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Missbrauchsprozess Ex-R&B-Star R. Kelly schuldig gesprochen

  • Im Missbrauchsprozess gegen R. Kelly haben die Geschworenen den 54-Jährigen in allen neun Anklagepunkten für schuldig befunden.
  • Der frühere Superstar war unter anderem wegen sexueller Ausbeutung Minderjähriger, Kidnapping und Bestechung angeklagt.
  • Nun droht dem Musiker, der seit seiner Festnahme im Sommer 2019 im Gefängnis sitzt, eine Haftstrafe von zehn Jahren bis lebenslang.
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Aus dem Archiv: Interview mit R. Kelly nach der Anklage
Aus SRF News vom 06.03.2019.
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Rund sechs Wochen lang hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung an dem Gericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn vor Richterin Ann Donnelly die Missbrauchsvorwürfe gegen Kelly aus mehreren Jahrzehnten detailliert ausgebreitet, auseinandergenommen und ihre Argumente dargelegt. Dutzende Zeugen hatten sich zu Wort gemeldet und Hunderte Beweisstücke waren gesichtet worden.

Kelly macht keine Aussage vor Gericht

Das Verfahren ist – nach Fällen wie denen von Filmproduzent Harvey Weinstein und Komiker Bill Cosby – die nächste in den USA und weltweit viel beachtete juristische Aufarbeitung der #MeToo-Ära.

Legende: Gerichtszeichnung: R. Kelly während der Urteilsverkündung. Keystone

Kelly sei ein Sexualstraftäter, hatte Anwältin Elizabeth Geddes für die Staatsanwaltschaft argumentiert und seine Verurteilung gefordert. Der Musiker sei selbst Opfer – von ausgedachten Geschichten und ausgeschmückten Erzählungen über Misshandlungen, hatte Kelly Anwalt Deveraux Cannick für die Verteidigung argumentiert. Kelly hatte nicht selbst ausgesagt, das Verfahren aber im Gerichtssaal verfolgt.

Bereits vor 25 Jahren gab es erste Anschuldigungen

Erste Anschuldigungen gegen den 1967 in Chicago als Robert Sylvester Kelly geborenen Musiker wurden bereits vor rund 25 Jahren bekannt. 2008 stand er wegen des Besitzes von Bildern schweren sexuellen Kindesmissbrauchs vor Gericht – und wurde freigesprochen. In Illinois und Minnesota liegen weitere Anklagen gegen Kelly vor.

SRF 4 News, 27.09.2021, 22 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Damit auch hier ein Kommentar steht.

    Sind die Anschuldigungen bewiesen, ist eine Verurteilung nicht mehr wie recht. Die Vergangenheit scheint ihn eingeholt zu haben. Dass sich die Zeiten ändern, ist nötig. Lese ich das Gerichtsurteil im 2008 sogar bitter nötig. Ein Freispruch bei "Besitzes von Bildern schweren sexuellen Kindesmissbrauchs" darf nie und nimmer nochmals erfolgen.