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Nach dem Tsunami Vulkan auf Sulawesi ausgebrochen

Legende: Video Vulkan «Soputan» auf Sulawesi ausgebrochen abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.10.2018.
  • Auf der indonesischen Insel Sulawesi ist zusätzlich zur Tsunami-Katastrophe ein Vulkan ausgebrochen.
  • Der knapp 1800 Meter hohe Vulkan Soputan schleudert Asche bis zu vier Kilometer in die Höhe.
  • Über das Ausmass der Schäden sind derzeit keine Informationen bekannt.
  • Derweil bestätigt die nationale Katastrophenschutzbehörde mehr als 1400 Todesopfer.
Legende: Video Vulkan Soputan auf Sulawesi ausgebrochen abspielen. Laufzeit 00:30 Minuten.
Aus News-Clip vom 03.10.2018.

Der Vulkan liegt im Nordosten von Indonesiens viertgrösster Insel, mehrere hundert Kilometer vom Gebiet der Tsunami-Katastrophe entfernt. In den vergangenen Jahren war er immer wieder ausgebrochen.

Die Aschepartikel seien derzeit auch keine Gefahr für den Flugverkehr, sagte ein Behördensprecher.

Zahl der Opfer nimmt weiter zu

Die nationale Katastrophenschutzbehörde beziffert die Zahl der Toten auf mindestens 1407. Mehr als 2500 Menschen wurden auf der Insel Sulawesi schwer verletzt und müssen deshalb im Krankenhaus behandelt werden. Mindestens 113 Menschen sind als offiziell vermisst gemeldet. Die Behörden befürchten, dass sich die Anzahl der Opfer in den nächsten Tagen noch weiter erhöht. Unter den Trümmern von Häusern und im Schlamm werden viele Leichen vermutet.

Bis das ganze Ausmass der Katastrophe klar ist, wird es wahrscheinlich noch Tage dauern.

Die Lage auf Sulawesi spitzt sich zu

Die Suche nach Überlebenden der Tsunami-Katastrophe wird unterdessen immer verzweifelter. Nach der bisherigen offiziellen Zwischenbilanz kamen bei der Serie von Erdbeben und der folgenden Flutwelle auf Indonesiens viertgrösster Insel am vergangenen Freitag mindestens 1347 Menschen ums Leben.

Unter den Trümmern von Häusern und im Schlamm werden noch viele weitere Leichen vermutet. Befürchtet wird, dass die Zahl der Todesopfer in die Tausende geht. Noch heute will der Katastrophenschutz eine neue Zwischenbilanz veröffentlichen.

Chaotische Zustände

Bis das ganze Ausmass der Katastrophe klar ist, wird es aber wahrscheinlich noch Tage dauern. Der Sprecher der Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Nugroho, berichtete von mehr als 800 Verletzten. Mehr als hundert Menschen werden offiziell vermisst. Mehr als 60'000 haben ihre Häuser verloren. Die Lage auf der Insel wird immer chaotischer. Die Vereinten Nationen schätzen, dass mehr als 190'000 Menschen auf Hilfe angewiesen sind.

Es fehlt an allem

Bei den Überlebenden wächst die Verzweiflung, weil es an den wichtigsten Dingen wie Strom, Wasser, Nahrung und Treibstoff fehlt. In der besonders schlimm betroffenen Stadt Palu kam es zu Plünderungen. Nach Polizeiangaben wurden 45 Menschen festgenommen. Sie hatten versucht, in Einkaufszentren unter anderem Flachbildfernseher, Schuhe, Kleidung und einen Geldautomaten zu stehlen.

Verletzte werden evakuiert

Das indonesische Militär flog vom Flughafen Palu aus mit Hercules-Transportmaschinen Verletzte aus. Die Menschen wurden in die Provinzhauptstadt Makassar gebracht, wo sie in Krankenhäusern besser versorgt werden können. Ein Militärsprecher sagte: «Sie müssen behandelt werden. Das geht in Palu nicht, weil es immer noch keinen Strom gibt.» Am Flughafen der 350'000-Einwohner-Stadt wurden auch Feldlazarette aufgestellt.

