Mindestens 95 Tote bei Luftangriff auf IS-Hochburg

Die syrische Luftwaffe hat gestern die IS-Hochburg Al-Rakka angegriffen. Nun wird bekannt: Die Bombardierungen forderten mindestens 95 Tote, die meisten davon Zivilisten. Menschenrechtler sprechen von einem «Massaker».

Rauch über Al-Rakka nach der Bombardierung Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Menschenrechtler werfen der syrischen Luftwaffe die Bombardierung eines Marktes und einer Moschee vor. Reuters

Mindestens zehn Luftangriffe flog Assads Luftwaffe auf die Stadt Al-Rakka. Dabei seien mindestens 95 Menschen ums Leben gekommen. Dies teilt die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Es war eine der schwersten Bombardierungen seit Beginn des Bürgerkriegs vor drei Jahren.

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IS-Terrormiliz sprengt Kloster

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in der nordirakischen Stadt Mossul ein Nonnenkloster in die Luft gesprengt. Das Kloster Al-Nasir sei bereits Anfang der Woche vollständig zerstört worden, sagte ein Priester der chaldäisch-katholischen Kirche. Die Nonnen waren bereits im Juni geflohen.

Der Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete unter Berufung auf Aktivisten gar von 170 Toten, die meisten davon Zivilisten. Mehr als hundert Menschen seien verletzt worden.

Menschenrechtler sprechen von «Massaker»

Die Angriffe der syrischen Luftwaffe werden von Menschenrechtlern scharf kritisiert. Sie warfen dem Assad-Regime ein «Massaker» vor. Die Flugzeuge hätten ein Industriegebiet, einen Markt und eine Moschee bombardiert. Unter den Toten seien auch Kinder gewesen.

Die Stadt Al-Rakka im Nordosten Syriens ist die inoffizelle Hauptstadt des Kalifats, das die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) ausgerufen hat.