- Nemesio Oseguera Cervantes, auch genannt «El Mencho», ist tot. Das teilt das mexikanische Verteidigungsministerium mit.
- Cervantes galt als mächtigster Drogenboss von Mexiko.
- Die Tötung des 59-Jährigen durch das Militär löste eine Welle der Gewalt in Mexiko aus.
Angesichts der Gewaltausbrüche rief Präsidentin Claudia Sheinbaum die Bevölkerung zur Ruhe auf. «Wir müssen informiert bleiben und Ruhe bewahren», schrieb sie auf der Plattform X. Die Sicherheitskräfte waren in erhöhter Alarmbereitschaft. Bandenmitglieder setzten in mehreren Bundesstaaten Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand.
Kartellchef Nemesio Oseguera Cervantes, auch bekannt als «El Mencho», erlag am Sonntag nach einem Militäreinsatz zu seiner Festnahme im westlichen Bundesstaat Jalisco seinen Verletzungen. Der 59-Jährige war der Anführer des extrem gewalttätigen Drogenkartells «Jalisco Nueva Generación».
Die Botschaft der USA sowie die diplomatischen Vertretungen anderer Länder forderten ihre Bürger in Mexiko zu erhöhter Wachsamkeit auf. Unter anderem wurde vor Gewalttaten in den beliebten karibischen Urlaubszielen Cancún, Cozumel und Tulum gewarnt.
Auch Austragungsort der Fussball-WM betroffen
Aus Sicherheitsgründen strichen oder leiteten Fluggesellschaften Flüge um, darunter Verbindungen nach Puerto Vallarta, einer touristischen Stadt an der Pazifikküste, die auch von der Gewaltwelle betroffen war. Zu Zwischenfällen kam es ebenfalls in der Stadt Guadalajara, die einer der drei mexikanischen Austragungsorte der Fussball-Weltmeisterschaft 2026 ist. Mexiko richtet das Turnier ab Juni gemeinsam mit den USA und Kanada aus.
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Bild 1 von 3. Eine Luftaufnahme zeigt Rauchwolken in Puerto Vallarta, Mexiko. Die Tötung von «El Mencho» löste eine Welle der Gewalt und Strassenblockaden in ganz Mexiko aus. Bildquelle: EPA / Gerardo Santillan.
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Bild 2 von 3. Nicht einmal nach der Festnahme des berüchtigten Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán, des Anführers des Sinaloa-Kartells, im Jahr 2016 war es in Mexiko zu ähnlichen Gewaltvorfällen gekommen. Bildquelle: AP Photo / Armando Solis .
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Bild 3 von 3. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bevölkerung via X zur Ruhe auf. Bildquelle: REUTERS / Henry Romero (Archiv).
Bei dem Militäreinsatz gegen «El Mencho» kamen nach Angaben des Verteidigungsministeriums sieben Bandenmitglieder ums Leben, darunter der Drogenboss. Er erlag seinen Verletzungen, als er nach Mexiko-Stadt geflogen wurde. Drei Soldaten wurden demnach verletzt. Daraufhin wurden in Bundesstaaten wie Jalisco, Michoacán und Guanajuato, Strassen durch brennende Fahrzeuge blockiert. Zudem wurden Stützpunkte der Nationalgarde attackiert, wie örtliche Medien berichteten. Es soll dabei Tote und Verletzte gegeben haben.
Belohnung von 15 Millionen US-Dollar ausgesetzt
Die US-Regierung hat das Drogenkartell von «El Mencho» als ausländische Terrororganisation eingestuft und hatte eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar für dessen Ergreifung ausgesetzt. Der Ex-Polizist führte das von ihm gegründete Kartell seit 2011. Die Organisation gilt in Mexiko als das gebietsweise am weitesten verbreitete Kartell. Die US-Behörden haben laut dem mexikanischen Verteidigungsministerium im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit mit Informationen zu dem Einsatz gegen «El Mencho» am Sonntag beigetragen.