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Nach langer Krankheit Mohammed-Karikaturist Kurt Westergaard ist tot

  • Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard ist Medienberichten zufolge tot. Er starb nach langer Krankheit mit 86 Jahren.
  • Westergaard wurde 2005 weltbekannt, als Karikaturen des Propheten Mohammed in der Zeitung «Jyllands-Posten» Dänemark in die grösste aussenpolitische Krise seit dem Zweiten Weltkrieg stürzte.
  • Vier Monate nach der Veröffentlichung kam es in vielen islamischen Ländern wegen der Karikaturen zu teils gewaltsamen Massenprotesten. Es wurden auch Botschaften Dänemarks und Norwegens attackiert, Dutzende Menschen starben.
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Archiv: Mordanschlag auf Westergaard 2010
Aus Tagesschau vom 02.01.2010.
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Die Zeitung «Berlingske» hat den Tod Westergaards am Sonntag unter Berufung auf seine Familie vermeldet. Auch dem dänischen Fernsehsender TV 2 lag nach eigenen Angaben eine Bestätigung des ehemaligen «Jyllands-Posten»-Chefredakteurs Carsten Juste für den Tod Westergaards vor. Die dänische öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt DR berichtete am Sonntag ebenfalls und bezog sich dabei auf einen langjährigen Freund Westergaards.

Erbitterte Debatte über die Grenzen der Meinungsfreiheit

Der sogenannte Karikaturenstreit führte auch zu diplomatischen Verstimmungen zwischen verschiedenen islamischen Ländern und Dänemark. Im Land selbst und darüber hinaus führten die Ereignisse zu einer erbittert geführten Debatte über die Grenzen der Meinungs- und Religionsfreiheit.

Westergaard war nur einer von mehreren Karikaturisten, die einem Aufruf des «Jyllands-Posten» nachgekommen waren. Doch seine Darstellung Mohammeds stiess auf die grösste Empörung unter Muslimen. Sie zeigte den Propheten mit einem Turban in Form einer Bombe. Der studierte Deutschlehrer, der seit den 80er-Jahren als Karikaturist für die konservative dänische Zeitung tätig war, musste sich fortan mit Personenschützern umgeben. Im Jahr 2010 entkam er nur knapp einem Anschlag, als ein 28 Jahre alter Mann mit einer Axt in sein Haus eindrang.

SRF 4 News, 19.07.2021, 07:00 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Walter Haller  (wh)
    Sehr geehrter Herr Deiss - Was meinen sie den mit «anderen Religionen»? Schliesslich kann jeder seine «Religion» haben, vertreten oder missionieren. Worüber soll man den keine Witze oder Karikaturen machen wenn nicht über Religionen? Selber kenne ich Witze und Zeichnungen über Päpste und andere Würdenträger worüber sich keiner jemals aufgeregt hat oder gar zum Mord aufgerufen hat.
  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    Erich Deiss, wer im Glashaus sitzt... Längst vor den Mohammedkarikaturen wurden in der arabischen Presse üble antisemitische Karikaturen publiziert. Es existieren sogar diverse Bücher davon, die Juden nehmen es gelassen, während die muslimische Welt zu Massenprotesten und Boykott dän.Produkte aufrief, die iranische Zeitung "Hamshahri" gar die 12 "besten" Karikaturen über den Holocaust kürten. Bis heute geht das Juden-Bashing in der islamischen Presse unvermindert weiter, ruft auch zu Gewalt auf.
  • Kommentar von Oliver Stampfli  (Ichwars)
    Ach die Religion..... ach ach ach....