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Legende: Video Demonstranten feiern den Rücktritt von Ricardo Rosselló abspielen. Laufzeit 00:14 Minuten.
Aus News-Clip vom 25.07.2019.
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Nach geleakten Chatinhalten Puerto Ricos Gouverneur kündigt Rücktritt an

Ricardo Rosselló muss den Hut nehmen. Zum Verhängnis wurden ihm vulgäre – und wohl strafrechtlich relevante – Chats.

In den vergangenen zwei Wochen sind die Proteste gegen Ricardo Rosselló stetig gewachsen. Bei der grössten Demonstration vergangenen Montag forderten rund 500'000 Menschen seinen Rücktritt.

Widerstand und Aufruhr gegen den Regierungschef begannen sich zu regen, als bekannt wurde, dass sich Rosselló in Chats mit engen Vertrauten über Frauen und Schwule abschätzig und obszön geäussert und über die Opfer des schweren Wirbelsturms Maria vor zwei Jahren gespottet hatte.

Chats strafrechtlich relevant

Es ging in den Chats aber nicht allein um Diskriminierung und Geschmacklosigkeiten. Offenbar unterhielt sich Rosselló mit seinen Vertrauten auch über geheime Regierungsgeschäfte – dies obwohl nicht alle Mitglieder der Gruppe der Regierung angehörten. Eine Juristenkommission, die vom Parlamentspräsidenten eingesetzt worden war, erkannte in den Chats nicht nur Fehlverhalten. Einige Konversationen seien auch strafrechtlich relevant, stellten die Experten fest.

Der Gouverneur weicht also nicht allein dem Druck von Bürgerinnen und Bürgern – er musste mit seiner Absetzung rechnen. Ob ein Verfahren gegen ihn eröffnet wird, steht noch nicht fest. Das Ausmass der Proteste erklärt sich wohl auch damit, dass Puerto Rico praktisch bankrott ist und die schweren Verwüstungen von 2017 noch bei weitem nicht überwunden hat. Die Bevölkerung scheint genug zu haben von Amtsträgern, die ihre Pflicht eklatant verletzen.

Man sieht im Vordergrund eine Fahne Puerto Ricos und im Hintergrund hunderte Demonstranten.
Legende: Tausende Menschen gingen in den vergangenen zwei Wochen auf die Strasse und forderten den Rücktritt Rossellós. Keystone
Puerto Rico Länderporträt
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