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Frachtschiff vor Mauritius verliert Öl
Aus SRF News vom 08.08.2020.
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Nach Schiffsunglück Mauritius kämpft gegen Ölkatastrophe

  • Der Küste des Ferienparadieses Mauritius droht eine Umweltkatastrophe.
  • Ein Frachter, der vor zwei Wochen vor dem Inselstaat auf Grund gelaufen ist, verliert nun Öl.
  • Laut lokalen Umweltschützern sollen bereits rund 1000 Tonnen Öl in den Indischen Ozean gelaufen sein.

Der Besitzer des auf Grund gelaufenen Frachtschiffs vor Mauritius hat sein Bedauern geäussert. «Wir entschuldigen uns zutiefst bei den Menschen in Mauritius und den Betroffenen dafür, dass wir ihnen so viele Probleme bereitet haben», teilte das japanische Unternehmen Nagashiki Shipping am Samstag (Ortszeit) mit. Um die Umwelt zu schützen, werde man alles tun, um das ausgelaufene Öl zu bergen, das restliche Öl im Schiff abzupumpen und das Schiff sicher zu entfernen.

Mauritius: Beliebte Tourismus-Destination

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Der Inselstaat Mauritius mit seinen rund 1.3 Millionen Einwohnern liegt vor der Küste Madagaskars im Indischen Ozean und ist bei Touristen wegen seiner Strände, Korallenriffe und reichhaltigen Tierwelt sehr beliebt.

Der Frachter, der ohne Cargo auf dem Weg nach Brasilien war, ging vor zwei Wochen vor dem Inselstaat Mauritius auf Grund. Die Ursache dafür war bislang unklar. Zunächst sei versucht worden, das 300 Meter lange Schiff wieder flottzumachen, doch wegen der schlechten Wetterbedingungen habe man wenig Fortschritt machen können, teilte Nagashiki Shipping mit.

Wegen eines Risses im Tank begann am Donnerstag dann, Öl auszulaufen. Regierungschef Pravind Jugnauth rief am Freitag den Umwelt-Notstand aus und bat um dringende Hilfe aus dem Ausland.

Die Vereinten Nationen (UNO) unterstützen den Kampf gegen eine Ölkatastrophe auf Mauritius. Zusammen mit dem UNO-Umweltprogramm (Unep) und dem UNO-Nothilfebüro (Ocha) stellt der UNO-Vertreter in dem Inselstaat Koordinationskapazitäten und Expertise zur Verfügung, wie es in einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung von Ocha hiess. Die UNO auf Mauritius würden eng mit der Regierung zusammenarbeiten, um die Krise zu bewältigen.

SRF 4 News, 10.00 Uhr ;

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Ueli von Känel  (uvk)
    Wann werden endlich Sicherheits-Standards geschaffen, nach denen Oel transportiert wird? Und: Es gilt doch auch, uns möglichst bald von der Abhängigkeit des Oel zu lösen! Aber weder die Politik noch eine Mehrzahl der Leute sind bis jetzt wirklich Willens, hierzu griffige Massnahmen umzusetzen. Mehr Subventionen von Alternativenergien. Die Umwelt, ohne die wir nicht leben können, sollte höher eingestuft werden als das Portemonnaie - vor allem von den meisten von uns Industrieländern.
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Ueli von Känel: Nicht noch zusätzliche Subventionen für Alternativenergien, denn diese Subventioniererei wird irgendeinmal ein finanzielles Fass ohne Boden für unsere Gesellschaft. Es müssen fossile Energieträger so hoch besteuert werden, dass sie die gesamten Umweltkosten tragen und zwar Treibhausgasemissionen und auch die Kosten solcher "Unfälle". Dann wird die Abhängigkeit vom Öl sehr rasch eintreten. Glauben Sie mir. Mit unserer Billigölsucht sind wir nämlich alle Mitverursacher.
  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Wieso werden die Schiffsgesellschaften und die Capitaine nicht endlich härter bestraft, wenn sie zunahe an den Küsten vorbei fahren? Zudem sollten gewisse Routen ganz verboten werden. Die Ursachen für diese Unglücke sind doch vielfach, dass die Tanker viel zu nahe an den Küsten vorbei fahren und das die Capitaine völlig überfordert sind. Hier müsste die UNO ein Gesetz mit hohen Bussen schaffen, dass alle Länder mit Küsten umsetzen könnten.
  • Kommentar von Mark R. Koller  (Mareko)
    Ein derartiges Schiffsunglück ist der Horror eines jeden Inselstaates, seiner Bevölkerung und vorallem für die Natur. Trotzdem sind alle auf die Lieferungen der Schiffscontainer und der Treibstoffe angewiesen. Was es bräuchte, wäre an 2-3 Stützpunkten weltweit verteilte, gut organisierte und ausgestattete Eingreifspezialisten, welche sofort kontaktiert und rasch am Unfallort eingreifen könnten. Davon würden nicht alleine alle Inselstaaten, sondern auch alle Meeranreinerstaaten profitieren.