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Angela Merkel in der deutschen Botschaft in Moskau
Legende: Da war der Ton noch freundlicher: Bundeskanzlerin Merkel zu Besuch in der deutschen Botschaft in Moskau im Jahr 2006. Reuters
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International Moskau weist deutsche Diplomatin aus

Nachdem Berlin einen russischen Diplomaten zur unerwünschten Person erklärt hat, fackelt Moskau nicht lange. Der Kreml fordert seinerseits eine deutsche Diplomatin auf, Russland zu verlassen.

Die deutsch-russische Beziehungen haben schon bessere Zeiten erlebt. Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel in letzter Zeit bereits leise Kritik am Kurs des russischen Präsidenten geäussert hat, ist es nun zu einem direkten Schlagabtausch zwischen Berlin und Moskau gekommen: Erst forderte Deutschland einen russischen Diplomaten auf, das Land zu verlassen. Darauf reagierte Moskau prompt und erklärte seinerseits eine deutsche Diplomatin in Russland zur persona non grata.

Ein entsprechender Bericht des Nachrichtenmagazins «Spiegel» wurde in Berliner Regierungskreisen bestätigt. «Wir bedauern dieses ungerechtfertigte Vorgehen und haben dies gegenüber der russischen Regierung zum Ausdruck gebracht», hiess es.

«Eine Politik der Nadelstiche»

Hintergrund ist laut «Spiegel» offenkundig der Fall eines russischen Diplomaten, der als Mitarbeiter des Bonner Generalkonsulats spioniert haben soll, vom Verfassungsschutz monatelang observiert und schliesslich ohne grosses Aufsehen aus dem Land gewiesen wurde.

In vergleichbaren Fällen zuvor sei eine Retourkutsche der Russen ausgeblieben, anders jedoch dieses Mal. «Das ist eine Politik der Nadelstiche», zitiert der «Spiegel» einen Vertreter des Auswärtigen Amtes: «Wir wissen nicht, wohin sie führt.»

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37 Kommentare

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  • Kommentar von N.Belg , Luzern
    Am 20 G sah man deutlich wie Cameron und Merkel unter Obama "Leitung" sind. Sie sind nicht selbstständig.
    1. Antwort von Marcel Chauvet , Neustadt
      @Belg: Was Sie alles beobachten, eben was sie sehen wollen. Manche Leute sollten auch mal ihre eigene "Leitung" inspizieren oder inspizieren lassen.
    2. Antwort von M. Keller , Thurgau
      Ja, M. Chauvet, was die Leute alles sehen, wenn sie mit OFFENEN Augen hinsehen, ich hoffe sie werden dies auch mal erleben... Die ARD zeigte neulich ein "Exklusiv" mit Putin - dort wurde auch der Beginn der Eskalation der Krise angesprochen; Putin sagte da etwas über das EU-Assoziierungsabkommen. Er ist kein Heiliger; aber was er zu Abkommen sagte, sollte auch Ihnen zu Denken geben... Und die Reaktionen "des Westens" auf Putins Aussage; Herr Chauvet, die sprechen leider auch für sich...
    3. Antwort von N.Belg , Luzern
      M.Ch. Ob ich beobachte das oder nicht, das ist leider so.
  • Kommentar von Albert Planta , Chur
    Es lebe der neue Kalte Krieg. Hoffentlich bleibt der Putin auch so berechenbar wie früher Breshnew & Co.
    1. Antwort von M. Keller , Thurgau
      Wahre Worte, Herr Planta... Hoffen wir zusätzlich darauf, das den "zwei anderen Mächtigen" bald auf die Finger geklopft wird; sonst nützt auch Putin's Besonnenheit nichts mehr...
    2. Antwort von E.Wagner , Zug
      @Planta: wie kann man dazu auch noch Beifall klatschen. Die EU mit ihrem Friedensnobelpreis sollte endlich das umsetzten. Und nicht länger nach der immer noch Besatzungsmacht USA tanzen.
  • Kommentar von Christa wüstner , Reinach
    Herr Jaschko, mit diese. Worten.! Am Anfang eines Kommentars , sollte man eine Person nicht angreifen. Ob sie einen recht ist oder nicht. Ihre Handlungen sind zum Kritisieren da