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Nächster Schritt in historischer Einigung
Aus News-Clip vom 31.08.2020.
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Nach historischer Einigung Israelisches Flugzeug ist erstmals direkt in die Emirate geflogen

  • Gut drei Wochen nach der Einigung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist das erste Passagierflugzeug in einem Direktflug von Tel Aviv nach Abu Dhabi geflogen.
  • Die israelische El-Al-Maschine flog vom Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv ab und landete in Abu Dhabi.
  • Mit an Bord waren auch der US-Vermittler Jared Kushner und die Sicherheitsberater der USA und Israels, Robert O'Brien und Meir Ben-Schabat.

Jared Kushner, Schwiegersohn des US-Präsidenten, sprach von einem «historischen Flug», dem ersten kommerziellen Flug zwischen Israel und einem Golfstaat.

Ein Ticket zur Erinnerung

Der Flug führte über Saudi-Arabien, mit dem Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält, und dauerte rund drei Stunden.

Wir hoffen, dass es nicht nur ein Abkommen zwischen Regierungen, sondern Frieden und Freundschaft zwischen zwei Völkern sein wird.
Sprecher des iraelischen Ausseministeriums

Mitte August hatten Israel und die Emirate ihr Abkommen verkündet. Im Gegenzug will Israel die geplante Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland aussetzen, das die Palästinenser für einen eigenen Staat beanspruchen.

Am Samstag hatten die Emirate auch den Boykott des einst verfeindeten Landes aufgehoben. Vor zwei Wochen war die bisher blockierte Telefonverbindung beider Länder freigeschaltet worden.

Bislang galt es als Tabu für arabische Staaten, Abkommen mit Israel zu schliessen, bevor der Konflikt mit den Palästinensern gelöst ist. Nur Ägypten und Jordanien pflegen bisher diplomatische Beziehungen mit Israel.

SRF 4 News, 28.08.2020, 14 Uhr;

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
    Wie wird eigentlich in schiitisch dominierten Staaten über diese Entwicklung berichtet? Könnte SRF dazu einen Artikel veröffentlichen?
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Florian Kleffel: Diese Staaten müssen aufpassen, dass sie den Anschluss nicht verpassen und sich irgendeinmal überwinden, selber mit Israel eine Normalisierung der Beziehungen anzustreben. Sonst werden sie technologisch und wirtschaftlich vom Rest der Welt, und vor allem vom Nahen Osten, abgehängt. Aber vermutlich ist dort im Moment die Stimmung noch nicht so weit, dass man überhaupt über so etwas reden darf, ohne an den Pranger gestellt zu werden.
    2. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Schon möglich. Mir geht es im Moment aber nur darum, ob diese Politik die Sunniten und Schiiten noch weiter spaltet. Ohne langfristige Annäherung auch dieser „Player“ scheint mir Stabilität in der Region schwierig. Ich hoffe für die einfachen Menschen sehr, dass dieser Plan, der
      leider ein bisschen nach oligarchischem Imperialismus duftet, oder zumindest den Multilateralismus aufgibt und unilateralistisch Tatsachen schaffen möchte, fliegt den Strippenziehenden nicht noch gewaltig um die Ohren.
    3. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Florian Kleffel: Sunniten und Schiiten bekämpfen sich seit fast 1400 Jahren blutig; und zwar nicht wegen Israel, sondern wegen Streitereien, wer die legitime Nachfolge des Propheten Mohammeds ist. Dieser Streit wird damit auch nicht weiter eskalieren, aber er kann auch nicht beigelegt werden. Vielleicht in 1000 Jahren, wer weiss!
    4. Antwort von Florian Kleffel  (Hell Flodo)
      Wie gesagt, es geht mir im Moment eigentlich nicht um Israel, dem ich auch diesen innerislamischen Konflikt selbstverständlich nicht ankreide. Es geht mir um die Reaktion der Schiiten. Wie viele, und wie viele mit Macht, sehen das Ganze aus ihrer Warte als ein Verbünden des einen Feindes (Sunniten) mit den noch grösseren Feinden (Juden und „Imperialisten“)? Welche Folgen könnte das haben? Ihre Worte, dass es keine eskalierende Wirkung hat, in Gottes / Allahs / Jahwes / u. v. a. der Menschen Ohr!
  • Kommentar von Urs Imboden  (Noba)
    Ein Beispiel, dass Israel willig und bereit ist, Frieden zu schliessen. Wie bereits mit Jordanien und Ägypten. Wann sind andere arabische Staaten und die Palästinenser dazu bereit? Der Ball liegt jetzt in ihrem Feld.
    "In den letzten Jahrzehnten hat die palästinensische Führung eine Gelegenheit nach der anderen verpasst und alle ihr unterbreiteten Friedensvorschläge abgelehnt", sagte bin Salman (Saudi Arabien) 2018 gegenüber einem Journalisten.
    1. Antwort von Thomas F. Koch  (dopp.ex)
      Solange Israel die Annektierung nur aussetzt und nicht zumindest in grossen Teilen darauf verzichtet, ist das noch ein langer Weg.
  • Kommentar von Reto Blatter  (against mainstream)
    Und wer hat dies so ausgehandelt. Nicht Obama, der hat für etwas anderes den Friedensnobelpreis erhalten.