Vulkan Sulawesi

Glückskette sammelt für Indonesien

Eine Flüchtlingsfrau hat ihren unterernährten 3 Monate alten Säugling auf dem Arm
Legende:keystone

Nach der Tsunami- und Erdbeben-Katastrophe in Indonesien wächst das Chaos. Die betroffenen Menschen haben alles verloren. Sie brauchen dringend Wasser, Essen, medizinische Versorgung und Unterkünfte. Die Glückskette sammelt deshalb weiter Geld. Spenden können auf das Postkonto 10-15000-6 mit dem Vermerk «Tsunami Indonesien» überwiesen werden. Auf www.glueckskette.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster sind ebenfalls Spenden möglich.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Altmann (Sternenhimmel)
    Die armen Indonesier kommen gar nicht mehr zur Ruhe. So viele Naturkatastrophen auf einmal. Verdächtig.
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  • Kommentar von Franz NANNI (igwena ndlovu)
    Die Gletscher schmelzen... das Wasser steigt... wieviel in Tonnen sind ein mm Wasser mehr auf dem Erdball... eine immense Last die drueckt und natuerlich einen Einfluss hat auf Regionen wo es etwas labil ist..... SF das waere was fuer Sie um zu antworten... danke!
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    1. Antwort von Thomas F. Koch (dopp.ex)
      Das Gewicht des Planeten ändert sich nicht, ob ein KG gefrorenes Wasser (Eis) oder ein KG flüssiges Wasser auf die Erde drückt. Sulawesi liegt auf dem pazifischen Feuerring, wo schon allein durch die steten tektonischen Verschiebungen der Platten Kräfte wirken, die seit Jahrtausenden immer wieder zu solchen Eruptionen führen. Verglichen mit der Gewicht einer Erdplatte, ist für die Erdkruste an jener Stelle die umverteilte Masse des Wassers, wohl eher unbedeutend.
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    2. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      Hr Koch, aber das Gewicht der Meere ändert sich wohl, wenn mehr Wasser reinfliesst, Ich denk Hr Nanni wollte dies sagen...
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    3. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      Genau Herr Fuchs, wollte ich.. die Verschiebung des Wassers und damit die Verschiebung des Gewichtes...das muss enorm sein... 1m2 = 1lit Wasser = 1 kg.. 1 km2 hat 1 mio m2 =, die Welt hat 362 mio km2 Meeresflaeche....= 362 000 000 000 kg = ca 362millionen Tonnen zusaetzliche Wassermasse, die sich staendig verschiebt.. und das soll keinen Einfluss haben auf die labilen Stellen unserer Erdkruste?
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  • Kommentar von Jochen Schroeder (jvs)
    Es ist menschlich betrachtet eine Tragödie. Aber Menschen dürften am pazifischen Feuerring gar nicht siedeln. Wir Menschen können uns die Natur nicht Untertan machen.
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    1. Antwort von Thomas F. Koch (dopp.ex)
      Nach dieser Logik dürfen Menschen auch nicht auf Island oder in den Alpen siedeln. Hier sind die Bewohner von Felsstürzen, Lawinen und Murgängen permanent bedroht. Auch hier können wir uns die Natur nicht zum Untertan machen. Die Auswirkungen einer Katastrophe in den Alpen sind lokaler und die Opferzahlen dadurch geringer. Und Erdbeben gibt es überall auf der Welt, immer wieder auch bei uns.
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    2. Antwort von daniel luder (daniel2seeluft)
      In Vulkannähe ist die Erde sehr fruchtbar, ausserdem dürfte dann auch niemand in Neapel siedeln, ausserdem ist die gesamte Us Ostküste durch das Abrutschen der Vulkanflanke auf Las Palmas bedroht. Ein abrutschen hätte einen Tsunami zur Folge, der den von Indonesien 2004 und Japan 2011 bei weitem in den Schatten stellen würde. Wo sollen all diese Menschen den sonst siedeln?
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    3. Antwort von Beni Fuchs (Beni Fuchs)
      Der Mensch dürfte überhaupt nirgends siedeln, er ist eine einzige Katastrophe für die Erde... ;-)
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