Zum Inhalt springen

Header

Video
George Floyds Leichnam wird mit einer Pferdekutsche zum Friedhof gebracht (unkomm.)
Aus News-Clip vom 10.06.2020.
abspielen
Inhalt

Nach Trauerfeier in Houston George Floyd in Pearland beigesetzt

  • Der bei einem Polizeieinsatz in den USA getötete Afroamerikaner George Floyd ist beigesetzt worden.
  • Das Begräbnis sei abgeschlossen, erklärte die Polizei in Pearland im US-Bundesstaat Texas auf Twitter.
  • Zuvor hatten die Angehörigen und Hunderte Ehrengäste Abschied von George Floyd genommen.

Nach der Trauerfeier in der texanischen Metropole Houston war Floyds Sarg zum Friedhof «Houston Memorial Gardens» in der Nachbarstadt Pearland gebracht worden. Der Leichenwagen wurde von der Polizei eskortiert. Auf der letzten Meile wurde der Sarg in einer weissen Pferdekutsche transportiert. Zwei weitere Kutschen folgten.

Das Eintreffen des Trauerzugs am Friedhof verfolgten zahlreiche Menschen am Strassenrand. Gemäss Medienberichten wurde Floyd neben dem Grab seiner Mutter beigesetzt.

Bereits am Montag waren Tausende zu Floyds aufgebahrtem Leichnam in die Kirche geströmt. Am Trauergottesdienst vom Dienstag nahmen auch Floyds Kinder teil. Sein ältester Sohn trug wie andere Trauergäste eine Schutzmaske mit der Aufschrift: «I can't breathe» («Ich kann nicht atmen»). Diese Worte hatte Floyd, kurz bevor er starb, gesagt.

Video
George Floyd wird beigesetzt
Aus Tagesschau vom 09.06.2020.
abspielen

Tod als Auslöser für Massenproteste

Der 46-Jährige war am 25. Mai in Minneapolis bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Dabei hatte ein weisser Polizeibeamter sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Mannes gedrückt. Der Polizist und drei an dem Einsatz beteiligte Kollegen wurden entlassen, festgenommen und angeklagt.

Floyd war wegen des Verdachts, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen worden. Der Tod Floyds hat nicht nur Massenproteste in aller Welt ausgelöst, sondern auch eine Debatte über Polizeireformen in den USA.

Der Bürgermeister von Houston, Sylvester Turner, kündigte bei der Trauerfeier für Floyd ein Verbot von Würgegriffen und andere Massnahmen gegen Polizeigewalt an. «In dieser Stadt werden wir Deeskalation verlangen. In dieser Stadt wird man eine Warnung geben müssen, bevor man schiesst», sagte Turner.

Videobotschaft an Trauerfeier

Textbox aufklappenTextbox zuklappen

Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden drückte seine Anteilnahme in einer Videobotschaft aus, die in der Kirche gezeigt wurde. Biden rief zur Überwindung von Rassismus auf.

US-Präsident Donald Trump äusserte sich zunächst nicht zu der Trauerfeier. Trump hat Floyds Tod mehrfach verurteilt. Ihm wird aber vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und nicht genug Verständnis für den Zorn über Diskriminierung und Ungerechtigkeit im Land zu zeigen.

Tagesschau, 08.06.2020, 19.30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

