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Nach Flughafen-Bombardierung Guterres fordert sofortiges Ende der Kämpfe in Libyen

  • Nach dem Luftangriff auf den Flughafen Mitiga in Tripolis hat UNO-Generalsekretär Antonio Guterres ein sofortiges Ende der Kämpfe gefordert.
  • Guterres machte die Truppen von General Haftar für den Angriff auf den Flughafen verantwortlich. Haftars Truppen rücken seit Donnerstag auf Tripolis vor.
  • Mindestens 49 Menschen sind bei den erneuten Kämpfen um die libysche Hauptstadt bisher ums Leben gekommen.
Legende: Video Aus dem Archiv: Machtkampf in Libyen abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
Aus Tagesschau vom 08.04.2019.

Es gebe für den Konflikt keine militärische Lösung, sagte Guterres Sprecher in New York. Alle Parteien seien aufgefordert, «unverzüglich einen Dialog über eine politische Lösung aufzunehmen». Der Sonderbeauftragte des UNO-Generalsekretärs in Libyen sei bereit, diesen Dialog zu erleichtern.

Guterres verurteilte zudem den Angriff auf den Flughafen Mitiga und machte dafür die sogenannte Libysche Nationalarmee von General Chalifa Haftar verantwortlich.

Bombardierung des Flughafens

Am Montag hatten Kampfjets den militärischen Teil des Flughafens bombardiert. Der Flugbetrieb sei eingestellt und der Flughafen evakuiert worden, hiess es. Flüge würden bis auf Weiteres ins 200 Kilometer entfernte Misrata umgeleitet.

Seit Donnerstag rückt die «Libysche Nationalarmee» von General Haftar auf Tripolis vor. Haftar gilt als mächtigster Gegenspieler von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch. Dessen Regierung der nationalen Einheit hat ihren Sitz in Tripolis und wird international anerkannt.

Das libysche Parlament hingegen hat seinen Sitz seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2014 im ostlibyschen Tobruk. Im Osten und Süden des Landes kontrolliert der mit dem Parlament verbundene General Haftar die grössten Gebiete, darunter auch zahlreiche Ölförderanlagen. Er bezeichnet seinen Vormarsch auf Tripolis als «Anti-Terror-Kampf».

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Guterres untergräbt mit seinen einseitigen, US-freundlichen Positionen die Glaubwürdigkeit der UNO.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    General Chalifa Haftar wird sich kaum beeindrucken lassen von der UNO bzw. von Guterres, die Waffen niederzulegen. Der Konflikt hat sich bereits ausgebreitet mit vielen Toten und viele sind geflüchtet. Muss Europa wieder das Auffangbecken für Flüchtlinge sein, wenn einmal mehr ein muslimes Land sich bekriegt? Man kann nur hoffen, dass alle Parteien zu einem Dialog bereit sind um Schlimmeres zu verhindern.
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  • Kommentar von Dani Maler (Damal)
    "Es gebe für den Konflikt keine militärische Lösung, sagte Guterres Sprecher in New York." Wie kann man so etwas behaupten, wenn man zuerst militärisch eingriff? #doublestandards
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