- Am Münchner Flughafen konnten ab 9 Uhr keine Maschinen starten oder landen, wie mehrere deutsche Medien berichteten.
- Grund war laut der Bundespolizei eine mögliche Drohnensichtung.
- Die Sperrung des zweitgrössten deutschen Flughafens dauerte über eine Stunde – dann kam die Entwarnung.
Der Flugbetrieb am Flughafen München wurde heute Morgen ausgesetzt, nachdem zwei Piloten kurz nach 9 Uhr die mutmassliche Sichtung einer Drohne gemeldet hatten. Dies bestätigt die Bundespolizei gegenüber deutschen Medien und internationalen Nachrichtenagenturen.
«In Abstimmung mit der deutschen Flugsicherung haben die Sicherheitsbehörden daraufhin beschlossen, die Start- und Landebahnen zu sperren», erklärte ein Sprecher.
Eine Stunde später habe die Polizei Entwarnung gegeben. Es sei nichts Verdächtiges mehr zu sehen gewesen. Seitdem starteten die Flugzeuge in München wieder. Über 20 Flüge, die in München ankommen sollten, seien auf alternative Flughäfen umgeleitet worden.
Nicht die erste Drohnensichtung
Zunächst hatten der «Focus» und die «Bild» über die Sperrung berichtet. Die «Bild» meldete unter Berufung auf die Bundespolizei, dass zahlreiche Polizeikräfte vor Ort gewesen seien. Sie hätten das Flughafengelände erkundet und mögliche weitere Hinweise auf eine Drohne geprüft. Auch ein Helikopter wurde demnach eingesetzt.
Bereits im Herbst hatte es wiederholt Drohnensichtungen an Flughäfen in München und anderen europäischen Städten gegeben. Es kam zu grösseren Verzögerungen, Passagiere sassen fest. Einige Politiker, darunter auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), vermuteten Russland hinter vielen der Drohnenflüge. Der Kreml wies den Vorwurf zurück.
München hat nach Frankfurt am Main den zweitgrössten Flughafen Deutschlands. Knapp 100 Fluggesellschaften fliegen von München mehr als 200 Ziele in 72 Ländern an.