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Nach Geiselnahme in Köln Polizei schliesst Terror-Motiv nicht aus

Das Wichtigste in Kürze

  • Spezialkräfte der Polizei haben eine Geiselnahme in einer Apotheke im Kölner Hauptbahnhof beendet.
  • Auf Twitter schreibt die Polizei, dass der Täter unter Kontrolle sei. Er sei schwer verletzt. Die weibliche Geisel sei leicht verletzt, so die Polizei weiter.
  • Die Polizei schliesst einen Terror-Hintergrund nicht aus.

Etwa zwei Stunden hatte der Täter sich mit der Frau als Geisel in einer Apotheke im Gebäude des Bahnhofs verschanzt. Erste Notrufe hatten die Polizei am Mittag erreicht. Dort war zunächst nur von einer «Bedrohungslage» in einer Apotheke die Rede.

Spezialkräfte der Polizei drangen am Nachmittag in die Apotheke ein, in der sich der Geiselnehmer befand. Beim Zugriff feuerten die Beamten zwei Blendgranaten ab. Die Explosionen waren auf dem Breslauer Platz auf der Bahnhofsrückseite deutlich zu hören. Der Täter sei bei den Zugriffsmassnahmen schwerst verletzt worden, hiess es weiter.

Wenige Minuten vor dem Zugriff wurde ein verletztes Mädchen aus dem Kölner Hauptbahnhof ins Krankenhaus gebracht. Nach Polizeiangaben zündete der mutmassliche Geiselnehmer in einem Bahnhofrestaurant einen Molotowcocktail. Dadurch sei das 14-jährige Mädchen verletzt worden.

Polizei schliesst Terror-Hintergrund nicht aus

Wie am Abend weiter bekannt wurde soll der Täter auch mehrere Gaskartuschen genutzt und in der Apotheke im Hauptbahnhof gelagert haben. Es seien blaue Campinggaskartuschen und Brandbeschleuniger gefunden worden, von denen einige mit Klebeband verbunden gewesen seien, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei schliesst einen terroristischen Hintergrund nicht aus.

Am Tatort fanden die Kriminalpolizei Papiere eines 55 Jahre alten Syriers. Demnach habe der Besitzer dieser Papiere eine Duldung bis Mitte 2021 erhalten. Der Geiselnehmer sei mit «hoher Wahrscheinlichkeit» der Passinhaber. Die Ermittler betonten gleichzeitig, dass die Identität des Täters aber noch nicht eindeutig geklärt sei. Der Inhaber des gefundenen Dokumentes von 2016 sei umfangreich wegen verschiedener Delikte wie Diebstahl und Bedrohung bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes und Körperverletzung gegen den Geiselnehmer eingeleitet.

Der Polizeieinsatz brachte den Bahnverkehr rund um den zentralen Knotenpunkt Köln nahezu zum Erliegen. Hinzu kam, dass auch die Schnellstrecke nach Frankfurt nach einem ICE-Brand mehrere Tage gesperrt ist. Der Kölner Hauptbahnhof gehört zu den meistfrequentierten in Deutschland. Er liegt im Stadtzentrum direkt neben dem Kölner Dom. Täglich durchströmen ihn rund 1300 Züge und bis zu 280'000 Reisende auf elf Gleisen.

Video
Geiselnahme in Köln (unkomm.)
Aus News-Clip vom 15.10.2018.
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7 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris  (zombie1969)
    Endlich hat die deutsche Polizei mal schnell und robust durchgegriffen. Solchen Typen muss das Leben mal im Klartext verdeutlicht werden. Das müsste viel öfter in Deutschland geschehen. Bei gewissem Klientel ist eben das passende Einsatzmittel nicht zu tief anzusetzen. Hier stand die Polizei natürlich noch unter der Herausforderung, dass der Geiselnehmer das Gebäude nicht verlassen darf, da sonst die Reisenden in Gefahr gekommen wären. Daher musste der Einsatz zügig beendet werden.
    Gute Arbeit!
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  • Kommentar von Chloe Müller  (Chloe)
    Wer kann und das Geld hat engagiert ein/e Personenschützer/in. Man ist nirgends mehr sicher aber das gibt uns die im Sicherheitsgewerbe arbeiten einen Job. Zum Glück hat dies noch gut geendet und hoffe das Mädchen ist nur leicht verletzt.
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    1. Antwort von Marcel Halbeisen  (BadTicket)
      In was für einem Land leben denn Sie? Also ich lebe in der Schweiz und fühle mich extren sicher. Hier kann man sogar Bundesräte im Zug treffen oder Prominente in de Stadt kreuzen, die lhne jede Angst bummeln gehen. Schade dass Sie dies in Ihrem Land nicht haben...
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    2. Antwort von Andrea Esslinger  (weiterdenken)
      Das Leben in Europa war noch nie so sicher wie heute. Das beweissen die immer steigenden Todesalter der Menschen. Noch nie wurden wir älter.
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  • Kommentar von A. Keller  (eyko)
    Wir leben in einer beunruhigenden Welt. Es kann dich überall treffen, Gewalt, Geiselnahme, Vergewaltigung. Man ist nirgends mehr sicher. Hoffen wir auf einen guten Ausgang in Köln.
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    1. Antwort von W. Pip  (W. Pip)
      Das war schon immer so. Denn, Entschuldigung: Der Anteil von Deppen in der Bevölkerung war schon immer in etwa derselbe. Mit wachsender Bevölkerung nehmen auch hier bloss die absoluten Effekte zu.
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    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Pip/Keller: Das ist absolut falsch. Mit der wachsenden Bevölkerung hat das nichts zu tun. Das ist bloss eine Frage der Kultur in die wir schlittern ohne dass jemand den Mumm aufbringt Gegensteuer zu geben.
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