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Mit Kampfjets und Artillerie USA greifen Assad-treue Truppen an

  • Bei einem Angriff der US-Armee in Syrien sollen amerikanischen Angaben mehr als 100 regierungstreue Kämpfer getötet worden sein.
  • Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet mindestens 45 getötete Regierungskräfte.
  • Die US-geführte Anti-IS-Koalition und ihre Verbündeten griffen im Osten des Landes aus der Luft und mit Artillerie an.
US-Flugzeuge über Syrien.
Legende: Zwei US-Flugzeuge des Typs F-22 Raptors fliegen am 2. Februar über Syrien. Keystone

«Wir schätzen, dass mehr als 100 syrische Pro-Regime-Kräfte getötet wurden», zitierte der Sender CNN einen nicht näher genannten Offiziellen der US-Armee. Aus syrischen Militärkreisen hiess es, mehr als 150 regierungstreue Kämpfer seien getötet oder verletzt worden. Unter den Toten seien auch afghanische Kämpfer gewesen.

Die Anti-IS-Koalition erklärte, regierungstreue Kräfte hätten am Mittwoch im Euphrat-Tal ein Hauptquartier der SDF angegriffen. Dort hätten sich auch Soldaten des Anti-IS-Bündnisses aufgehalten. Der Angriff auf die Anhänger von Syriens Präsident Baschar al-Assad war demnach eine «Verteidigungsmassnahme nach einem unprovozierten Angriff».

USA wollen eigentlich nur IS bekämpfen

Die USA vertreten in Syrien die Linie, sich aus dem Bürgerkrieg herauszuhalten und nur gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu kämpfen. Schon im vergangenen Jahr hatten sie aber regierungstreue Milizen angegriffen und das als Verteidigungsmassnahme bezeichnet.

Das US-Militär arbeitet im Kampf gegen den IS eng mit den SDF zusammen. Diese werden von der Kurdenmiliz YPG angeführt.

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58 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Sind jetzt Alle verrückt? Die Türken destabilisieren Syrien indem sie die Kurden bekämpfen. Die Russen unterstützen einen Diktator, der ohne Ihre Hilfe längst weg vom Fenster wäre. Die Amerikaner haben nichts besseres zu tun als ebenfalls die Situation weiter zu verschlimmern. Man sollte den IS bekämpfen und alle syrischen Parteien an einen Tisch setzen. Wenn sie die Situation nicht selbst verbessern können sollte man Syrien als das anerkennen was es längst ist, ein gescheiterter Staat.
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    1. Antwort von Christian Szabo (C. Szabo)
      Einen gescheiterten Staat haben wir in Libyen. Die Vermögens-Werte und Ressourcen werden international verteilt und die Bürger des gescheiterten Staates können durch die Finger schauen, wenn sie einmal Zeit dafür haben. Denn oft herrscht Chaos und ein total rechtloses Umfeld. Das Ziel von Spekulanten war und ist ein gescheiterter Staat Syrien. Dann können sie ihre lukrativen Strategien verwirklichen.
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  • Kommentar von Micha Wohler (M. Wohler)
    @Stanic Drago: Die Alternative lautet nicht einfach Assad oder ein Kalifat. Gerade Russland hätte genügend Einfluss in Syrien, um eine vernünftige Ordnung nach Assad gewährleisten zu können. Assad hat sich durch seine Aktionen derart diskreditiert, dass er nicht mehr Teil einer langfristig tragbaren und stabilen Lösung in Syrien sein kann. Eben eine solche müsste aber auch im Interesse Russlands sein.
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    1. Antwort von Stanic Drago (Putinversteher)
      M.Wohler was wäre Alternative zu Assad? In Syrien hat 80 verschiedene Volksgruppe. Wenn ich Bilder aus Syrien anschaue, dann sehe ich, dass sie vor 1 Monat Weinachten gefeiert haben. Kristliche und Ortodoxe. Ich sehe Bilder aus Aleppo und Damaskus und sehe keine vermumte Frau. Aber egal von welchen Gebiet wo Moderate Oposition Front haltet, sehe ich keine Christe, Alawitte oder Schiite. Sehe kaum eine Frau und wann dann nur vermumte. Zeigen Sie mir Alternative.
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    2. Antwort von Philipp Etter (Philipp Etter)
      @Wohler Mir scheint es, dass Sie nicht realisiert haben, dass die USA wegen des Erdöls handfeste Interessen haben in Syrien. Dasselbe gilt auch für Israel, welches keine nicht von den USA kontrollierte Nachbarn haben will !! Russland wäre ein no go für USA und Israel, obwohl das die beste Lösung wäre. Wie gut oder übel Assad wirklich ist, wissen wir nicht... Gaddafhi soll angeblich auch ein ganz übler Bursche gewesen sein, allerdings ging es den Libyern unter seiner Herrschaft sehr gut...
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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Seit den Indianerkriegen, spricht Washington mit gespaltener Zunge um sich die entsprechenden Ressourcen anzueignen. Der Aufenthalt der US- Armee auf syrischem Boden ohne von der dort gewählten Regierung oder der UN einen entsprechenden Auftrag zu haben, ist Völkerrechtwiedrig und verdient eine klare Verurteilung durch SRF.
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    1. Antwort von antigone kunz (antigonekunz)
      Die Kriege eines Andrew Jackson, der einen eigentlichen Genozid an die indigene Bevölkerung Amerikas ausgeführt hat und dafür zum amerikanischen Präsidenten gewählt worden ist .... sind nach wie vor die heutigen 'Grundmuster' US 'Aussenaneignungen'. Staaten, denen die Demokratie und die Staatsouveränität ein Anliegen sind, sollten sich vom Tun der USA klar distanzieren. Sie gefährden ganz klar die Weltgemeinschaft, aller Menschen, die nicht zu den 1%ern gehören. Es ist deren Krieg.
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