Mitfühlende Worte für Schottland

Die britische Königin Elizabeth II. hat Schottland nach dem gescheiterten Unabhängigkeitsreferendum Unterstützung für die Zukunft versprochen. Und: die «ewige Liebe» der Briten zu Schottland beteuert.

Porträt der Queen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die sonst eher emotional zurückhaltende Königin beschwört den Zusammenhalt der Nation. Reuters

Sie habe keine Zweifel, dass die Schotten «in einem Geist von gegenseitigem Respekt und Unterstützung» zusammenfinden könnten, um konstruktiv an der Zukunft Schottlands und allen Teilen Grossbritanniens zu arbeiten. Dies teilte die Monarchin on ihrer schottischen Residenz Balmoral aus mit. «Meine Familie und ich werden tun, was wir können, um Ihnen bei dieser wichtigen Aufgabe zu helfen und Sie zu unterstützen.»

Bei der Volksabstimmung über Schottlands Unabhängigkeit hatten rund 55 Prozent für den Verbleib im Vereinigten Königreich gestimmt. Dies sei ein Ergebnis, das im ganzen Land respektiert werde, hiess es in dem Statement weiter.

«Viele Menschen in Schottland und anderswo werden heute starke Empfindungen und widerstreitende Gefühle haben – innerhalb der Familie, unter Freunden und Nachbarn. Das ist natürlich das Wesen der starken demokratischen Tradition, die wir in diesem Land geniessen.» Sie habe keine Zweifel, dass diese Gefühle gemildert würden durch das Verständnis für die Empfindungen anderer. Die Briten verbinde ihre «ewige Liebe zu Schottland». Jeder müsse nun konstruktiv an der Zukunft Schottlands und des ganzen Landes mitarbeiten.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Schottland sagt „no“ zur Unabhängigkeit

    Aus Tagesschau vom 19.9.2014

    Die Schotten stimmen mit 55,3 Prozent deutlicher als erwartet gegen die Abspaltung ihres Landes von Grossbritannien. Nur in Städten wie Glasgow und Dundee resultierte ein Ja.

  • EU begrüsst Nein zum Referendum

    Aus Tagesschau vom 19.9.2014

    Die Europäische Union ist zufrieden mit dem Abstimmungsresultat in Schottland. Dieses sei gut für ein vereintes, offenes und starkes Europa. Einschätzungen von SRF-Korrespondent Sebastian Ramspeck in Brüssel.