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Nach Taifun-Katastrophe Japan setzt Bergungsarbeiten fort

  • Die Rettungs- und Bergungskräfte setzen ihren Einsatz im Kampf gegen die Folgen des tödlichen Taifuns in Japan fort.
  • Der Wirbelsturm Hagibis war am Wochenende über weite Teile des Landes hinweggefegt und hinterliess eine Spur der Verwüstung.
  • Die Zahl der Todesopfer steigt auf über 50, mehr als ein Dutzend Menschen werden nach wie vor vermisst.
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Aus dem Archiv: Rettungs- und Aufräumarbeiten nach «Hagibis»
Aus Tagesschau vom 13.10.2019.
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Zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und überschwemmten ganze Wohngebiete. In der mit am schwersten betroffenen Provinz Nagano und anderen Regionen des bergigen Inselreiches gingen vielerorts Erdrutsche nieder. Mehr als 100 Bewohner wurden verletzt.

Luftaufnahme eines überschwemmten Gebiets in Japan.
Legende: Viele Gebiete in Japen sind weiterhin überflutet. Keystone

Heftiger Regen und Schlammlawinen

Der Taifun brachte am Samstag heftige Regenfälle und starke Winde über Japan. Tausende von Häusern auf der Hauptinsel wurden überflutet, beschädigt oder vom Stromnetz getrennt. Und auch zum Wochenbeginn besteht weiterhin die Gefahr von Schlammlawinen und Niederschlägen, warnten die Behörden.

Der Taifun Hagibis brachte teilweise Rekordmengen an Regenfällen und liess dadurch mehr als 20 Flüsse in der Region über die Ufer treten. In der Präfektur Kanagawa, südwestlich von Tokio, wurden innert 48 Stunden 100 Zentimeter Niederschlag registriert.

Einige der überschwemmten Gebiete sind mittlerweile abgetrocknet. Viele Orte blieben jedoch überflutet, Häuser und umliegende Strassen mit Schlamm bedeckt und mit Schutt übersät.

Studenten und Bewohner schaufeln Dreck, während die Stadt vom Taifun Hagibis in Marumori überflutet wird.
Legende: Studenten und Bewohner von Marumori, Japan, schaufeln die Strassen frei, nachdem der Taifun Hagibis diese überflutet hatte. Keystone

In den Evakuierungs-Unterkünften ist man derweil zunehmen besorgt, denn ab dieser Woche wird kühleres Wetter in Nordjapan erwartet.

Dammbruch in Nagano

Die Rettungsbemühungen sind in vollem Gang – Soldaten und Feuerwehrleute aus ganz Japan sind im Einsatz. Hubschrauber rupften einen Teil der gestrandeten Teile aus höheren Stockwerken und Dächern von untergetauchten Häusern.

In der Präfektur Nagano, wo ein Damm des Chikuma-Flusses brach, kam es zu schweren Schäden. Auch die Gebiete in den Präfekturen Miyagi und Fukushima im Norden Japans wurden stark überflutet.

Leben normalisiert sich langsam wieder

Laut «Tokyo Electric Power Co.» sind auch am Montagmorgen noch 56'800 Haushalte in Tokio und den umliegenden Präfekturen ohne Strom. Die Hochgeschwindigkeitszüge der «East Japan Railway Co.» verkehren zwar wieder, jedoch unregelmässig und auf die Strecke von Nagano nach Tokio beschränkt.

Ein Grossteil des Lebens in Tokio hat sich derweil wieder normalisiert – die Menschen sind wieder in den Strassen unterwegs. Ladenregale sind jedoch vielerorts leergeräumt, da die Menschen ihre Vorräte wieder auffüllen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Muenzberg  (Zassel)
    Wir sind seit geraumer Zeit in Japan und haben natürlich die erschreckend schlecht recherchierten Berichte bezüglich Hagibis aus Europa zur Kenntnis nehmen müssen. Wo man wirklich von „Fake News“ sprechen kann ist unter anderem NTV, die in klassisch überspitzter Piefkemanier den Untergang Japans vermelden. Insofern beruhigend dass man auch die politischen Aussagen extrapolieren und als zumindest bedenklich einstufen kann.
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  • Kommentar von Max Wyss  (Pdfguru)
    Was auch gesagt werden müsste, ist dass die verschiedenen baulichen Massnahmen (Auffangbecken, Ableitkanäle etc.) in Tokio schlimmeres verhindert haben.

    Dies ist auch mit ein Grund, warum die Schäden in Nagano und Umgebung relativ grösser sind (halt weniger bauliche Massnahmen; Provinz --> weniger Geld zur Verfügung).
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    1. Antwort von u. Felber  (Keule)
      Tokyo hat ja auch keine Berghänge. Nagano hingegen schon. Zudem wird auf dem Land sehr oft mit Holz und leichtem Material gebaut. In Tokyo sind das Stahl-Beton Türme.
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