23 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Monika Mitulla  (momi)
    Die Ermordung des Schwarzen US- Amerikaners G. Floyd war ein Verbrechen- aber der goldene Sarg und die Massenhysterie darum halte ich für eine Übertreibung. Das Pendel schlägt voll auf die andere Seite, m.E. too much. Es fehlt der gesunde Menschenverstand. Schliesslich soll die Polizei, weltweit, nicht nur in den USA, handlungsfähig bleiben- im Kampf gegen das Verbrechen. Darf man überhaupt hinterfragen, welches Vergehens Floyd bezichtigt wurde/ verurteilt war- oder ist man dann bereits Rassist?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Margrit Berger  (mberger)
    @E.Schaltegger - stimmt, es gibt auch Afroamerikaner und Frauen in leitenden Positionen. Einige haben es zu Wohlstand gebracht, sei es über Sport oder hart erarbeitetes Studium. Das bedeutet aber nicht, dass Carte blanche gegeben ist für die Diskriminierung von Minderheiten. Schon gar nicht im Land, wo die Freiheit besungen wird. Noch weniger Rechte haben die Vertreter von der First Nation (Urbevölkerung). - Wäre toll! Eine Präsidentin mit weissen, schwarzen Vorfahren und Ahnen der First Nation!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von René Baron  (René Baron)
    In keiner Diskussionssendung zum Thema fand sich auch nur ein einziger Vertreteter der Polizei, die das Ganze auch mal aus ihrer Sicht - denn immerhin geht es auch um ihr Leben - schildern durfte.
    Wenn das Thema nur aus Distanz von Leuten diskutiert werden, die keine Erfahrung damit haben, was es heisst, mit Kriminellen umgehen zu müssen, wird jede Lösung künstlich und praxisfern sein.
    Als von der Diskussion ausgeschlossener Polizist würde ich streiken.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Margrit Berger  (mberger)
      René Baron, - ein Polizeichef hat sich mit viel Verständnis für das Anliegen der Protestierenden geäussert und darauf hingewiesen, dass der Polzei nichts anderes übrigbleibt, als sich zu "befreien", wenn ein paar Protestierende das Polizeiauto bedrängen. Im Falle von G. Floyd handelte es sich um den Verdacht über einen falschen 20 Dollarschein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Frau Berger: Mit Verlaub: Eine medienwirksam aufgenommene Aeusserung und eine wertschätzende, aktive Teilnahme an einer Diskussion sind dann doch nicht genau dasselbe.
      Aber ja, genau solche Aussagen zeigen, wie gering man Polizisten schätzt. Und ich denke, genau diese Geringschätzung der Polizei verschärft das Problem noch mehr, als dass diese Pauschalstigmatisierung der Polizei wirklich hülfe.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Margrit Berger  (mberger)
      René Baron, ich bin mir durchaus bewusst, dass der Polizeiberuf schwierig und gefährlich ist. Keinesfalls schätze ich deren Leistung gering ein. Jedoch die Art und Weise, wie in einigen Staaten der USA von einigen Polizisten ihr "Handwerk" ausgeübt wird, finde ich bedenklich. Nicht zu vergleichen mit der Polizei in Europa, auch wenn es in Europa hie und da unschöne Szenen gibt. Liegt in den USA wohl am System, (Waffenbesitz, Auswahl der Polizisten, Angstkultur, for-profit-Jails, etc.)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    4. Antwort von Ruedi Möckli  (rm)
      Herr Baron; Einverstanden, die Geringschaetzung der Polizei ist vermutlich kontraproduktiv. Sie ist aber von der Polizei selbstverschuldet. Schauen Sie sich mal all die Videos auf youtube an wie die Polizei gegen friedliche Leute vorgeht in diesen Tagen. Ebenfalls lohnt es sich zu schauen, wieviel Budget von den Staedten jaehrlich gebraucht wird fuer Genugtuungen fuer Buerger welche die Polizei verklagt haben. Die Polizei hier ist voellig unfaehig. Das ist in der Schweiz unvorstellbar.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    5. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Sehr geehrter Herr Möckli,
      Ihr Unterstellung dass ich die Vids nicht schon gesehen hätte, ist zwar kein Rassismus, aber auch keine Wertschätzung im Bemühen um Klarheit.
      Es kann schon sein, dass ich im Bemühen die Dinge auszuloten die hier noch nicht ausgelotet sind, falsch liege.
      Daraus kann ich lernen.
      Wenn man mir aber einfach Dinge unterstellt, kann ich nicht gut drauf antworten, und das macht den Dialog dann eben nicht grad besser :-)
      Dialog ist wichtig. Etikette auch!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    6. Antwort von Ruedi Möckli  (rm)
      Herr Baron,
      Meine Kommentare waren keinesfalls angriffig gemeint, Entschuldigung falls das so ruebergekommen ist. Im Gegenteil, ich mag ihre sachdienliche Herangehensweise, deshalb habe ich mir ueberhaupt die Muehe gemacht, mit zu diskutieren.

      Bezueglich Videos, falls Sie es noch nicht gesehen haben, suchen Sie auf youtube "buffalo police old man". So weit weg ist die Polizei hier tatsaechlich von "protect and serve" und die ganze Bevoelkerung kann es sehen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    7. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Sehr geehrter Herr Möckli,
      Das Vid "buffalo police old man" halte ich persönlich für nicht massgebend. Bevor der offizielle Kanal "gereinigt" wurde, gab es ein um ca. 7 min längeres Video das zeigt, wie der alte Herr wiederholt die Sicherheitskräfte anpöbelt und wie er wiederholf aufgefordert wurde zurückzuweichen.
      Die Reaktion der Polizei erachte ich in diesem Kontext als verhältnismässig.
      Irgendwo muss man an die Vernunft appellieren dürfen. Wenn schon provozieren, dann bitte trainiert!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen