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Nach dem Massaker in Florida Trump will «Bump Stocks» verbieten

Legende: Video Trump zeigt sich offen für schärfere Waffengesetze abspielen. Laufzeit 02:30 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.02.2018.
  • US-Präsident Donald Trump hat nach dem jüngsten Massaker an einer Schule in Florida eine Verschärfung der Waffengesetze angekündigt.
  • Er forderte das Justizministerium auf, ein Verbot für sogenannte «Bump Stocks» auszuarbeiten. «Bump Stocks» sind Waffen-Aufsätze, mit denen halbautomatische Gewehre zu vollautomatischen umgerüstet werden können.
  • Ob das Justizministerium solch ein Verbot überhaupt erlassen kann, ist allerdings fraglich.
Eine Hand an einer Waffe mit Bump Stocks.
Legende: US-Präsiden Trump will Waffen-Aufsätze verbieten lassen, mit denen halbautomatische Gewehre zu vollautomatischen umgerüstet werden können. Keystone

US-Präsident Trump hat bei einer Ehrung der Helfer des Attentats von Florida angekündigt, er habe das Justizministerium mit der Ausarbeitung eines Verbots von «Bump Stocks» beauftragt. Mit einer solchen Waffenvorrichtung, die ein Gewehr vollautomatisiert, erschoss vergangene Woche ein 19-Jähriger an einer Schule in Florida 17 Menschen.

Und auch bei dem Massaker in Las Vegas von vergangenem Oktober, bei dem 58 Menschen starben, benutze der Täter eine solche Waffenvorrichtung.

Erste Diskussionen nach Las Vegas

Bereits nach dem Massaker in Las Vegas unterstützten führende republikanische Abgeordnete ein Verbot von «Bump Stocks». Und auch die einflussreiche US-Waffenlobby NRA signalisierte, dass sie sich einem solchen Schritt nicht widersetzen würde.

Wann ein solches Verbot in Kraft treten könnte, ist allerdings fraglich: Das Justizministerium hatte in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass es das Verbot solcher Waffenumbauten zwar empfehlen, aber nicht selber durchsetzen könne. Dies sei Aufgabe des Gesetzgebers.

Waffenland USA

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Frédéric Weil (Derrick)
    Richtig Herr Wirz. Zudem wenn jemand eine Straftat machen will, ist ihm diese Regelung egal. Es gibt nur eines: AUFLÖSUNG DER WAFFENLOBBY UND GENERELLES SCHUSSWAFFENVERBOT.
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    1. Antwort von Daniel Bucher (DE)
      Wenn den Kriminellen diese Regelung oder Verbote egal sind, wie sie schreiben, weshalb sollten sie sich an ein generelles Schusswaffenverbot halten? Wir müssen den Tatsachen in die Augen schauen: Es wird immer Kriminelle geben und sie werden sich nicht an die Gesetze und Verbote halten. Ein generelles Verbot wird denn auch nur von den anständigen, nicht kriminellen Bewohnern eingehalten und von diesen geht eben keine Gefahr aus.
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  • Kommentar von Kurt Wirz (kw)
    Ob halb- oder vollautomatisch ist doch völlig egal. Auch mit einer halbautomatischen Waffe kann man im Sekundentakt Munition abfeuern. Das ist nicht das Problem und schon gar nicht des Problems Lösung, Herr Trump.
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    1. Antwort von Daniel Bucher (DE)
      Ach vollautomatische Waffen sind kein Problem? Weshalb gibt es dann nicht nur in der Schweiz besondere Regeln für solche Waffen? Und was wäre die Lösung des Problems Herr Wirz? Verbote funktionieren ja offensichtlich nicht, weil sich Kriminelle ohnehin nicht an Verbote halten. Das Attentat wurde ja in einer waffenfreien Zone angerichtet.
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    2. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Nur die vollautomatischen Waffen fuehrten zum industriellen Massensterben auf den Schlachtfeldern. Es gibt viel mehr Opfer, wenn in eine (angreifende oder anderweitig hammelherdenartig zusammengerottete) Masse mit Zigschuss pro Sekunde gestreut werden kann, als wenn fuer jeden Schuss neu gezielt und abgedrueckt werden muss. Automatische Waffen gehoeren ausschliesslich in die Hand des Militaers oder mit der Bekaempfung von Massengewalt betraute Polizeibataillone....
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Endlich ein Politiker, der sich erlaubt, intelligenter zu werden. Andere halten eigensuechtig an ihren Fehlentscheiden fest, anstatt den Rueckwaersgang einzulegen, bevor die Karre in der Sackgasse im Sumpf feststeckt....
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    1. Antwort von Pascal Ringenbach (stuhlflechter)
      Bei Trump kann es ja nur noch in diese Richtung gehen, da er ja schon am Boden der Intelligenz angelangt ist und es sogar noch tiefer geschafft hat als viele für möglich gehalten haben. Denn wenn er wirklich Intelligent wäre hätte er z.B. ein Gesetz Obamas nicht rückgängig gemacht das es psychisch labilen Menschen erlaubt Waffen zu erwerben. Und last but not least, wieso erst jetzt und nicht schon von Anfang an? Das Problem ist schliesslich nicht neu, leider...
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    2. Antwort von Benjamin Roth (benjamin)
      Trum erzählt einfach das, was ihm momentan am meisten Vorteile verschafft und vielleicht etwas Lob einheimst.
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    3. Antwort von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
      Egalite, ich befürchte, Sie schätzen Trump falsch ein. Er ist m.E. nicht an einer Verbesserung der Situation als solche interessiert, sondern daran, dem öffentlichen Druck mit dem Minimum an Zugeständnissen auszuweichen.
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