Staates New York. Der 56 Jahre alte Demokrat wurde mit grosser Mehrheit wiedergewählt, wie die Sender NBC und CNN berichteten.

Cuomo kommt nach Auszählung von drei Viertel der Stimmen auf 54 Prozent. Der republikanische Herausforderer Rob Astorino erreicht demnach 41 Prozent. Cuomo wurde vor vier Jahren zum ersten Mal in das Amt gewählt, das sein Vater Mario schon von 1983 bis 1994 bekleidete.