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In Nigeria verschleppte Kinder sind wieder frei
Aus News-Clip vom 27.08.2021.
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Nach drei Monaten Dutzende entführte Schüler in Nigeria sind wieder frei

  • Dutzende Schülerinnen und Schüler sind im westafrikanischen Nigeria aus den Händen ihrer Entführer freigekommen.
  • Über 130 Mädchen und Jungen waren im Mai aus der islamischen Salihu Tanko Islamiyya Schule gekidnappt worden.
  • Ob die Kinder am Donnerstagabend befreit wurden oder ob sie freigelassen wurden, nachdem Lösegeld gezahlt wurde, blieb zunächst unklar.

Über die Zahl der freigekommenen Schülerinnen und Schülern machen die Nachrichtenagenturen verschiedene Angaben; sie variieren zwischen 90 und über 100. Gemäss DPA, die sich auf den Direktor der betroffenen Schule beziehen, sei eine Handvoll der Kinder, von denen die jüngsten drei Jahre alt seien, in der Gefangenschaft gestorben. 16 weitere hätten fliehen können.

Die Nachrichtenagentur AP bezieht sich indes auf Behördenangaben und berichtet von einem verstorbenen Kind. Die jüngsten Kinder seien fünf Jahre alt. Die Zahl der entführten Kinder wurde gemäss AP von den Behörden von anfänglich 136 auf 91 angepasst. Zudem berichtet AP, dass innerhalb von 24 Stunden an einem anderen Ort in Nigeria 15 weitere entführte Schüler freigelassen worden seien.

Terroristen und kriminelle Banden

Grössere Kindesentführungen im Zusammenhang mit Überfällen auf Schulen kommen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas häufig vor. Dahinter stecken sowohl islamistische Terroristengruppen wie Boko Haram als auch kriminelle Banden, die Lösegeld erpressen wollen.

Der spektakulärste Fall ereignete sich 2014, als die islamistische Terrormiliz Boko Haram 276 Schülerinnen entführte. Seit Anfang des Jahres haben die Verschleppungen drastisch zugenommen. Behörden schätzen, dass seit Dezember 2020 rund 1000 Kinder entführt wurden. Viele der Jungen und Mädchen bleiben spurlos verschwunden.

SRF 4 News, 27.08.2021, 05:00 Uhr;

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Felix Meyer  (gegen unwahre Wahrheit)
    Damit doch noch ein Kommentar steht. Die Entführung von Kindern und Jugendlichen scheint sich zu einem makabren Geschäftszweig zu entwickeln. Ich kann mir gut vorstellen, nebst der Erpressung von Lösegeld werden die Buben zu Kindersoldaten und die Mädchen zur Hausarbeit, und wahrscheinlich zu noch schlimmerem, gezwungen. Was Kinder auf dieser Welt nicht alles aushalten müssen. Sie werden zu Erwachsenen, die sich teilweise genau so verhalten, sie haben ja schliesslich nichts anderes gelernt.