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Milliarden-Betrug Anlagebetrüger Bernie Madoff im Gefängnis gestorben

  • Der wegen einem der grössten Anlagebetrugsfälle der Finanzgeschichte zu 150 Jahren Haft verurteilte US-Börsenmakler Bernard Madoff ist tot.
  • Wie das FBI berichtet, ist Madoff im Alter von 82 Jahren eines natürlichen Todes im Gefängnis gestorben.
  • Madoff verbüsste eine 150-jährige Haftstrafe seit Juni 2009.
Video
Aus dem Archiv: Prozess gegen Genfer Madoff-Banker
Aus Tagesschau vom 07.12.2015.
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Madoff verstarb im Alter von 82 Jahren in einem Klinikum eines Gefängnisses im US-Bundesstaat North Carolina, wo er seine Strafe verbüsste.

Als Financier war er im Juni 2009 zu einer 150-jährigen Haftstrafe verurteilt worden. Madoff hatte sich schuldig bekannt, ein riesiges Schneeballsystem inszeniert zu haben. Denn er gilt als Mastermind eines Finanzschwindels historischer Dimension.

Er hatte sich 2009 in elf Anklagepunkten schuldig bekannt, darunter Betrug und Geldwäsche. Er hatte Investoren um Dutzende Milliarden Dollar gebracht, indem er über Jahrzehnte vermeintliche Traumgewinne durch Geld neuer Anleger vortäuschte.

Geld gegen (falsches) Vertrauen

Madoff pflegte jahrzehntelang das Image eines Selfmade-Finanzspezialisten. Als ehemaliger Vorsitzender der Börse Nasdaq schenkten ihm viele Anlagekunden Vertrauen und Geld.

Während der Finanzkrise 2008 wurde sein Anlageberatungsgeschäft als ein milliardenschweres Schneeballsystem entlarvt, das Vermögen von tausenden Menschen, Stiftungen und Wohltätigkeitsorganisationen ruinierte.

Nach seiner Verurteilung 2009 äusserte sich Madoff als schuldig und sagte, er sei «zutiefst traurig und beschämt». Das Gericht verurteilte ihn zu der maximalen Haftstrafe von 150 Jahren.

Madoff hatte bereits im Februar 2020 in einem Interview mit der «Washington Post» geklagt, sterbenskrank zu sein und in der Corona-Pandemie einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung gestellt, dem jedoch nicht stattgegeben worden war. Sein Anwalt hatte damals erklärt, dass Madoff an einer tödlichen Nierenkrankheit leide und wahrscheinlich nur noch weniger als 18 Monate zu leben habe.

SRF 4 News, 14.04.2021, 17:00 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von hans schwarz  (ks)
    Dafür liebe ich die USA, unnachgiebig bis zum Schluss.
    1. Antwort von Daniel Gion  (dgion)
      Unnachgiebig bis zum Schluss? Bleibt er den noch 138 Jahre drin? ;-)
    2. Antwort von Manuel Gerber  (traumant)
      ...es sei denn natürlich, es ginge um sie selbst...
  • Kommentar von Hans H. Hirt  (AndromedaAxiomis)
    Für mich bleibt er ein Held. Wie er all den Gierigen einen Spiegel vorgehalten hat, grandios.
  • Kommentar von tom rosen  (tom rosen)
    Ja, da ist die Justiz in den USA (und auch in der EU und anderen schlecht haushaltenden Staaten) unnachgiebig. Selbst Mörder und Pädophile kommen eher aus dem Gefängnis frei als ein Finanzjongleur, der gierige Investoren über den Tisch zog. Oder Institutionelle Anleger, wie Pensionskassen, die die Frechheit besitzen, mit der Altersvorsorge einfacher Menschen zu spekulieren. Strafe muss sein, aber die Verhältnismässigkeit des Strafmasses zw. Finanzbetrug und Gewaltverbrechen ist beschämend. RIP.
    1. Antwort von Bernhard Haeuser  (Bernie H)
      Das kann ich jetzt nicht nachvollziehen. Das Ausmass seiner Straftaten ist enorm, also ist auch eine entsprechende Bestrafung richtig. Übrigens Mörder kommen in den USA auch nicht besser weg. Auch da ist die Justiz unnachgiebig.
    2. Antwort von tom rosen  (tom rosen)
      Als "einfach lebenslänglich" verurteilter Mörder kommen sie in den meisten US-Bundeststaaten nach 25 Jahren und in vielen EU-Ländern oft schon bereits nach 15 Jahren zu vorzeitiger Haftentlassung aus unterschiedlichen Gründen. Das Ausmass seiner Betrügerei ist enorm, er hat aber niemandem körperlichen Schaden zugefügt und alle seine Anleger (besonders die institutionellen) haben gegen jede Anlagevernunft und -kenntnis gehandelt. Wie gesagt - Strafe muss sein, Rache muss es nicht.