Zum Inhalt springen

Header

Video
Eklat: Petry verlässt Bundespressekonferenz
Aus News-Clip vom 25.09.2017.
abspielen
Inhalt

Nach Eklat Frauke Petry verlässt die AfD

  • Die deutsche AfD-Vorsitzende Frauke Petry nannte noch keinen klaren Zeitpunkt für den Austritt.
  • Petry hatte schon gestern erklärt, der AfD-Fraktion im Bundestag nicht angehören zu wollen.
  • Ein AfD-Vertreter erklärte, sie wäre sonst ausgeschlossen worden.

Die deutsche AfD-Chefin Frauke Petry wird aus ihrer Partei austreten. «Klar ist, dass dieser Schritt erfolgen wird», sagte sie heute in Dresden, allerdings ohne einen genauen Zeitpunkt zu nennen. Auch die Frage, ob sie eine neue Partei gründen wolle, liess sie unbeantwortet.

Zuvor hatte sie bereits zusammen mit dem Parlamentarischen Geschäftsführer Uwe Wurlitzer und der stellvertretende Fraktionsvorsitzenden Kirsten Muster ihr Amt als Fraktionsvorsitzende im Sächsischen Landtag niedergelegt.

Als Grund führte sie grundsätzliche Meinungsunterschiede mit Teilen der Partei genannt, die ihnen eine Fortführung der Arbeit in der Fraktion unmöglich machten.

Nach ihrer Wahl in den Bundestag hatte Petry bereits gestern mitgeteilt, auch dort nicht der AfD-Fraktion angehören zu wollen und eine gemeinsame Pressekonferenz mit den Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland verlassen. Die 42-Jährige hatte bei der Bundestagswahl ein Direktmandat in Sachsen gewonnen.

Weidel hatte daraufhin Petry aufgefordert, den Parteivorsitz niederzulegen und die AfD zu verlassen. AfD-Vorstandsmitglied André Poggenburg sagte, nur so könne Petry «einem Antrag auf Parteiausschluss zuvorkommen». Auch der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen legte ihr den Austritt aus der Partei nahe.

Zunächst will Petry als fraktionslose Abgeordnete im Bundestag arbeiten. Ob sie die Gründung einer eigenen Fraktion oder Parlamentariergruppe anstrebt, hatte sie nicht gesagt.

Wir binden alle AfD-Mitglieder ein, die mit uns zusammenarbeiten wollen.
Autor: Alexander GaulandAfD-Spitzenkandidat

Die neue AfD-Fraktion kam heute im Bundestag zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Auf die Frage, ob er mit weiteren «Abtrünnigen» rechne, sagte Spitzenkandidat Alexander Gauland: «Ich hoffe nicht.» Alice Weidel, die im Wahlkampf gemeinsam mit ihm das AfD-Spitzenteam gebildet hatte, sagte, bislang seien keine entsprechenden Tendenzen erkennbar.

Die Frage, wer den Fraktionsvorsitz übernimmt, soll am Mittwoch geklärt werden. Gauland und Weidel hatten durchblicken lassen, dass sie diese Aufgabe gerne gemeinsam übernehmen würden.

Die AfD hatte bei der Bundestagswahl am Sonntag 12,6 Prozent der Stimmen erhalten. Ihr fallen damit 94 Mandate zu.

Wählerwanderung zur AfD

Box aufklappen Box zuklappen

Auch Marcus Pretzell verlässt die AfD-Fraktion in Nordrhein-Westfalen. Der Chef der AfD in Nordrhein-Westfalen und Ehemann Frauke Petrys hat seinen Rückzug aus Partei und Landtagsfraktion verkündet.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

43 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von pedro neumann  (al pedro)
    Die Willkommenseuphoriker wollten die Besorgnis der Bürger in Sachen offene Grenzen ja nie wahrhaben oder gar ernst nehmen. Nun habt ihr die AfD. Viel Vergnügen dann noch...!
  • Kommentar von Rainer Fauser  (Rainer Fauser)
    Man könnte meinen (siehe ganz unten), Petry würde für ihre Aktionen bezahlt, die AfD zu spalten und damit zu vernichten. Wer hat Interesse daran? Viele - und Geld dafür ist auch genug vorhanden. Ich werde den Verdacht der Käuflichkeit nun mal nicht los. Trojanische Pferde gibt es überall und wenn es um Machterhalt und Interessen geht sowieso.
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Gibts auch bei uns: Frau Schlumpf wird als SVP Vertreterin in den Bundesrat gewählt und gründet dann eine BDP da die SVP zu extrem ist.
    1. Antwort von Urs Müller  (Confoederatio)
      Vorher würde die Sektion SVP GR von der SVP selber ausgeschlossen.
    2. Antwort von Thomas Bach  (TBach)
      Und noch vorher gab es eine Spaltung der Grünen Partei zu den Grünliberalen und noch noch vorher bei der SP.