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Nach Angaben von Südkorea Nordkoreanischer Diplomat soll in Italien untergetaucht sein

  • Der höchste nordkoreanische Diplomat hat sich laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap in Italien abgesetzt und Asyl beantragt.
  • Der Geheimdienst Südkoreas hat die Meldung bestätigt.
  • Dem italienischen Aussenministerium ist hingegen kein entsprechendes Asylgesuch bekannt, heisst es.
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Aus dem Archiv: Soldat flüchtet aus Nordkorea
Aus SRF News vom 22.11.2017.
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Gemäss der Nachrichtenagentur Yonhap stehen der Diplomat Jo Song Gil und seine Ehefrau derzeit unter dem Schutz der italienischen Behörden. Der Geschäftsträger der nordkoreanischen Botschaft in Italien hat sich den Berichten zufolge abgesetzt, weil ihn die Regierung in Pjöngjang in sein Heimatland zurückbeordert hatte. Seine Dienstzeit wäre Ende November zu Ende gewesen.

Aus dem Umfeld des italienischen Aussenministeriums hiess es hingegen, über ein Asylgesuch des Diplomaten sei nichts bekannt. Jedoch hätten die nordkoreanischen Behörden ein Gesuch zur «Auswechslung» des Diplomaten eingereicht. Wo sich dieser derzeit befinde, sei nicht bekannt. Der Nachfolger sei bereits in Rom eingetroffen. Pjöngjang hat sich zu den Berichten nicht geäussert.

Die nordkoreanische Flagge weht vor der Botschaft in Rom.
Legende: Die nordkoreanische Botschaft in Rom. Reuters

Nicht der erste türmende Diplomat

Der 48-Jährige ist der höchste Diplomat aus Nordkorea seit 2016, dessen Flucht bekannt geworden ist. Dass Spitzendiplomaten Nordkorea den Rücken kehren, ist äusserst selten, kommt aber vor.

Zum Beispiel setzte sich als einer der ranghöchsten Diplomaten der vergangenen Jahre im August 2016 der stellvertretende Botschafter Nordkoreas in London, Thae Yong Ho, nach Südkorea ab. Er begründete seinen Schritt mit seiner «Abscheu» über die Herrschaft des Machthabers Kim Jong Un und seiner Bewunderung für die Demokratie im Nachbarland.

Weiter setzte sich 1997 der nordkoreanische Botschafter in Ägypten in die USA ab. Im selben Jahr floh der Spitzenfunktionär Hwang Jang Yop, ein ehemaliger Vertrauter von Kims Vater und Vorgänger Kim Jong Il, nach Südkorea.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner  (Saleve2)
    Sehr richtig vom Aussenministerium. Ich würde es auch nicht zugeben. Erst wenn er wirklich irgendwo in totaler Sicherheit ist. Das ist eine Schutzbehauptung, falls er
    wirklich in Italien ist. Und das ist gut so.
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  • Kommentar von Markus Gasser  (Markus Gasser)
    Solch hochrangige Flüchtlinge müssen sich nun solange verstecken und eine falsche Identität zulegen, bis die Uhr von Kim Jong Un abgelaufen ist. Man weiss ja wie dieser sogar mit seinen Verwandten umgeht (Onkel, Halbbruder).
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