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Missbrauch an eigener Tochter Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach: 12 Jahre für Angeklagten

  • Im Missbrauchskomplex im westdeutschen Bergisch Gladbach ist ein zentraler Angeklagter zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden.
  • Das Landgericht Köln sprach den 43 Jahre alten Vater schuldig, seine 2017 geborene Tochter immer wieder missbraucht zu haben.
  • Das Gericht ordnete zudem die Unterbringung des gelernten Kochs und Hotelfachmanns in der Sicherungsverwahrung an.
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Aus dem Archiv. Schwerer Fall von sexuellem Missbrauch
Aus Tagesschau vom 17.08.2020.
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Die Anklage fusste massgeblich auf Bildern und Videos, die er von den Taten gemacht hatte. Gezielt habe er dafür Zeiten ausgenutzt, in denen seine Ehefrau nicht zu Hause gewesen sei, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Der 43-Jährige hatte sich im Prozess zu den Vorwürfen geäussert, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Den Antrag hatte die Nebenklage-Anwältin gestellt, die die Tochter vertritt.

Neue Dimension: Über 30'000 Spuren zu Verdächtigen

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Der Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach stellt laut NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) für die Ermittler eine neue Dimension des Kindesmissbrauchs und der Kinderpornografie dar. Sie entdeckten rund 30'000 Spuren und Tarnnamen zu einer unbekannten Anzahl Verdächtiger. Bei den Spuren gehe es nicht nur um die Verbreitung und den Besitz von Kinderpornografie, sondern auch um schweren Kindesmissbrauch.

Es handle sich um internationale pädokriminelle Netzwerke mit Schwerpunkt im deutschsprachigen Raum. In Gruppenchats mit Tausenden Nutzern und in Messengerdiensten gingen die Täter wie selbstverständlich mit ihren Missbrauchstaten um, heizten sich an und gaben sich Tipps, etwa, welche Beruhigungsmittel man Kindern am besten verabreiche, um sie sexuell zu misshandeln. In diesen Chats würden auch Verabredungen zum Missbrauch mehrerer Täter an einem Kind getroffen.

In dem Komplex Bergisch Gladbach waren bisher bundesweit 72 Verdächtige identifiziert worden. Zehn waren zuletzt in U-Haft. Sieben Anklagen gegen acht Personen sind bereits erhoben worden. Der Fall war im Oktober 2019 mit der ersten Durchsuchung bei einem der Hauptverdächtigen in Bergisch Gladbach bei Köln ins Rollen gekommen.

Der Deutsche gilt als eine Schlüsselfigur im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen). Bei Durchsuchungen bei ihm wurden nicht nur riesige Mengen kinderpornografischen Materials entdeckt, sondern auch viele Kontakte zu gleichgesinnten Männern, die im Netz Videos und Abbildungen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs austauschten.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Jeanôt Cohen  (Jeanot)
    Bei solcher Täter bin ich für die Todesstrafe. Nicht weil es abschreckt, aber damit man wenigstens dieser Täter die Möglichkeit nimmt jemals noch anderen leben zu zerstören. Und auch weil ich nicht an irgendwelche Therapien für solche triebtäter glauben.
  • Kommentar von Alexander Markert  (garantiert-trollfrei)
    Das Problem hier scheint mir, dass dies private Täter waren, die zwar durch das Internet eine gewisse "Kundschaft" aufbauen konnten, aber ich befürchte, dass diese Fälle nur die Spitze eines viel grösseren Eisbergs sind, leider!
  • Kommentar von Alois Keller  (eyko)
    Das Leid was diese Bestie und weitere aus dem Komplex Kindern angetan hat, ist mit nichts auf der Welt wieder gut zu machen. Die Seelischen Schäden die sie durch den Missbrauch erleiden kann leider keine noch so harte Strafe wieder gut machen. Erschreckend ist, dass er immer wieder seine 2017 geborene Tochter missbrauchte. Heute gerade mal drei Jahre alt. Da fehlen einem die Worte. Leider war er nicht der Einzige der bereits Säuglinge missbraucht hat. Ausgeliefert und unvorstellbares Leid.