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Wahrzeichen von Mossul Mossuls symbolträchtige Al-Nuri-Moschee in Trümmern

Legende: Video «Grosse Moschee in Mossul gesprengt» abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 21.06.2017.
  • In der umkämpften Stadt Mossul liegen die Al-Nuri-Moschee und das dazugehörige Minarett in Trümmern.
  • In dem Gotteshaus hatte IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi 2014 das «Kalifat» der Dschihadisten ausgerufen.
  • Die irakische Armee gibt dem IS die Schuld. Die Terrormiliz streitet ab.

Die IS-Miliz erklärte ihrerseits, die Moschee aus dem 12. Jahrhundert und ihr Minarett seien bei einem Luftangriff der USA in Schutt und Asche gelegt worden.

Dies wiederum wies die US-geführte Koalition zurück, die in Irak und in Syrien gegen den IS kämpft. Die Koalition habe im Gebiet der Moschee keine Luftangriffe ausgeführt, sagte ein US-Armeesprecher.

Ein von der Anti-IS-Koalition zur Verfügung gestelltes Luftbild eines weitgehend zerstörten Gebäudes zeigt offensichtlich die Überreste des Gebäudes. Auf dem Foto scheint das berühmte Minarett zerstört.

Schwarz-weiss-Foto einer zerbombten Stadt.
Legende: Die von den USA veröffentlichte Luftaufnahme soll die zerstörte Moschee zeigen. Keystone

Angriff auf Mossul dauert schon Monate

Irakische Truppen hatten vergangenen Herbst mit der Offensive auf die wichtigste Stadt im Irak unter Kontrolle des IS begonnen. Während der heftigen Kämpfe um Mossul wurden Tausende Menschen getötet und Hunderttausende vertrieben.

Inzwischen wird nur noch um ein kleines Gebiet im Zentrum der Stadt gekämpft, darin liegt auch die grosse Moschee. Die vollständige Einnahme der Grossstadt sei nicht mehr fern, sagte ein irakischer Militärsprecher.

Der IS steht militärisch in Irak und in Syrien mit dem Rücken zur Wand. Zudem behauptete Russland vor wenigen Tagen, Anführer Al-Baghdadi bei einem Luftangriff getötet zu haben. Eine Bestätigung dafür gibt es bislang jedoch nicht.

Mossul-Offensive

2 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Zitat: In dem Gotteshaus hatte IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi 2014 das «Kalifat» der Dschihadisten ausgerufen. Nun, so gibt der IS bekannt, dass er verloren hat... denn das sollte eigentlich das Heiligtum der IS sein.. eben Symboltraechtig.. und so symboltraechtig ist ebenso die Zerstoerung dieses Symbols...
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  • Kommentar von Thomas Käppeli (thkaepp)
    Die Scheusslichkeiten, die ein IS in blindem religiösen Wahn an Kulturgütern verübt, mögen gegenüber Misshandlung und Mord an Menschen zweitrangig sein. Zeigt aber, dass der Homo erectus mental weiterhin in uns fortlebt. Die Zerstörung von Kulturgütern war schon immer beliebtes Mittel, andere Ethnien geschichtlich zu entwurzeln. Beim Einfall der „christlichen“ Eroberer und Siedler in den neuen Kontinent, ging es auch nicht besser zu und her. Die wahren Motive sind und bleiben Macht und Geld.
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