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Nach fünf Jahren Merkel inszeniert sich mit «Spuren der Macht»

Aussergewöhnlich lange liess sich Angela Merkel Zeit mit dem offiziellen Porträt. Nun wurde es in Berlin enthüllt.

Entschlossener und doch nachdenklicher Blick, blauer Blazer: So hat sich Angela Merkel vom 28-jährigen deutsch-französischen Künstler Jérémie Queyras für die Galerie im Kanzleramt malen lassen.

Zwei Personen betrachten ein Gemälde einer Person in blauer Kleidung.
Legende: «Spuren der Macht» auf dem Gesicht: das Merkel-Gemälde bei der Enthüllung im Berliner Bode-Museum (30. Juni 2026). REUTERS/Axel Schmidt

Das Bild wurde nun fast fünf Jahre nach Merkels Ausscheiden aus dem Amt enthüllt. Im Oktober soll es dann ins Kanzleramt gehängt werden. Bis dahin wird es einem breiten Publikum zugänglich sein.

«Ich brauchte Abstand», erklärte Merkel bei der Enthüllung, warum sie sich so lange Zeit gelassen hat. Das Porträt sollte kein Punkt auf einer To-do-Liste werden, «sondern ich wollte Freude haben».

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Das Blau des Blazers solle etwas Starkes, Herrschaftliches vermitteln. Deswegen hat sie sich anders als ihre Vorgänger auch im Stehen malen lassen. Auf das Gesicht fällt ein starkes Licht, das die «Spuren der Macht» zur Geltung bringen soll, wie es heisst.

Der Künstler hatte sich bei Merkel schon 2022 handschriftlich beworben. Sein Ziel sei es gewesen, Merkel so zu malen, dass man sie sofort erkennt, aber auch von einer neuen Seite kennenlernt.

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