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Nach sieben Monaten Funkstille Biden und Xi Jinping führen «breite, strategische Diskussion»

  • US-Präsident Joe Biden und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping haben erstmals nach sieben Monaten wieder miteinander telefoniert.
  • Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen den rivalisierenden Grossmächten sprach das Weisse Haus von einer «breiten, strategischen Diskussion».
  • Beide Präsidenten hätten «über Bereiche diskutiert, wo unsere Interessen aufeinandertreffen, und über Bereiche, wo unsere Interessen, Werte und Perspektiven auseinandergehen».
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Archiv: Biden äusserte sich kurz nach seiner Wahl zu China
Aus Tagesschau vom 08.11.2020.
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Die beiden Staatschefs seien übereingekommen, «beide Problemkataloge offen und direkt anzugehen». Weiter hiess es, der US-Präsident habe seinem chinesischen Kollegen klargemacht, dass die Vereinigten Staaten weiterhin bemüht seien, «verantwortlich mit dem Wettbewerb zwischen den USA und der Volksrepublik China umzugehen».

Biden habe das Interesse der USA an Frieden, Stabilität und Wohlstand in der indo-pazifischen Region und der restlichen Welt unterstrichen. «Die zwei Führer diskutierten über die Verantwortung beider Länder dafür, dass der Wettbewerb nicht in einen Konflikt umschlägt.»

Es war erst das zweite Telefongespräch der beiden Präsidenten seit dem Amtsantritt von Biden im Januar. Seit der Zeit seines Vorgängers Donald Trump liefern sich die beiden grössten Volkswirtschaften einen Handelskrieg mit gegenseitigen Strafzöllen.

Beziehungen auf dem Tiefpunkt

Ausserdem gibt es Differenzen über die Achtung von Menschenrechten, die Unterdrückung der demokratischen Opposition in Hongkong, den Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren in Nordwestchina, die Territorialansprüche Chinas im Südchinesischen Meer und die chinesischen Drohungen gegenüber dem demokratischen Taiwan.

Das Verhältnis ist auf einen Tiefpunkt seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1979 gefallen, während Biden die harte Linie seines Vorgängers Trump gegenüber China fortzusetzen scheint.

SRF 4 News, 10.09.21, 06:00 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Wie man "breite strategische Diskussionen" führt, nach dem man Gegner vor Monaten noch in arroganter und heuchlerischer Manier öffentlich bei Treffen in Alaska brüskierte, einem Gegenpart, in dessen Kultur Gesichtwahrung oberstes Gebot ist, das kann nur ein Biden oder Blinken glauben zu wissen.
  • Kommentar von Manu Meier  (Manuel Meier)
    Schon gemerkt? Die Differenzen bestehen hauptsächlich aus den Forderungen der USA an China.
    1. Antwort von ueli hofer  (refoh,parteifrei)
      Wo sind die Fakten für diese einseitige Aussage?
      Was fordert die USA?
      Was fordert China NICHT?
    2. Antwort von Andreas Schori  (malanders)
      Den letzten Abschnitt hätte man besser weggelassen. Es ist nicht nötig, dass sich SRF stärker auf der Seite der USA positionieren als dies CNN oder BBC tun. Gerade wenn es um Krieg oder nicht Krieg geht, dann wären etwas moderatere Töne angebracht.
      Auf der Suche nach neutralen Meinungen - Russia Today ist unterdessen für China - lande ich häufig bei Aljazeera. Aber Neutralität, Sachlichkeit, das wäre doch die Rolle der Schweiz?
    3. Antwort von Arber Thaqi  (arberi.th)
      Schon gemerkt Herr Meier?
      Autoritäre Regime interessieren sich nicht für Meinungsfreiheit, Menschenrechte und Demokratie. Wir dürfen alle nicht vergessen, dass immer noch über eine Million Uighuren in Konzentrationslagern sind, die Demokratie in Hongkong ausgehobelt wurde und Taiwan immer wieder mit militärischen Gewaltübernahme bedroht wird, daher befindet sich China in keiner Position Forderungen zu stellen!
  • Kommentar von Norbert Zeiner  (ZeN)
    Vielsagende Worte wenn eine im Inneren sich im Abstieg befindliche Supermacht, deren aktuelle Führung in Kombination von Dilettantismus, kapitalen Fehleinschätzung und blanker Besserwisserei historische Niederlage selbstverschuldet veranstaltet hat, wenn diese nun prahlt, mit straff organiserter im rasanten Aufstiegesich befindliche andere Grossmacht und weltpolitischen Gegner in "breiter strategischer Diskussionen" sei. Wer wohl wen dabei nach Strich und Faden über Tisch zieht…
    1. Antwort von Peter Steiner  (P.Steiner)
      Zusammen reden ist in jedem Fall sinnvoller als sich gegenseitig mit Sanktionen zu überziehen bis zur totalen Eskalation, wie das die Vorgängerregierung gemacht hat.
    2. Antwort von Peter Müller  (PeRoMu)
      @ N. Zeiner: Meine Wahrnehmung ist eine andere als die Ihre! Es ist v.a. den USA zu verdanken, dass auf das Tun von China ein grösseres Augenmerk gelegt wird und dass sich Widerstand gegen die hemmungslose Expansion von China regt. Gut so! Insbesondere Europa ist auf diesem Auge schon lange und noch immer blind und kuscht nach wie vor vor China - selbstverständlich ob der wirtschaftlichen Verflechtung. Ich für meinen Teil bin froh über jede gelebte (!) Kritik am chinesischen Regime.
    3. Antwort von Maciek Luczynski  (Steine)
      @Peter Müller
      Solange mit China nur "geredet" wird, ändert sich nichts an den zuständen.
      Solange China "die Werkbank der Welt" bleibt, ändert sich auch für China nichts. Speziell auch die Unternehmer in China werden "kurz" gehalten, speziell auch dann, wenn sie (zu viel) Erfolg haben.

      In Europa/Westen hingegen bestimmten mehrheitlich die Unternehmen, was gemacht wird.
    4. Antwort von Norbert Zeiner  (ZeN)
      Steiner: natürlich ist es weit besser, sie reden miteinander. Wie Gegenseite wohl denjenigen trauen wird, die kürzlich ihre über 20 Jahre treuen Freunde Hals über Kopf ohne Not auf's äusserst brüskiert und unbegründet kalte Schulter aus einzig niedrigen politischen Eigeninteresse zeigten. Wer so mit Freunden umgeht, was ist der wohl imstande mit Gegnern.