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Nationalrat in Österreich Künftig kein Kopftuch mehr an Grundschulen

  • Künftig dürfen Mädchen in der Grundschule in Österreich laut dem Nationalrat kein Kopftuch mehr tragen.
  • Das Parlament hat ein Verbot für religiös geprägte Bekleidung beschlossen.
Legende: Video Aus dem Archiv: Kopftuchverbot an Schule in St. Gallen unzulässig abspielen. Laufzeit 02:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.12.2015.

Mit der Entscheidung von Mittwochabend wird künftig «das Tragen weltanschaulich oder religiös geprägter Bekleidung, mit der eine Verhüllung des Hauptes verbunden ist», untersagt.

Ausgenommen sind damit Verbände aus medizinischen Gründen oder Kopfbedeckungen als Schutz vor Regen oder Schnee. Die jüdische Kippa etwa bleibt erlaubt, da sich das Verbot auf Kleidungsstücke bezieht, «welche das gesamte Haupthaar oder grosse Teile dessen verhüllen».

Ein Junge mit einer Kippa.
Legende: Eine Ausnahme in Österreich gibt es etwa für die jüdische Kippa. Keystone/Archiv

Das Gesetz erzielte mit den Stimmen der Regierungsparteien ÖVP und FPÖ eine Mehrheit. Österreichische Medien gehen davon aus, dass gegen das Gesetz Beschwerden beim Verfassungsgericht erhoben werden.

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87 Kommentare

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  • Kommentar von Angelina Reber  (Angi)
    Schlimm, wie Rechtspopulisten dieses Verbot für ihre Zwecke nutzen wollen. Schlimm aber auch wie Linkspopulisten weiter für die Unterdrückung von Frauen sind und jeden als Populist hinstellen, der dieses vernünftige Verbot gutheisst. Oder gar immer wieder andere Unterdrückungen hervorkramen um damit diese Unterdrückung rechtfertigen. Unfreiwillig komisch wenn sie die Menschenrechte hören wollen welche festlegen, dass kein Mensch unterdrückt oder in der Selbstbestimmung eingeschränkt werden darf.
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  • Kommentar von Jean Piere Grano  (J.-P. Grano)
    Grundproblem hinter all dem ist der Wahrheitsanspruch jeder der drei mosaischen Religionen wie z.B.: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich" (Joh.14). Zu hoffen ist, dass Juden, Christen und Muslime ein jeweils eigenes hermetisch abgeriegeltes Jenseits haben, damit es nicht in alle Ewigkeit diese unsäglichen Konflikte gibt. Im Diesseits scheint ein respektvolles Miteinander nicht möglich zu sein - beginned in den Grundschulen Österreichs.
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    1. Antwort von Enrico Dandolo  (Doge)
      Danke Herr Grano, sie haben es erfasst. Erst durch die Renaissance und die Aufklärung ist "der Westen" zum dem geworden, was er heute ist. Von wegen "christliche Werte".
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  • Kommentar von Marcel Chauvet  (xyzz)
    Mit der ersten massenhaften Einwanderungswelle von Muslimen vor ca. 50 bis 60 Jahren aus der Türkei und Jugoslawien sah man bei den Frauen überhaupt keinen Kopfschleier, heutzutage alle Nase lang, sogar Burkas geistern rum. Ist das der Fortschritt eines aufgeklärten europäischen Islams? Wohl nicht, eher eine gewaltige Rolle rückwärts in einen stockkonservativen Islam.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller  (HPMüller)
      Die Zuwanderer vor "ca. 50 bis 60 Jahren" kamen zu > 50% aus Italien, 40% aus D, Oe, F und nur zu insgesamt 4% aus Jugoslawien, P und Türkei. (Mahnig/Piguet, „Die Immigrationspolitik der Schweiz von 1948 bis 1998 : Entwicklung und Auswirkungen“) Abgesehen davon dass es sowieso nie eine "massenhafte Einwanderungswelle von Muslimen" gab. Und ja, die Frauen trugen Kopftücher. Sehen Sie hier: https://blog.staatsarchiv-bs.ch/wir-waren-die-tschinggeli/
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    2. Antwort von Angelina Reber  (Angi)
      Das stimmt doch nicht. Sie trugen diese nicht aus Zwang. Zumal grundsätzlich ein Unrecht nicht besser gemacht wird durch ein anderes Unrecht. Herr Chauvet erhält meine vollständige Zustimmung. "Fortschritt eines aufgeklärten europäischen Islams? " Nein ist es nicht. Da kann ich Sie beruhigen. die fortschrittlichen im Islam begrüssen ein solches Kopftuchverbot an den Schulen. Ebenso Frauenrechtlerinnen. Etwa der Dachverband. Viele linke Politiker ebenso. Ein guter Schritt in die richtige Richtung
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    3. Antwort von Marcel Chauvet  (xyzz)
      Müller: Ich spreche hier von Deutschland und nicht von "Kopftüchern", sondern von "Kopfschleiern". Bitte den Unterschied beachten. Jedenfalls kamen vor 50 bis 60 Jahren massenhaft u.a. Türken nach Deutschland, wo sie als Arbeitskräfte angeworben wurden und heute mit 3,5 Millionen die größte ethnische Ausländergruppe ist.
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    4. Antwort von Marcel Chauvet  (xyzz)
      Müller: Sind Sie froh und dankbar, dass in die Schweiz hauptsächlich Einwanderer aus dem benachbarten europäischen, also artgleichem Kulturbereich kamen und kommen.
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