Nach «Swissleaks»: Britische HSBC bittet um Entschuldigung

Die «Swissleaks»-Veröffentlichungen sorgten in der vergangenen Woche für Schlagzeilen. Die Schweizer Niederlassung der britischen Grossbank HSBC soll jahrelang im grossen Stil Geldwäsche ermöglicht haben. Nun wandte sich das Management an Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter.

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Bildlegende: «Schmerzvolle Erfahrung»: Filiale der HSBC in London Reuters

Die britische Grossbank HSBC hat sich in ganzseitigen Zeitungsannoncen für das Gebaren ihrer Schweizer Niederlassung entschuldigt. Hintergrund sind die «Swissleaks»-Recherchen, wonach die Bank in der Schweiz jahrelang Geldwäsche-Geschäfte im grossen Stil ermöglicht haben soll.

Die Entschuldigung ist als Brief verfasst. Darin räumt die Bank Fehler bei den internen Kontrollen ein. Das Schreiben ist unterzeichnet von HSBC-Chef Stuart Gulliver. Die Veröffentlichungen seien eine «schmerzvolle Erfahrung» für Kunden, Aktionäre und Angestellte gewesen, schreibt Gulliver. «Wir müssen zeigen, dass wir verstehen, dass die Gesellschaft ... mehr von uns erwartet.»

Die grosse Mehrheit der 140 Schweizer Kunden, die in «Swissleaks» erwähnt werden, habe die Bank inzwischen verlassen, heisst es weiter. Neue Kunden würden viel strenger überprüft.