Zum Inhalt springen

Header

Video
«White Island» fordert viele Todesopfer
Aus Tagesschau vom 09.12.2019.
abspielen
Inhalt

Nach tödlichem Vulkanausbruch Neuseeländische Polizei eröffnet Strafuntersuchung

  • Die Polizei ging nicht auf Einzelheiten der strafrechtlichen Untersuchung ein, erklärte jedoch, es gäbe auch eine Untersuchung der Gesundheits- und Sicherheitsbehörden.
  • Dabei dürfte es darum gehen, ob möglicherweise Sicherheitsstandards verletzt wurden.
  • Die Touristen befanden sich zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs auf der Insel, obwohl Experten für seismische Überwachung die Alarmstufe des Vulkans im vergangenen Monat erhöht hatten.
  • Die Suche nach weiteren Todesopfern auf White Island ist derweil ausgesetzt, fünf Personen sind bisher tot aufgefunden worden, acht weitere werden vermisst. Für sie bestehe praktisch keine Hoffnung mehr.

Premierministerin Jacinda Ardern erklärte im neuseeländischen Parlament, Fragen nach der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften müssten gestellt und beantwortet werden. Sie drückte denjenigen, die Angehörige oder Freunde verloren haben, oder die noch immer um diese bangen, ihr tiefes Mitgefühl aus.

Video
Touristen halten Eruption auf Film fest
Aus SRF News vom 09.12.2019.
abspielen

Aus Sorge vor weiteren Eruptionen hielten sich die Rettungskräfte am Tag nach dem Ausbruch von White Island fern. Das geologische Überwachungszentrum GeoNet bezifferte die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Ausbruchs auf 50 Prozent. Der Wind verhindere zudem die weitere Suche mit Drohnen, wie der stellvertretende Polizeichef mitteilte.

Nach neuesten Angaben der Polizei hielten sich während des Ausbruchs 47 Menschen auf der Vulkaninsel oder in deren unmittelbarer Nähe auf. 31 von ihnen erlitten Verletzungen, meist Verbrennungen. Mehrere befinden sich nach Angaben der Behörden in einem «kritischen Zustand». Ein Sprecher des neuseeländischen Gesundheitsministeriums sagte, möglicherweise würden nicht alle überleben.

Polizei veröffentlicht Nationalitäten der Betroffenen

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

47 Personen haben sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs auf der Insel befunden. Nach Polizeiangaben handelte es sich um zwei Briten, vier Deutsche, 24 Australier, fünf Neuseeländer, zwei Chinesen, einen Malaysier und neun Amerikaner.

Unter den Todesopfern sind nach Medienberichten auch zwei ausgebildete Führer, die die Gruppe am Montag auf die Insel begleiteten. Der Vulkan von White Island – etwa 50 Kilometer von der Küste entfernt im Pazifik – ist Neuseelands aktivster Vulkan. Trotz verstärkter Aktivität war er auch in den vergangenen Wochen immer wieder Ziel von Ausflugsbooten. Pro Jahr wird die Insel von etwa 10'000 Menschen besucht.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Alexander Weljaminoff  (AndererMeinung)
    Im britischen Guardian gibt es Augenzeugenberichte von der Rettern. Apokalyptische Szenen von halbverbrannten, sterbenden und lungenverätzen Opfern. Einige musste man zurücklassen, weil die Rettung zu gefährlich gewesen wäre. Selten so etwas Schockierendes gelesen. Es handelte sich übrigens um keinen klassischen Vulkanausbrauch, sondern um eine Art Heissdampfexplosion, die praktisch nicht vorauszusehen ist.
  • Kommentar von Edwin Schaltegger  (Edwin Schaltegger)
    Die seismische Überwachungsbehörde hatte bereits erhöhte Alarmstufe kommuniziert.
    Warum sperrt man dann nicht den touristischen Zutritt zu dieser Vulkaninsel?
    Für diese Tourismusunternehmen scheint der Kommerz vor jeglichem Sicherheitsdenken für ihre Kunden und Mitarbeiter zu stehen.
    1. Antwort von Katharina Studer  (gino)
      Geld Geld Geld....... alles Andere ist unwichtig! Man geht über Leichen...
    2. Antwort von Samuel Müller  (Samuel Müller)
      Das läuft nicht ganz so einfach in der Praxis. Für Warnungen gibt es die Seismologen, für Sperrungen die Behörden. Hier alles auf den Veranstaltern ab zu laden ist auf jeden Fall nicht richtig.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Beim "Extrem Tourismus" ist es wie beim "Extrem Sport" wer den "Kick" sucht lebt eben gefährlich!